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  • 14. Juni 2006, noch kein Kommentar

New York (queer.de) - Der 71-jährige Stefano Vitabile ist am Montag in New York City wegen des Mordes am schwulen Mafia-Boss John D'Amato zu lebenslanger Haft verurteilt worden. D'Amato wurde 1992 wegen seiner Homosexualität getötet. Seine Freundin hatte den als "Johnny Boy" bekannten Mafia-Granden einige Monate zuvor geoutet. Vitabile hatte den Mord zwar nicht selbst verübt, ihn aber angeordnet. Der Täter Anthony Capo sagte im Verfahren gegen seinen Auftraggeber aus, weil ihm ein milderes Urteil in Aussicht gestellt wurde. "Niemand wird uns respektieren, wenn wir einen schwulen Boss haben", begründete Capo die Tat. Er erzählte, dass das Opfer dachte, es solle zu einem Meeting kommen und werde daher mit einem Wagen abgeholt. "John D'Amato stieg in das Auto ein und setzte sich auf den Rücksitz", so Capo. "Er sagte: 'Lass uns was essen gehen'. Als wir losgefahren sind, habe ich mich umgedreht und ihn erschossen". Der Fall weckte auch das Interesse der Produzenten der amerikanischen Mafiaserie "The Sopranos": In der Fernsehsendung wurde ein von Schauspieler Joe Gannascoli dargestelltes Mafia-Mitglied schwul. Wie im wirklichen Leben ist auch bei den "Sopranos" der Geoutete ermordet worden. (dk)