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Die Ausstellung "Das Achte Feld" in Köln ist eröffnet. Die erotische Verwirrung kann beginnen.

Von Carsten Weidemann

Rückt der Bauer im Schachspiel an den Rand des Spielfeldes vor, also auf das "achte Feld", so kann ihn der Spieler gegen eine Figur seiner Wahl tauschen. Der Bauer kann sich also in eine Dame verwandeln, die machtlose Figur in eine mächtige, der Mann in eine Frau.

Dieser Thematik nimmt sich nun eine multimediale Ausstellung mit dem Titel "Das Achte Feld" an. Hier soll es um mehr gehen, als bloß die Kunst von Schwulen und Lesben darzustellen. ein solcher Ansatz sei zu eng geschnürt, argumentieren die Macher. Vielfältige Materialisierungen sexuellen Begehrens seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sollen einen neuen Blick auf die Mann-Frau-Problematik werfen. "Das Achte Feld" versucht den heterosexuell dominierten Geschlechterdiskurs zu hinterfragen und auf den Kopf zu stellen. Mehr als 80 Künstler zeigen mit über 250 Werken ihre Ansätze der Geschlechterverwirrung.

Die Ausstellung schließt an die Sammlungstätigkeit des Museums in den Bereichen der Pop-Art und der Konzeptkunst an und sucht auch die Verknüpfung zur reichen fotografischen Sammlung. So wurden die Werke von Andy Warhol, Jasper Johns, Robert Indiana, David Hockney, Cy Twombly, Gilbert & George, Jürgen Klauke und Robert Mapplethorpe gesichtet und werden in der Ausstellung zu sehen sein.

"Das achte Feld" will einen neuen und wachen Blick auf die Kunst richten und die historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen abtasten. Es ist die erste Ausstellung und der erste Katalog, wo Drag und Gender, Queerness und Transsexualität auf breitem Raum, in all ihren Facetten dargestellt werden und vor allem, wo sie erotisch sein dürfen. Die Kuratoren haben dazu sehr viele schöne Ideen eingebracht. So gibt es zur Eintrittskarte gleich noch einen Band mit Erzählungen von Thomas Meinecke geschenkt. Im Audio-Guide, mit dem man durch die Ausstellung laufen kann, lässt sich aus 50 verschiedenen Musikstücken wählen, die mit dem Thema zu tun, bzw. die einen Bezug zur Subkultur haben. Und auch architektonisch hat man versucht, den Glamour des Geschlechterwechsels ebenso einzufangen, wie das heimliche und versteckte an den Cruisingorten.

18. August 2006

"Das Achte Feld - Geschlechter, Leben und Begehren in der bildenden Kunst seit 1960" - Vom 19. August bis 12. November im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln.



#1 andyAnonym
#2 TAnonym
  • 20.08.2006, 09:20h
  • Die ausstellung schau ich mir an ab er der Titel ist echt blöd gewählt. Wer spielt heute noch Schach und weiss die Sache mit dem Austausch von Bauer zu Dame. Und was hat ein verstaubtes Opa Spiel mit der Mann-Frau problematik zu tun? Manch einer tauscht vielleicht gern mit nem Turm oder Läufer... schon ist die Theorie Geschichte.

    PS. Ihr Lieben, schaut euch die riesige rosa DAVID Statue an der Treppe zwischen Rhein und Philharmonie an... die macht wat her!
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#3 GuckerAnonym
  • 05.07.2007, 17:48h
  • Schach als "verstaubt" zu bezeichnen, zeugt von wenig Realitätssinn. Und es gibt bei diesem Spiel bloß eine "Dame", jedoch viele "Bauern", zwei "Läufer" (nic ht "-innen" *g*), zwei "Springer", einen "König" sowie als "Behausung" zwei "Türme" pro Farbe.
    So viele männliche Figuren - das müsste
    doch d a s Spiel für Gays sein! *g*
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