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Columbus (queer.de) - Die amerikanische Episkopalkirche, die zur anglikanischen Gemeinschaft gehört, will nun doch keine homosexuellen Bischöfe mehr weihen. Sie empfahl ihren Diözesen in einer Resolution, "Zurückhaltung zu üben, indem der Weihe eines Bischofskandidaten nicht zugestimmt wird, dessen Leben eine Herausforderung für die anglikanische Weltkirche bedeutet und weitere Risse in der Gemeinschaft erzeugen könnte", berichtet Reuters. 24 Stunden zuvor hatten die Delegierten in Columbus (US-Bundesstaat Ohio) noch ein Verbot der Weihe von homosexuellen Bischöfen abgelehnt (queer.de berichtete). Mit dieser nicht bindenden Resolution will die Episkopalkirche weitere Konflikte oder sogar eine Kirchenspaltung verhindern. Insbesondere afrikanische Anglikaner haben gegen die liberalen Positionen der Amerikaner und insbesondere gegen die Ernennung von Gene Robinson zum Bischof von New Hampshire vor drei Jahren protestiert. Er ist der erste offen schwule Bischof in der 450-jährigen Kirchengeschichte. Die am Wochenende zur Chefin der Episkopalkirche gewählte Katharine Jefferts Schori unterstützte die Resolution, weil sie "Homosexuellen nicht die Tür vor der Nase zuknallt". "Die Resolution ist bei weitem nicht ideal. Aber sie ist das beste, was wir im Moment tun können", so die Bischöfin von Nevada. Jefferts Schori gilt als homo-freundlich und hatte auch 2003 Bischof Robinson offen unterstützt.
Presbyterianer: Homo-Pfarrer okay
Die Presbyterian Church USA hat unterdessen bei ihrer Versammlung in Birmingham (US-Bundesstaat Alabama) beschlossen, dass auch sexuell aktive Homosexuelle die Prieserweihe erhalten könnten. Mit 298 gegen 221 wurde das Papier "Frieden, Einheit und Reinheit der Kirche" angenommen. Die presbyterianische Kirche ist eine protestantische Religionsgemeinschaft mit 2,3 Millionen Mitgliedern in den USA. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
Schwuler Bischof: Gebet bei Obamas Amtseinführung

Der offen schwule anglikanische Bischof Gene Robinson wird beim Auftakt der Feierlichkeiten für Barack Obamas Amtseinführung als 44. US-Präsident am Sonntag das Gebet am Lincoln-Denkmal sprechen.
#1 SAMAnonym
  • 22.06.2006, 18:03h
  • Da sieht man wieder das der Topf was anderes macht als der Deckel! Die Delegierten sind dagegen basta und aus und sie sind eh die Kirche. Die Kirche selber empfiehlt es in Zukunft nicht zu tun um keine Risse zu erzeugen!
    Auch wenn die episkopalen und anglikansichen Kirchen eine Einheit bilden, sind sie es doch gar nicht! Die Unterschiede in den USA zu England oder gar zu Afrika sind riesig und so müßen wir es so hinnehmen wie es dasteht! Die einen entschließen das und die anderen empfehlen das! Wie sich die einzelnen Diozösen dann entscheiden, wird die Zukunft zeigen!
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#2 SvenAnonym
  • 22.06.2006, 19:09h
  • Für mich sind das alles Spinner! Sie beziehen sich alle auf ein Buch, sie glauben alle angeblich an Gott, doch jeder kocht sein eigenes Süppchen.
    So ein Quatsch!
    Warum erkennen die nicht einfach an, das JEDER Menschen etwas anderes glaubt. Dann könnten die Christen eine christliche Einheit bilden. Aber momentan ist das doch alles unfug, genauso wie bei den Moslems, denn nicht vergessen, im Irak kämpfen die nicht nur gegen Amis sondern auch untereinander.
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#3 antosAnonym
  • 22.06.2006, 20:43h
  • @ Sven:

    "im Irak kämpfen die nicht nur gegen Amis sondern auch untereinander."

    Mehr noch: Sie bekämpfen _in erster Linie einander_. Mit Irak haben die Amis das große Faß des sunnitisch-shiitischen Hasses geöffnet. Und wenn man sich diverse Dokumente der westlichen Medienstars Al Qaida mal genau durchliest: Da gehts erst 2 Seiten gegen den scheiß imperialistischen Westen, dann aber 22 Seiten gegen das Pack der ketzerischen Shiiten. - Aber soo sind politisch angeheizte Gläubige, n'est-ce pas?
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#4 Timm JohannesAnonym
  • 15.05.2011, 11:32h
  • Mittlerweile sind eine ganze Reihe von protestantischen mainline Kirchen dazuübergegangen, homosexuelle Handlungen nicht als sündhaft zu werten, gleichgeschlechtliche Paarbeziehungen in der Kirche zu segnen und offen homosexuelle Pfarrer im Pfarrhaus zu erlauben.

    * United Church in Christ
    * Lutheran Church in America
    * Presbyterian Church (USA)
    * Evangelical Lutheran Church in America
    * Anglikanische Episcopalchurch in America
    * Reformed Church in USA

    --> Mächtig gekämpft wird um diese Entscheidung in den letzten Jahren bei den Methodisten (UMC).

    Und ebenso haben dies die lutherischen Kirchen in Schweden (Schwedische Kirche), in Island (Lutherische Kirche in Island), in Dänemark (Dänische Kirche) und in Norwegen (Norwegische Kirche) sowie die Protestantische Kirche der Niederlande und reformierte Kantonskirchen in der Schweiz (SEK) ermöglicht.

    Auf einen neuen Kurs schwenkt ebenso nach und nach die anglikanische Church of England ein.

    In Deutschland haben jetzt die Landeskirchen der EKD ein modernes einheitliches Pfarrdienstrecht, das in allen Landeskirchen offen homosexuelle verpartnerte Pfarrer erlaubt. Ebenso ist in vielen Landeskirchen derEKD eine Segnung möglich.

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    Sehr interessant ist derzeit 2011 das Memorandum "Kirche 2011", woraus hervorgeht, dass auch Widerspruch unter katholischen Theologieprofessoren zum Kurs des Vatikans in der Sexualmorallehre gibt.
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