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  • 23. Juni 2006, noch kein Kommentar

Das "Pornfestival Berlin" will Sexfilme mit Schmuddelimage gesellschaftsfähig machen.

Von Carsten Weidemann

In Berlin gibt es neben der Berlinale noch diverse Filmfestivals: Ob lesbisch, ein jüdisch oder auch ein irisch-britisch, für alle ist was geboten. Doch das wohl erfolgreichste Filmgenre war bisher nicht verteten. Das will Filmproduzent Jürgen Brüning nun ändern: Er initiierte das erste "Pornfilmfestival Berlin", das vom 18. bis zum 22. Oktober im Kant Kino, Kino Arsenal, im Kulturzentrum Brotfabrik und im Schwulentreffpunkt SchwuZ stattfinden wird.

Dabei sollen Besucher nicht nur Rammelfilme anschauen, um dann schnell und heimlich mit einem vollgespritzten Taschentuch von dannen zu ziehen. Die Organisatoren streben eine künstlerische Auseinadersetzung mit der Sexualität im Grenzbereich von Kunst und Pornografie an. Dazu sollen Werke der Filmemacherin Maria Beatty ("Sluts and Godesses") und Todd Verow ("Bulldog in the White House") aufgeführt werden. "Wir wollen mit dem Festival dazu beitragen, dass Pornografie wegkommt vom Schmuddelimage", so Brüning. Das Rahmenprogramm umfasst Vorträge, Workshops, Fotoausstellungen und eine Porno-Karaoke-Veranstaltung mit Ades Zabel im SchwuZ.

Zudem sollen in Zusammenarbeit mit dem Niederländischen Filmmuseum "Holländische Perlen" gezeigt werden. Das sind Filme, die durch ihre drastische Darstellung von Sexualität ihrer Zeit voraus waren - darunter Paul Verhoevens "Turkish Fruits".

Was wäre ein Filmfestival ohne Wettbewerb? Hier können sich Filmemacher noch bis zum 1. September mit den Ergüssen ihrer Arbeit bewerben. Unter anderem gibt es zwei Preise für einen schwulen Kurzfilm bis zu zehn Minuten. Sponsoren dafür sind der Premiere-Pornokanal Blue Movie und das Hardcore-Label Wurstfilm.

23. Juni 2006