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Bern (queer.de) - Homosexuelle Paare in der Schweiz sollen bei der Eintragung ihrer Lebenspartnerschaft kein Ja-Wort vor Zeugen abgeben, sondern durch einfache Unterschrift ihren Willen kundtun. Das beschloß der Schweizer Bundesrat in Vorbereitung auf die eingetragenen Partnerschaft, die ab dem 1. Januar 2007 möglich ist. Wer seine Partnerschaft registrieren lassen will, muss persönlich beim Zivilstandsamt ein entsprechendes Gesuch einreichen und die dazu notwendigen Unterlagen beibringen. Nach Prüfung der Papiere gibt es einen Termin mit der öffentlichen Beurkundung, die durch die Unterschrift der Partner besiegelt wird. Das Partnerschaftsgesetz wurde am 5. Juni 2005 vom Volk mit 58 Prozent Ja-Stimmen angenommen. (cs)



#1 SaschaAnonym
  • 29.06.2006, 16:28h
  • Für eine "Ehe" zweiter Klasse ein "Ritual" zweiter Klasse - ist doch logisch, oder?!
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#2 madridEUAnonym
  • 29.06.2006, 16:35h
  • Na also, da sind die langsamen Schweizer doch am Ende fortschrittlicher als anderswo, wo das veraltete Ja-Wort unbedingt gegeben werden muss. Fragt sich nur, ob die Eidgenossen damit nun auch die totale Gleichstellung errungen haben. Wer kann uns aus CH denn
    aufklären ?
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#3 Daniel FreyAnonym
  • 29.06.2006, 17:32h
  • Vor rund 10 Jahre formulierten bei uns in der Schweiz Schwule und Lesben erstmals gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Paare. Das vorliegende Partnerschaftsgesetz ist ein "gutschweizerischer" Kompromiss. Es gelten weitgehend die gleichen Rechte und Pflichten wie für die Ehepaare - namentlich betreffend Vorsorge, Erbrecht und Steuern. Die Kindsadoption ist jedoch ausgeschlossen.

    Aber man stelle sich vor: In der Schweiz müssen nun dank dem Partnerschaftsgesetz sämtliche Formulare der Eidgenossenschaft, der Kantone und der Gemeinde angepasst werden. Denn es gibt jetzt einen neuen Zivilstand "eingetragene Partnerschaft" - nebst "verheiratet", "geschieden", "verwitwet" und "ledig"...
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#4 madridEUAnonym
  • 29.06.2006, 18:06h
  • Naja, nicht ganz so normalisiert wie in Belgien,Niederlande und Spanien, aber doch fortschrittlicher als in vielen EU-Ländern. Als älterer Schwuler kann man dieser Lösung aus naheliegenden Gründen (vor allem Erbschaft und Versorgung) erst einmal zustimmen.
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#5 FischAnonym
  • 29.06.2006, 18:45h
  • Als ob es darauf ankäme, ob man nun ein "JA" ausspricht oder einfach stillschweigend die Verbindung mit seiner Anwesenheit eingeht...

    Diskussion auf Nebenschauplätzen, aber das ist ja nichts Neues bei der Gleichmachereihysterie auf dieser Welt.
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#6 SvenAnonym
  • 30.06.2006, 09:01h
  • Das Ja-Sagen ist doch nur ein ritus. Ich denke, auch in der Schweiz darf man ja-sagen, es kommt halt nur nicht drauf an.
    In Deutschland muss man Ja-Sagen UND unterschreiben. Eins alleine ist keine Eheschließung!

    Es ist natürlich keine volle Gleichstellung, die aber einzig gerecht wäre.
    Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass die Gleichstellung durch Revision der Ehe erreicht werden kann. Denn auch dieses Rechtsgeschäft bedarf dringend einer Überarbeitung.
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#7 VollkornmannAnonym
  • 30.06.2006, 09:54h
  • @Fisch: Da ist schon ein Unterschied! Schau dich doch mal im Standesamt um, wieviele Anzüge, Brautkleider, Myrtenzweige und Kameras du da siehst. Heten wollen bei so einem Schritt Feierlichkeit statt einer trockenen Amtshandlung – warum dürfen das nicht auch Schwule/Lesben haben?!

    Das ist so wie die Notar-Regelung in Bayern: Eingehen einer Partnerschaft wird da zum Grundstückskauf degradiert. Das ist ungefähr so wie eine kirchliche Segnung hinten in der Sakristei.

    Apropos kirchlich: Das geht in der Schweiz unkomplizierter als in Deutschland. Stellenweise sogar katholisch! Und nicht etwa bloß heimlich in der Sakristei.
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#8 MichaAnonym
  • 23.05.2007, 18:14h
  • @Vollkornmann

    In Zürich kannst du es auch feierlich wählen. Man kann auch "JA" sagen. aber es ist nicht nötig. -> ich bin froh darum! Ich will keine Heti-Heirat, sorry. So wie es jetzt ist, ist es am besten!
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