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Kairo (queer.de) - Ägyptische Parlamentsabgeordnete fordern das Verbot eines Filmes, der korrupte Politiker, außerehelichen Sex und Homosexualität behandelt. Die einheimische Produktion "Omaret Yakobean" ("Das Yakobean-Gebäude") hat in den ersten zwei Wochen rekordverdächtige 800.000 Ägypter in die Kinos gelockt. Abgeordnete der radikalen Muslimbrüderschaft bezeichnen den Film nach Angaben der dpa allerdings als "Beleidigung für alle Ägypter". Auch islamische Vertreter kritisierten das Drama scharf. Die ägyptische Zensurbehörde hatte den Film aber ungeschnitten ab 18 freigegeben, was viele Beobachter überraschte. Sie ist sonst äußerst strikt - zuletzt wurde der Hollywood-Blockbuster "The Da Vinci Code - Sakrileg" verboten. Das Yakobean-Gebäude ist ein wirklich existierender Wohnblock in Kairo. Der Filme porträtiert dessen Bewohner. Viele der Handlungsstränge sind sonst tabu in der ägyptischen Gesellschaft, wie die Darstellung eines korrupten Imans oder eines Schwulen. "Einen Homosexuellen und seine Gefühle detailliert zu zeigen, ist wirklich neu hier", so Khaled El Sawy, der den Schwulen spielt. "Es gab zuvor schon Filme, die Homosexualität in der Gesellschaft thematisiert haben - aber immer nur aus der Entfernung, ohne auf die Beziehungen der Person einzugehen." Mit Adel Imam, Jussra und Nur al-Sharif spielen drei der größten ägyptischen Stars in dem Film mit. Im Februar wurde er auf der Berlinale gezeigt. (dk)



#1 SAMAnonym
  • 04.07.2006, 21:57h
  • Da überrascht einen doch glatt mal eine sonst strikte Zesnurbehörde:-)! Und scho kriechen andere Ratten aus ihren Löchern und wollen deren Aufgabe übernehmen! Dabei geht es denen weniger um die gedeutet Homosexualität und das Fremdgehen, vielmehr um die Bestechlichkeit der Politik in der die meisten verstrikt sind:-)!
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