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Atlanta/New York (queer.de) - In den Bundesstaaten Georgia und New York haben Homo-Aktivisten gestern Niederlagen vor Gericht erlitten. Der Oberste Gerichtshof von Georgia entschied, dass das Verbot von Homo-Ehen und Eingetragenen Partnerschaften rechtens ist. Es war vor zwei Jahren in einem Referendum von 76 Prozent der Bevölkerung abgesegnet worden.
Keine Ehe-Öffnung in New York
Enttäuscht waren die Aktivisten aber vor allem von einem Urteil des Berufungsgerichts von New York. Es hat mit vier gegen zwei Richter entschieden, dass das Ehe-Verbot nicht gegen die Antidiskriminierungsbestimmungen des Staates verstößt. 40 Homo-Paare hatten mit einer Klage gefordert, heiraten zu können. Als skandalös empfanden die Aktivisten die Begründung des Richters Robert Smith, der die Mehrheitsmeinung verfasste: "Heterosexueller Geschlechtsverkehr hat die natürliche Tendenz, Kinder hervorzubringen. Homosexueller Verkehr hat diese Tendenz nicht." Er argumentiert, dass der Staat deshalb ein Interesse daran habe, heterosexuelle Paare besser zu stellen. Das Parlament könne zwar die Ehe öffnen, wenn es das wollte; allerdings müsste es das nicht. Chefrichterin Judith Kayne schrieb eine wütende Gegenmeinung für die Richterminderheit, die für die Öffnung der Ehe gestimmt hatte. Mit diesem Urteil beende das Gericht "die stolze Tradition New Yorks, für Gleichberechtigung einzutreten." Bisher hatte nur der Oberste Gerichtshof von Massachusetts das Ehe-Verbot für schwul-lesbische Paare als Diskriminierung eingestuft und daher die Öffnung der Ehe für Homosexuelle verfügt (queer.de berichtete). In meheren Bundesstaaten, darunter auch Kalifornien, gibt es Eingetragene Partnerschaften.
Demos nach der Urteilsverkündung
Tausende Schwule und Lesben demonstrierten gestern nach Bekanntgabe des Urteils im ganzen Staat New York. Menschen gingen im West Village von New York City, in Albany, Rochester und vier anderen Städten auf die Straße. (dk)



#1 manni2Anonym
  • 07.07.2006, 17:14h
  • Solange G. W.B und die Repuplikaner am Ruder sind, dazu noch die religioese Rechte ihre Hand im Spiel hat, wird sich in den USA absolut nichts aendern.
    Hier zaehlt nur Kirche,Familie und Kinder...
    fast wie in Deutschland :)
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#2 michaelAnonym
  • 07.07.2006, 19:15h
  • THE RECORD (July 7. -Waterloo - Ontario - Canada)

    Synod softens stand on gay unions

    Lutherans vote on 'local option' for blessings

    Homosexual Lutheran couples from Ontario to the Maritimes could soon have their relationships blessed by their pastors.
    In a historic move during their biennial convention in Waterloo (Canada) yesterday, Eastern Synod delegates of the Evangelical Lutheran Church in Canada voted 197 - 75 to allow individual congregations to decide whether to perfom blessings for same-sex couples.
    "It was clear," said Rev. Michael Pryse, the Eastern Synod bishop. "That's solid suport."
    The decision came after about an hour of passionate debate that left opponents of same-sex blessings sombre.
    "It's a triumph of emotion over reason," said Ken Shultz, a lay delegate from Ottawa.
    In Canada, the only other mainline church body allowing blessings for same-sex couples is the Anglican Church of Canada's New Westminster diocese in B.C.
    The United Church of Canada is the only mainline denomination in Canada that will marry same-sex couples.
    The decision by Lutheran delegates in Waterloo yesterday allows pastors to bless the unions of same-sex couples - who commit to being in lifelong relationship - only after pastors consult their bishop and after a two-thirds majority vote by the congregation.
    The move is known as the "local option."
    The decision does not allow gay couples to wed in Lutheran churches.
    It could be months before homosexual Lutheran couples can get their unions blessed.
    Opponents plan to table a motion at the synod convention, today or tomorrow, to appeal yesterday's decision.
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#3 SaschaAnonym
  • 07.07.2006, 23:25h
  • @manni:

    Du meinst wohl: ...im Merkel-Deutschland!

    Unter Rot-Grün war das gesellschaftspolitische Klima definitiv ein anderes!
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#4 gerdAnonym
  • 08.07.2006, 14:02h
  • Was meine Vorredner angeht: der Artikel handelt nicht über Deutschland sondern über die Verhältnisse in den USA.

    DIe beiden Urteile aus den USA sind grosser Mist, und ich kann die Richterin der Minderheitsmeinung in New York sehr gut verstehen. Ich wäre an ihrer Stelle auch sehr empört über ihre Kollegen.
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#5 holga-waldaAnonym
  • 08.07.2006, 15:42h
  • na ja, ´s ist halt hier wie dort, nur anders.
    da der neoliberale fleischwolf permanent frischfleisch braucht, mit all seinen qualitäsmerkmalen und schlüsselqualifikatioen, gehen die verkünder der hackfleischordnung langsam dazu über die marktteilnehmer zu informieren, was in zukunft gewünscht ist.
    material für ne art humansushi.
    dauernd pasolini zu empfehlen nervt bestimmt schon manche.
    man kann´s ja mal damit versuchen:

    de.wikipedia.org/wiki/Soylent_Green

    wenn überflüssige freiwillig ins suizidzentren gehen, würde sich die westerwelle im fleischwolf bestimmt freuen.
    aber das ist ja erst übermorgen.
    jetzt basteln wir erst mal an den lebensmittelbezugsscheinen, klingt hässlich, "flyers for a new germany - survival 3000" ? wär doch nett. in mint und zartrosa ?

    ach, die richterin scheint nett zu sein.
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#6 rudolfAnonym
  • 09.07.2006, 00:02h
  • Ein Problem der amerikanischen Schwulenbewegung scheint mir, daß sie - was angesichts des reaktionären Mainstreams in den U.S.A. verständlich ist - versuchen über eine Art Richterdikatur schwule Rechte zu erkämpfen. Das hat in der Bürgerrechtsbewegung der U.S.A. eine alte Tradition. Nur so konnte 1967 das Verbot gemischtrassiger Ehen und 2003 das Verbot der Homosexualität in einigen Staaten aufgeboben werden. Langfristig bleibt der amerikanischen Schwulenbewegung aber wohl nichts anderes übrig als wie in Europa die Mühen der Ebene auf sich zu nehmen und das Volk und seine Volksvertreter zu überzeugen, daß Schwule und Lesben gleichberechtigte Staatsbürger sind. In einem Land ohne mehrheitsfähige progressive Traditionen ein hartes Brot.
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#7 holga-waldaAnonym
  • 09.07.2006, 12:40h
  • @ rudolf

    progressive traditionen - oder der zusammenhang von fressen und moral.

    one man, one vote, wer sind die physischen träger solcher traditionen ?

    Genau zum 65. Jahrestag des ersten Tarifvertrags mit den Fordwerken, der gegen massive Repression über Jahre erkämpft wurde, fand der Kongress der Automobilarbeitergewerkschaft UAW statt. Und es traten zeitgleich neue Abkommen in Kraft, die (vor allem für jüngere ArbeiterInnen) Verschlechterungen bedeuten - mit Unterschrift der Gewerkschaft. Das "Ende einer Ära" wurde in der Berichterstattung vielfach beschworen. Das Ende der UAW? Jener Gewerkschaft, die wie kaum eine andere über Jahrzehnte Motor (und Bremse) der US-Gewerkschaftsbewegung gewesen war?

    "Everything the UAW has fought for at the bargaining table is under attack by a number of multinational corporations who want to rip up our contracts and impose poverty-level wages on workers" - alles, wofür die UAW am Verhandlungstisch gekämpft hat, wird von einigen multinationalen Unternehmen angegriffen, die unsere Veträge zerreissen wollen und den Arbeitern Hungerlöhne aufzwingen - so sagte es der UAW-Vorsitzende Ron Gettelfinger in seiner Kongressrede am 12. Juni 2006. Und unterstrich, dass das Bürgertum mit dem Chefmanager von Delphi übereinstimme, der in den Medien kund tat, dass die ArbeiterInnen der USA sich daran gewöhnen müssten, dass sie eben keine Mittelklasse seien.

    Später Sieg für den Gewerkschaftsfeind Henry Ford ?

    Welche wollen hier siegen ?
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