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In Bonn startet die große Guggenheim-Ausstellung. Parallel dazu schmettert Homo-Ikone Liza Minnelli auf dem Museumsplatz.

Von Jan Gebauer

Liza Minnelli gastiert am 20. Juli auf dem Museumsplatz in Bonn. Zum Auftakt der großen Guggenheim-Ausstellung in der Bundeskunsthalle wird sie zusammen mit ihrem erstklassigen Orchester ein breit gefächertes Repertoire von Liedern ihrer bekannten Filme und neu arrangierten Songs auf der Bühne zum Besten geben. Die amerikanische Schauspielerin und Sängerin begeisterte bis heute Millionen Zuschauer mit Songs aus legendären Filmen wie "Cabaret", "Pookie" oder "New York, New York". Obwohl sie nur einmal einen richtigen Hit in den Charts hatte (1989 stand sie in den englischen Top-Ten mit der Pet-Shop-Boys-Produktion "Losing My Mind") sind unzählige Lieder gerade durch ihre einmalige Interpretation bekannt geworden ("Cabaret", "Maybe This Time", "Stepping Out"). Die Allround-Entertainerin mit der überbordenden Bühnenperformance kann mittlerweile fast alle Top-Auszeichnungen des Showbusiness ihr Eigen nennen: Oscar 1973, Emmy 1973, Golden Globe 1973 und 1986 – nur der Grammy fehlt der Tochter von Judy Garland und Vincente Minnelli noch.

Im Mai sorgte Minnelli noch für einen absolut glanzvollen Auftritt beim Life Ball in Wien. Unter anderem schmetterte sie "Cabaret" und übergab den mit 100.000 Euro dotierten "Life Ball Crystal of Hope" an das Aids-Netzwerk Treat Asia. Sichtlich ergriffen und mahnend ergänzte die lebende Legende: "Wir sind hier um ein bisschen Lärm zu machen! Man darf HIV und Aids einfach nicht ignorieren. Bitte machen Sie sich bewusst, dass es schlechter wird, nicht besser." Die Minnelli weiß, wie wichtig fremde Hilfe ist. Ihr eigenes Leben glich in der Vergangenheit immer wieder einer Achterbahnfahrt. Vor 33 Jahren katapultierte sie sich als Sally Bowles in "Cabaret" an die Weltspitze des Entertainments. Das private Glück blieb jedoch aus: Vier Ehen scheiterten, Alkohol und Tabletten führten zu Abstürzen. Doch die Minnelli schaffte es mit der richtigen Unterstützung immer wieder auf die Beine zu kommen. In den 80er Jahren galt sie neben Bette Midler und Barbra Streisand als bestbezahlte Künstlerin der USA.

Als eines ihrer Erfolgsmittel bezeichnet Minnelli in einem Interview mit dem MDR das Publikum. Das Publikum sei ihre größte und treuste Liebe, betonte der Star in dem Gespräch mit dem Boulevardmagazin "Brisant". "Man darf das Publikum nie enttäuschen ... That's my job: to entertain." Und dafür arbeitet Liza mit ihren 60 Jahren verdammt hart. Obwohl sie mittlerweile zwei künstliche Hüftgelenke hat, nimmt sie täglich zwei Stunden Ballett und Jazzdanceunterricht. Das zahlt sich auf der Bühne aus. Obwohl sie nach all den Jahren und enormen Gewichtsschwankungen mittlerweile eine füllige Erscheinung angenommen hat, bewegt sich die Entertainerin mit der voluminösen Stimme immer noch elegant und fantastisch auf der Bühne. Man sieht ihr an, dass sie hier stets ihre größte Freude fand. Ein echter Weltstar – eine Homo-Ikone der ersten Stunde!

Liza Minnelli, Live in Bonn, Museumsplatz, 20. Juli, 19:00 Uhr, Tickets zwischen 65,50 und 159,00 Euro

7. Juli 2006



#1 andyAnonym
  • 08.07.2006, 18:34h
  • hi , liza minelli ist auch meine geliebte schauspielerin , die ich mit meinem freund gerne sehen wollte. so reich bin aber nicht , dass ich solche karten bazahlen kann.sitzplätze für beide personen ca 300euro! stehplätzte fast 150 euro.
    aber gibt es reiche leute bei uns , die sich das leisten können. kein wunder , wenn sehr viele menschen auf pump leben und sind total verschuldet.
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