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Valencia (queer.de) - Papst Benedikt hat seinen zweitägigen Spanienbesuch mit einer verbalen Attacke auf die Homo-Ehe beendet. Bei einem Open-Air-Gottesdienst in einem Park sagte der 79-Jährige, die Familie "basiert auf der unauflösbaren Ehe zwischen einem Mann und einer Frau" - und diese Ehe sei "Gottes Plan", fügte der Pontifex an. Nach Schätzungen von spanischen Medien verfolgten 400.000 Pilger die Messe, der Vatikan sprach von 1,5 Millionen Zuschauern. König Juan Carlos und seine Frau nahmen an der Messe teil, allerdings nicht Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero. Der Papst hat Zapatero wiederholt kritisiert, weil der Sozialist die Ehe für Schwulen und Lesben geöffnet und Scheidungen erleichtert hatte. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP sind zwar noch 80 Prozent der Spanier Mitglied der katholischen Kirche, aber nur 42 Prozent glauben an Gott und lediglich 20 Prozent besuchen die Heilige Messe. Der größte spanische Homoverband kritisierte anlässlich des Papstbesuches die Prioritäten des Vatikans: "Wenn die Kirche das Präservativ zum Schutz gegen Aids zugelassen hätte, wären heute nicht Millionen Kinder verwaist." (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
Wo ist der bekennende Hetero?

Die Berichterstattung zum Rauswurf des Theologen David Berger holt den "bekennenden Schwulen" aus der Stereotypen-Mottenkiste. Ein Standpunkt von Christian Scheuß.
Vatikan lehnt Botschafter wegen Homosexualität ab

Frankreich kann den von Staatspräsident Nicolas Sarkozy ausgewählten Botschafter für den Vatikan nicht entsenden, da Papst Benedikt XVI wegen der Homosexualität des Diplomaten sein Veto eingelegt hat.

14 Kommentare

#1 madridEUAnonym
  • 10.07.2006, 15:00h
  • Ratzinger kam nicht nur nach Valencia, um nur die Ehe von Mann und Frau als "Gottes Plan" zu bezeichnen. Der Klerus ist auch zutiefst verunsichert über die fortschreitende Säkularisierung und Pläne der Regierung, nach franz.Vorbild ein laizistischer Staat zu werden. Die "Express-Ehe", wo man sich neuerdings in Spanien in drei Monaten ohne weitere Formalitäten wieder scheiden lassen kann (Heteros & Homos) wird ebenso scharf vom Papst kritisiert. Seine Gespräche mit der sozialistischen Führungsriege sollen jedoch in "entspannter" Atmosphäre verlaufen sein.
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#2 ManniAnonym
  • 10.07.2006, 15:20h
  • Trennung von Staat und Kirche !
    Dies sollten alle vernünftigen Demokraten dieser Welt anstreben.
    Es kann nicht angehen, dass ein paar Verbohrte über das bestimmen will, was alle anderen zu tun haben.
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#3 manni2Anonym
  • 10.07.2006, 15:31h
  • Genau, Trennung von Statt und Kirche ist wichtig. Ausserdem ist es nur gut das kaum auf diesen
    alten verbohrten "Benny "gehoert wird!!!
    PS: Es ist purer Neid des Paptes weil er nicht heiraten darf!!
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#4 AlfAnonym
  • 10.07.2006, 16:59h
  • Der Zwillingsbruder des spanischen Ministerpräsidenten muss unbedingt nach Warschau....
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#5 madridEUAnonym
  • 10.07.2006, 18:32h
  • @alf: Auch unter den zahlreichen polnischen Gastarbeitern in Spanien findet man heute so gut wie keinen bekennenden Schwulen. Die rechtsnationalen Zwillinge in Warschau werden wohl auch in Zukunft mit dem langen Arm der Alleinseligmachenden bis ins Ausland dafür sorgen, dass Homos schön im Schrank bleiben. Bitter erinnere ich mich an die ersten Gastarbeitertransporte der Spanier ins wohlhabendere Europa der 50er und 60er Jahre, wo der spanische Pfarrer am Bestimmungsort bereits auf seine "Schäfchen" wartete. Man blieb unter sich !
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#6 Christian SchneiderAnonym
  • 10.07.2006, 18:39h
  • Man kann dem demokratisch gewählten Parlament in Madrid
    und der spanischen Regierung nur wünschen, sich von den
    abstrusen Vorstellungen der katholischen Kirche nicht
    beeinflussen zu lassen. Wohin ein starker klerikaler Einfluss
    führt, können wir gerade in Polen besichtigen.
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#7 SaschaAnonym
  • 10.07.2006, 23:19h
  • Ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass andere Länder uns doch um Längen voraus sind. Das gilt nicht nur für die effektive gesetzliche Gleichberechtigung und das allgemeine gesellschaftspolitische Klima (was sollte man von unserer Großen Koalition anderes erwarten?!), sondern auch für die Tatsache, dass hierzulande unsere Bundeskanzlerin samt Staatsoberhaupt bei jeder größeren Propagandaveranstaltung der Katholischen Kirche (und noch dazu des Papstes, denn schließlich sind "wir" ja Papst) an vorderster Front mit dabei sein "muss"!

    Dabei sollten gerade wir doch aus der Geschichte endlich unsere Konsequenzen ziehen und Menschenrechte an die erste Stelle der politischen Agenda setzen. Stattdessen kann Frau Merkel es sich ungestört erlauben, Freiheit, Gleichheit und Minderheitenschutz wieder einmal einer perversen Ideologie unterzuordnen (siehe ihren Kommentar zum AGG)...
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#8 norbertcdnAnonym
  • 11.07.2006, 08:32h
  • nun ich denke das sich die kirche sicherlich bewegt. und so manche kommentare kann ich nicht nachvollziehen.
    Solch alte Säcke sind dort nicht am werk, denn eins bitte schön die katholische Kirche denkt in anderen Zeiträumen, ist nicht wie die Politik , ein bischen rumregieren und wenns nicht paßt zurücktretten oder sie werdenabgewählt. Und Staat und Kirche gehören zusammen, auch in Spanien.
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#9 SaschaAnonym
  • 11.07.2006, 11:24h
  • @ #8: Es sind solche und ähnliche Kommentare, die mich ernsthaft und zunehmend am allgemeinen Bildungsniveau in diesem Lande zweifeln lassen.

    Zur Information: Wir leben angeblich in einer freiheitlich-demokratischen Ordnung. Und deren historische Grundbedingung ist die Trennung von Kirche und Staat!
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#10 hwAnonym
  • 11.07.2006, 11:36h
  • @ norbertcdn

    danke für deinen beitrag. seit verschiedenste herschaftsformen der geschichte ab ca. 300 n.chr., die ausbeutung des menschen durch den menschen organisiert, war es die ureigenste aufgabe der gedankenpolizei
    aus rom und ihren ablegern im wandel der zeit, die kosten für ünterdrückungsapparate durch höllendrohung oder paradiesversprechen möglichst niedrig zu halten. schön, dass die bei dieser gelegenheit auf diesen kostendämpfungsfaktor hingeweisen hast.
    er gerät ja oft in vergessenheit.
    je gelähmter soziale bewegungen in umfang und art ihrer gegenwehr sind, desto rentierlicher wird die veranstaltung
    auch für die kirchen.
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