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  • 11. Juli 2006, noch kein Kommentar

Mit dem Motto "Krazy Sexy Cool" werben zwei der besten CSD-Partys in München um Gäste.

Von Carsten Weidemann

Auch im erzkonservativen Bayernland hat der CSD-Countdown begonnen. Am 12. und 13. August ist es soweit und in München starten die Feierlichkeiten voll durch. Es werden Reden gehalten, Hände geschüttelt, ein Straßenumzug wird stattfinden, und wie jedes Jahr wird das CSD-Rathaus-Clubbing das allgemeine Abfeiern einläuten. Das Fernsehen zeigt dann wohl wieder bunte Vögel aus der Szene, die leicht betrunken in die Kameras kreischen. "Die Öffentlichkeit akzeptiert uns zwar immer mehr, aber mit einer ‚realitätsnahen’ Serie, wie ‚Queer as Folk’, die um zwölf Uhr Nachts gezeigt wird, werden wir unser beneidenswertes Homoimage nicht verbessern können", sagt Stuart Cameron. Deshalb soll dieses Jahr laut dem Party-Veranstalter eine "geheime Revolution" Abhilfe schaffen. Die letzte Bastion der Heterosexuellen soll an diesen Tagen gestürmt, und München aus seinem "Houseschlaf" geweckt werden.

Ab dem 15. Juli werden die ersten Vorboten in München und Umkreis die Bevölkerung in Kenntnis setzen, dass sich etwas verändert. Das Bild der Homosexuellen in der breiten Öffentlichkeit soll eingerissen werden. Wer glaubt, dass man einen Schwulen auf 50 Meter erkennen kann soll aufgeklärt werden. Die Aufmerksamkeit soll aber auf zwei Großveranstaltungen gelenkt werden: Diese finden am 12. August 2006 in der berühmten Badeanstalt unter dem Motto "Krazy Sexy Cool" statt. Zum einen "Bodylicious", die erste Gay-Black-Beat-Party, die durch internationale Tänzer und den schönsten 100 Jungs und Mädchen aus München angeheizt werden. Zum anderen werden auf dem Außengelände die Gäste in den Genuss der "Copacabana Night" kommen, bei der brasilianisches Feeling zelebriert werden soll und außergewöhnliche Capoeira-Tanzeinlangen präsentiert werden.

Freuen darf man sich u. a. auf DJ Lito aus Peru, der bereits für die US-HipHop-Band Black Eyed Peas auf deren Afterparty die Plattenteller drehen ließ und dem Münchner Publikum mit Latin Pop, Reggaeton und Brasil einheizen wird. Stürmisch begrüßt werden dürfte Latino-Gentlemen Torrey aus Miami, mit exklusiven Auszügen aus seinem neuen Album. Torrey arbeitete bereits mit renommierten Künstlern wie Gloria Estefan zusammen; überzeugte darüber hinaus als Moderator der peruanischen Version von BRAVO TV. Internationalen Flair verspricht DJ Strictly Concert aus New York mit RnB, HipHop, Soul und Latin Pop. Headliner der Party ist aber Chartstürmer Philippe ("DSDSD"), der mit seinem Debüt-Hit "Warum" wochenlang die deutschen Charts beherrschte. Bei der "Bodylicious & Copacabana Night" präsentiert Philippe seine Kombination aus Funky-Beats, HipHop- und R&B. "Als erster Heterokünstler wird Philippe bei uns auftreten, um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass es auch in der R&B-Szene Unterstützer für die homosexuelle Community gibt", so Veranstalter Cameron. Oberstes Bestreben seiner Firma TickleUp ist es, Brücken von der heterosexuellen zur schwulen Community aufzubauen und für die Zukunft zu festigen. Immer nach dem Motto: "Wir sind nicht 'die', wir sind viele"!

11. Juli 2006