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Jerusalem (queer.de) - Im Vorfeld des Word Pride sind gestern in Jerusalem hunderte Flyer aufgetaucht, auf denen ein Kopfgeld auf die Ermordung von Schwulen und Lesben ausgesetzt wurde. Umgerechnet 3.500 Euro würden jedem gezahlt werden, "der den Tod einer der Einwohner von Sodom und Gomorrah herbeiführt". Außerdem sollten während der CSD-Parade Molotow-Cocktails geworfen werden, so der Flyer weiter. Er enthielt auch eine Anleitung, wie diese Waffen gebaut werden könnten. Sie wurden als "Schissel Spezial" bezeichnet nach dem jüdischen Extremisten, der im vergangenen Jahr beim CSD drei Teilnehmer mit dem Messer angegriffen und verletzt hatte (queer.de berichtete). In den vergangenen Tagen haben Führer der jüdischen, christlichen und muslimischen Glaubensgemeinschaften bereits gegen den World Pride protestiert (queer.de berichtete). Zuletzt wurde auch darüber spekuliert, ob die Veranstaltung in das eher säkulare Tel Aviv abgeschoben werden soll (queer.de berichtete). Der siebentägige World Pride soll am 6. August beginnen. (dk)



37 Kommentare

#1 FloAnonym
#2 TimAnonym
  • 12.07.2006, 16:08h
  • "n den vergangenen Tagen haben Führer der jüdischen, christlichen und muslimischen Glaubensgemeinschaften bereits gegen den World Pride protestiert "

    Die Kirchenvertreter, die mit faschistischen Worten hetzen, sind genau so schuldig wie die, die später die Tat ausführen.

    Die Kirchen machen das ganz perfide: sie wiegeln dumme Leute auf und wenn diese dann gewalttätig werden, wäscht die Kirche ihre Hände in Unschuld.

    Kirche hat NICHTS mehr mit Religion oder Glauben zu tun! Da geht es nur noch um Geld und Macht! Alle Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen sowie ihre Familien und Freunde sollten ihre jeweilige Kirche verlassen. Da es ihnen so sehr auf Geld und Macht ankommt, hilft es nur, ihnen die Kirchensteuer etc. zu kürzen!

    Ich werde solche Vereine jedenfalls nicht mehr unterstützen!
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#3 SvenAnonym
  • 12.07.2006, 16:37h
  • Tja, eigentlich müsste man nun Vatikan und seine jüdischen und islamischen Brüder aller wegen Volksverhetzung und Aufruf zu Mord verhaften, aber scheinbar sind KZ für Homos in Israel erlaubt ...

    Mal ernst:
    Es kann nicht sein, das irgendein Staat zulässt, dass Menschen derat menschenverachtend reden und handeln.
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#4 PatrickAnonym
  • 12.07.2006, 16:49h
  • Bei aller Ablehnung von Gewaltaufrufen und Abscheu gegenüber den Primitiven, aber beim besten Willen, ein Fünkchen Verständnis habe ich!
    Jerusalem ist eine Stadt von unvergleichlichem religiösem Erbe, da gehört sich sowas eigentlich nicht - man sollte auch die religiösen Gefühle anderer achten, wenn man selbst geachtet werden will!
    Demnächst wollt Ihr wohl noch vor dem Petersdom aufmarschieren!
    Ihr selbst mit Euren überzogenen Provokationen sorgt dafür, dass Akzeptanz verhindert wird, denn Ihr tretet die Gefühle anderer mit Füßen! Somit tut Ihr uns allen auf dem Weg der Gleichberechtigung keinen Gefallen ...
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#5 KritikerAnonym
  • 12.07.2006, 16:52h
  • Diese dümmlichen Hasstiraden gegen den Vatikan und andere konservative Glaubensrichtungen.
    Natürlich sind deren Ansichten engstirnig und dumm, aber es möchte doch nun niemand ernsthaft(!) behaupten, der Vatikan würde zum Mord von Homosexuellen aufrufen!?!?

    Nur weil diese Institutionen gegen Homosexualität sind, heißt das noch lange nicht, dass sie für Mord und Totschlag sind. Meines Wissens verurteilen dies alle Weltreligionen.

    Ein bisschen mehr Differenzierung in den Beiträgen wäre wünschenswert. Abgesehen davon halte selbst ich als Schwuler einen WorldPride in Jerusalem für eine ausgemachte Provokation und nichts anderes. Als hätte diese Region nicht noch genug Probleme. Wären die Homosexuellen tatsächlich so tolerant und einsichtig, wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, im Nahen Osten so etwas zu veranstalten!
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#6 lieblingsuliProfil
#7 nobi-sAnonym
  • 12.07.2006, 17:15h
  • Es ist bestürzend, wohin uns Inteolleranz treibt.
    Ist es wirklich das, was Religionsvertreter wollen? Steht nicht im Dekalog, der sowohl von Juden wie Christen als oberste Maxime angesehen wird, "Du sollst nicht töten" ? Zu Recht wird in unserer Rechtsordnung die Aufforderung zu Mord genauso hart bestraft, wie die Tat selbst.

    Alle, Juden, Christen, Moslems, Israelis, Palästinenser, Deutsche, Schwule, Schwarze usw. schreien nach Toleranz und Verständnis für Ihre Sache. Muß dann aber nicht auch von ihnen Toleranz erwartet werden?

    Als Christ erinnere ich mich daran, dass Christus gesagt hat: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" Von einer Auswahl, wer der Nächste ist, steht nirgends ein Wort.
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#8 SaschaAnonym
  • 12.07.2006, 18:22h
  • @Patrick:

    Eine Menschen verachtende Unterdrückungslehre, die Menschen auf Grund ihrer Identität ausgrenz t und ihnen ihre unveräußerlichen Menschenrechte abspricht, ist kein "Gefühl", auf das eine Demokratie Rücksicht nehmen darf. Bei den bereits allseits bekannten Hasspredigten um geht es ganz bestimmt nciht um schützenswerte "Gefühle" auf Seiten der Prediger, sondern vielmehr um eine billige und gefährliche Propaganda.

    Und wer in der offenen Präsenz menschlicher (d.h. auch sexueller) Vielfalt seine Gefühle verletzt sieht, dem empfehle ich dringend einen Gang zum Psychiater und das Erlernen eines Mindestmaßes an Respekt gegenüber Anderen. Sollen die armen Gläubigen doch endlich einmal wahrnehmen, dass die Welt nicht so schön einfältig und beschränkt ist, wie ihre Führer ihnen das immer einreden wollen. Gott sei Dank!

    Und in der Tat: Wer Menschen auf Grund ihrer sexuellen Identität an den Pranger stellt, trägt eine gehörige Mitschuld an den Gewaltverbrechen, die andere dann ausführen!!! Wer das ernsthaft in Frage stellt, ist der verlogenen Moral der bezeichneten religiösen Führer offenbar selbst so hörig, dass er jedes menschliche Empfinden und jeden gesunden Menschenverstand abgestellt hat.

    Freiheit, Gleichheit, Demokratie und fundamentale Menschenrechte dürfen sich diesen faschistischen Kräften auf keinen Fall beugen. Der World Pride in Jerusalem ist gerade angesichts der fortdauernden Hasspropaganda reaktionärer, antidemokratischer Kräfte um so wichtiger!
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#9 hwAnonym
#10 thysonAnonym
  • 12.07.2006, 19:28h
  • Hey Patrick,
    verständniss in allen Ehren. Aber wo will man denn da die
    Grenze ziehen. Jerusalem ist ja vor allem noch eine Stadt.
    Und somit ist es wesentlich mehr als eine Anhäufung
    dubioser religiöser Stätten.
    Wenn der Papst mit tausenden Jugendlichen in Köln
    einmaschiert, Megaphone auspackt und Parolen gegen
    Homosexuelle brüllen lässt – und das in einer der
    Schwulenhochburgen Deutschlands – ist das vollkommen
    OK. Haben wir dazu aufgerufen jeden Prister, der gegen
    Homos wetterte, abzustechen? Nein. Und wenn wir es getan
    hätten. Dann hätte die Polizei in weinigen Minuten der Sache
    eine Ende gesetzt. Wann wurden denn religöse Gefühle über
    allen anderen Persönlichkeitsrechte gestellt?
    Vielleicht ist ja die einzige Lösung, das gesamte so genannte
    heilige Land zu räumen, unter Internationale Aufsicht zu
    stellen (villeicht bei der Disney Company) und nur noch für
    Pilgerfahrten freizugeben.
    Doch solange dies nicht geschieht, bleibt Jerusalem eine
    Stadt. Sie kann und muss jedem frei stehen.
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