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New York (queer.de) - Nach Protesten ist ein Aids-Benefiz-Konzert von zwei homophoben Reggae-Sängern abgesagt worden. Die Auftritte von Beenie Man und der Formation T.O.K. sollten kommenden Dienstag in der Webster Hall stattfinden. Organisiert hat das Konzert Lifebeat, eine gemeinnützige Organisation der Musikindustrie. Die Veranstalter begründen den Rückzug mit Sicherheitsbedenken. Zuvor hatten am Dienstag afroamerikanische Homo-Gruppen unter Führung der National Black Justice Coalition vor dem Lifebeat-Büro protestiert. "Während wir von Lifebeat nach wie vor an die positive Wirkung dieser Veranstaltung glauben, macht die Möglichkeit von gewalttätigen Auseinadersetzungen die Absage notwendig", teilte Lifebeat gestern Abend mit. Die Organisation beschuldigte die Demonstranten ("eine gewisse Gruppe von Aktivisten") einen "Feuersturm" in Gang gesetzt zu haben. Man hoffe, dass diese Gruppe jetzt etwas für die "karibisch-amerikanische Gemeinschaft" tun würde. Ein Konzert von Beenie Man wurde bereits letzte Woche in England abgesagt (queer.de berichtete). Der Künstler hat unter anderem im Lied "Hang Up Deh" dazu aufgerufen, Homosexuelle zu töten ("Wir werden Schwulen die Augen herausschneiden"). T.O.K. verlangen in ihrem Lied "Chi Chi Man", Schwule zu verbrennen oder zu erschießen ("Ich und meine Niggas schließen einen Pakt, Schwule müssen sterben").
Auch Proteste in Dänemark
250 Aktivisten haben während eines Konzertes des Hass-Sängers Buju Banton in Kopenhagen protestiert. Sie forderten "Null Toleranz für Homophobie" und riefen dazu auf, die "mörderische musik" zu stoppen. Erik Frydendahl, Manager der Konzerthalle "The Rock", verteidigte den Auftritt damit, dass Banton zugesagt habe, keine schwulenfeindlichen Songs wie seinen Hit "Boom bye bye" zu spielen ("Schieß einem Schwulen in den Kopf, richtige Jungs unterstützen keine Schwulen ... wenn einer näher kommt, schütten wir Säure über ihn, verbrennen ihn wie einen alten Autoreifen"). (dk)



#1 Menschenrechte von Lesben und SchwulenAnonym
  • 13.07.2006, 16:17h
  • D/Bundestag/Homosexuelle

    Menschenrechte von Lesben und Schwulen als Thema im Bundestag - Grünen-Fraktion bringt Große Anfrage in Parlament ein

    Berlin, 13. Juli (AFP) - Der Bundestag wird sich auf Initiative der
    Grünen mit der Menschenrechtssituation von Lesben und Schwulen
    befassen. Die Grünen-Fraktion brachte am Donnerstag ein Große
    Anfrage zur Lage der Menschenrechte von Lesben und Schwulen sowie
    Bisexuellen und Transsexuellen ins Parlament ein, wie der
    Parlamentarische Geschäftsführer Volker Beck in Berlin mitteilte.
    In vielen Ländern würden die Menschenrechte von Lesben und Schwulen
    eingeschränkt und missachtet, sagte Beck. Der Grünen-Politiker war
    Ende Mai in Moskau bei einer Kundgebung für die Rechte von
    Homosexuellen verletzt worden.

    Beck wies darauf hin, dass Homosexualität in über 75 Staaten
    strafbar sei. In einigen Staaten wie Iran, Jemen, Mauretanien,
    Pakistan, Saudi-Arabien, Afghanistan, Vereinigte Arabische Emirate
    und Sudan drohe sogar die Todesstrafe. Die Bundesregierung solle
    umfassend die Situation in den einzelnen Staaten schildern,
    forderte der menschenrechtspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion.
    «Wir verlangen von der Bundsregierung ein deutlicheres Eintreten
    für die Rechte der Homosexuellen. Menschenrechtsfragen vertragen
    keine verschämte Zurückhaltung oder diplomatische Leisetreterei.»
    Die Bundesregierung müsse diese Frage genauso wie die Todesstrafe
    oder Religionsfreiheit auf ihre feste menschenrechtspolitische
    Agenda nehmen.

    Die Große Anfrage wird vom Bundestag zunächst an die
    Bundesregierung weitergeleitet. Wenn deren Antworten auf die
    gestellten Fragen vorliegen, können die Grünen oder andere
    Fraktionen das Thema dann auf die Tagesordnung des Parlaments
    setzen.
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#2 SaschaAnonym
  • 13.07.2006, 16:20h
  • Ich wundere mich immer wieder, dass die Autoren und Verbreiter solcher faschistischen und Gewalt verherrlichenden Propaganda nicht sofort vor Gericht gestellt und angeklagt werden.

    Bei derartigen Vergehen handelt es sich nicht um Kavaliersdelikte, sondern um eine inakzeptable Verletzung der Menschenwürde bestimmter Gruppen und einen (mehr als indirekten) Aufruf zu Gewalt und Mord.

    Derartige Tatbestände müssen endlich ohne Kompromisse geahndet und mit drastischen Strafen belegt werden.
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#3 holga-waldaAnonym
  • 13.07.2006, 20:46h
  • @ sascha

    ..tja so ist´s, da wirst du noch eine weile listig lauern müssen, bis sie vielleicht zum ferkelkicken in einer moschee, zum zwegpudelwerfen in einer kirche oder
    zum unkoscheren schächten eines pottwals in einer synogoge aufrufen...
    dann geht´s tierisch ab....
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