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  • 13. Juli 2006, noch kein Kommentar

Die Bonner Museumsmeile ist bekannt für einzigartige Events. Im Juli gibt Weltstar Seal dort sein einziges Deutschland-Konzert.

Von Jan Gebauer

Mit leidenschaftlichen Hits wie "Love’s Divine" und "Kiss From a Rose" eroberte der mittlerweile auch schon 43-jährige Brite die Herzen von Millionen Fans auf der ganzen Welt. Seal ist vor allem für seine gefühlvollen Balladen bekannt und verkaufte in den vergangenen 16 Jahren mehr als 15 Millionen Alben. Nach dem umjubelten Auftritt vor zwei Jahren können sich seine schwulen Fans auf dem Museumsplatz ein weiteres Mal auf einen Abend mit hochkarätiger Popmusik freuen. Dabei ließ es Seal zuletzt eher gemächlich angehen. Die Pausen zwischen seinen Alben wurden immer länger.

Sein letztes Studiowerk "Seal IV" erschien 2003, danach folgten eine Best-of und Live-Veröffentlichungen (siehe unten). Scheinbar ist ihm das Privatleben mit dem deutschen Supermodel Heidi Klum inklusive des Nachwuchses wichtiger: Die beiden heirateten am 10. Mai 2005 in Mexiko und sind seit dem 12. September Eltern von Henry Günther Ademola Dashtu Samuel. Klingt schräg? Deutschland trifft Nigeria, denn dort kommen seine Vorfahren her. Das merkt man dann auch an seinem eigenen Namen: Seal Henry Olusegun Olumide Adelo Samuel.

Wer vom Abend nicht genug bekommen kann: Die DVD "One Night to Remember"

Das kommt auch nicht alle Tage vor: Ein Weltstar nimmt sein Konzert in Deutschland auf und veröffentlicht es anschließend als DVD mit Bonus-CD. Seal hat dies getan und das sogar im Düsseldorfer Kesselhaus. Da werden die Chefs der Köln-Arena wahrscheinlich neidisch rüberschauen.

Der Auftritt von Seal am 5. Juni 2005 ist in der Tat eine Nacht, an die man sich gern erinnert - immerhin lud sich der englische Sänger für das Konzert das 52 Personen starke Vox Artis Philharmonic Orchestra als Unterstützung ein. Die gewaltigen Sound-Wände harmonieren denn auch exzellent mit dem Soulpop des Künstlers: Hits wie "Crazy", "Love's Devine" und "Kiss From A Rose", aber auch Coverversionen wie "Let Me Sleep Beside You" von David Bowie werden wunderbar gemeinsam interpretiert.

Natürlich ist es besonders bezaubernd, wenn Seal zwischendurch immer wieder fast akzentfrei "Danke schön" sagt. Wahrscheinlich wurde ihm das von Frau Klum in stundelanger Kleinarbeit beigebracht. Seals Stimme klingt samtig wie eh und, die technische Umsetzung der DVD bzw. CD ist tadellos. Als Extra gibt es ein halbstündiges "Making of". Ganz vorzüglich ist die Verpackung im schicken Pappschuber gelungen – dazu ein feines Booklet und die edle Gestaltung. Perfekt!

Seal live in Bonn: 21. Juli, um 19 Uhr auf dem Museumsplatz

13. Juli 2006