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Moskau (queer.de) - Das russische Gesundheitsministerium hat bekannt gegeben, dass Schwule fortan nicht mehr generell vom Blutspenden ausgenommen sind. Damit reagiert es auf das Lobbying der GayRussia-Aktivisten Nikolai Aleksejew und Nikolai Bajew. Eine Anordnung des Ministeriums aus dem Jahre 2001 hatte es zuvor Schwulen untersagt, Blut zu spenden, weil sie wie Drogenabhängige oder Prostituierte als Hochrisikogruppe angesehen worden waren. "Eine symbolische Diskriminierung endet", freut sich Bajew. "Das ist wahrscheinlich die erste positive Nachricht für Schwule in diesem Land, seit 1993 Homosexualität entkriminalisiert wurde." In Deutschland sind nach den Richtlinien der Bundesärztekammer homo- und bisexuelle Männer vom Blutspenden ausgeschlossen. (dk)



#1 ManniAnonym
  • 17.07.2006, 14:38h
  • Das sollte man mal unserem Roten Kreuz und Gesundheitsminiterium um die Nase schmieren !
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#2 manni2Anonym
  • 17.07.2006, 15:07h
  • Genau, Manni, ich bin ganz Deiner Meinung. Wenn ich daran denke wieviele Heten Blutspenden die nebenbei mit dem andern oder selben Geschlecht rumbumsen... Ulla mach ednlich die Augen auf!!!!
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#3 verhinderter SpenderAnonym
#4 No E-PatentsAnonym
  • 17.07.2006, 20:59h
  • Also, da muss ich doch mal sagen, das in der russischen scheindemokratie, geldscheindemokratie, noch einiges besser als in unserer "freien" gesellschaft läuft. in unserem GG steht, das "alle menschen vor dem gesetz gleich" sind. komisch, wieso merke ich jeden tag, das es immernoch privilegierte gibt?

    zum thema DRK: Eine gemeinnützige organisation, die fordert, man solle doch HARTZ-IV kürzen und die arbeitslosen sollen doch gefälligst gratis arbeiten, hat ihren status als gemeinnützig verwirkt!
    Der Vorsitzende der AWO hatte ähnliches von sich gegeben, ebenso der vorsitzende der diakonie....

    Also, wenn man sich vor augen führt, aus welchen gründen diese organisationen mal gegründet wurden, möchte ich gerne mal wissen, wo die heute noch ihren status her nehmen???
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#5 aquarius40Anonym
  • 17.07.2006, 21:13h
  • Schwule dürfen in Russland Blut spenden???

    Aber nicht mit 'ner Nadel, wohl nur, wenn sie wie üblich dort zusammengschlagen wurden.

    Klar, kann MANN als Schwuler hier in Deutschland Blut spenden, MANN kann ja freiwillig ankreuzen, ob MANN zu der angeblichen Riskogruppe gehört, oder nicht.
    Praktiziere ich schon seit 20 Jahren so.
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#6 wolfAnonym
#7 bajazzolli
  • 18.07.2006, 12:10h
  • Also ich fühle mich durch das DRK schon auch diskriminiert. Komme vom Land und habe, bevor ich nen Partner hatte, immer bei uns im Dorf und beim heimischen DRK Blut gespendet. Jetzt gehe ich da nicht mehr hin. Falls ich die Frage nach sexueller Ausrichtung wahrheitsgemäß beantworte, wird die Blutspende nicht verwendet, obwohl ich monogam in fester Beziehung lebe. Falls ich meine Homosexualität verleugne, sieht jeder aus dem DRK-Ortsverein, dass ich nicht wahrheitsgemäß geantwortet habe, weil jeder weiß, dass ich mit einem Mann zusammen lebe. Bleibt mir die Möglichkeit, irgendwo anders, wo ich anonym bin, Blut zu spenden. Das wär überhaupt kein Problem - da hab ich aber keinen Bock drauf. Anders gefragt - was hat die Fragestellung eigentlich für einen Sinn, wenn man - sofern anonym spendend - eine nicht nachprüfbare Antwort geben kann?!
    Ich empfinde dies als reine Schikane und die andauernden Aufrufe zu mehr Blutspenden grenzen angesichts dieser Praxis an Heuchelei. Daneben sei erwähnt, dass jeder Blutspender eh anonym und selbstverantwortlich über die Verwendung seines Blutes entscheiden kann. Zu dieser Verantwortung zählt dann auch, dass man mögliche Ansteckungsrisiken weitestgehend ausschließt.
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#8 aquarius40Anonym
  • 18.07.2006, 15:50h
  • @ bajazzolli

    Wenn Du ein reines Gewissen hast, da Du monogam lebst, dass Du ausschließen kannst, dass Du keine infizierte Blutspende abgiebst, dann kannst Du auch in Deinem Heimatdorf jederzeit spenden.
    Dort können Sie ja nicht nachvollziehen, wie Du Deine freiwillige Ausschlusskarte gekennzeichnet hast. Du kannst ja auch spenden und die Spende verwerfen lassen, nur um sie untersuchen zu lassen, ob Du in welcher Form erkrankt bist (HIV einmal ausgeschlossen), denn es werden auch andere Krankheiten festgestellt, die dann an Deine Hausarzt übermittelt werden.
    Ich denke, wenn jeder Schwule mit einem reinen Gewissen eine Spende abgibt, und seine Spende für eine Transfusion freigibt, nur dann ist es möglich, dem DRK die Stirn zu zeigen, so dass das DRK zu dem Entschluss kommt, die Schwulen nicht mehr von der Blutspende zu verbannen.
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#9 bajazzolli
  • 19.07.2006, 07:41h
  • @aquarius40
    Soweit stimme ich dir ja zu. Aber - die Frage nach sexueller Ausrichtung ist ja nicht nur auf dem anonymen Blatt gestellt, sondern auch auf dem "weißen" Begleitpapier, welcher während der Blutspende von Station zu Station mitwandert. - Das find ich nicht gerade sehr diskret. Wenn ich also die Frage mit "ja" beantworte und erkläre, dass wir monogam leben - darf ich dann trotzdem spenden (ich glaube die Entscheidung trifft der anwesende Arzt?!)
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