Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?5233

Wien (queer.de) - Die Homosexuelle Inititative (HOSI Wien) hat für den morgigen Mittwoch zu einer Demonstration gegen die homophobe Politik des Iran aufgerufen. Anlass ist der Jahrestag der Hinrichtung vom 16-jährigen Mahmoud Asgari und dem 18-jährigen Ayaz Marhoni wegen homosexueller Handlungen. "Zum Jahrestag dieser Barbarei werden in zahlreichen Städten überall auf der Welt Gedenkveranstaltungen abgehalten", erklärt Bettina Nemeth, Vorsitzende der HOSI Wien. "Auch wir haben aus diesem Anlass eine Demonstration in Wien angemeldet, um gegen die homophobe, tödliche Politik des Iran im Besonderen und gegen die strafrechtliche Verfolgung einvernehmlicher Handlungen unter Erwachsenen und die Todesstrafe im Allgemeinen zu protestieren." Menschenrechtsorganisationen zufolge sind seit der Machtübernahme der Ayatollahs 1979 rund 4.000 Schwule und Lesben wegen ihrer Homosexualität im Iran hingerichtet worden. (pm)

Treffpunkt: 19.7. um 18 Uhr vor dem Büro der Fluglinie "Iran Air", Ecke Kärntner Straße/Opernring, Wien I



14 Kommentare

#1 holga-waldaAnonym
#2 antosAnonym
  • 27.07.2006, 20:59h
  • Warum wurde denn vor Iran Air demonstriert und nicht vor der IR-Botschaft?

    Naja. Erfreulich ist es auf alle Fälle zu lesen, wie die islamische Diktatur das Internet beäugt - sie schlottert vor Angst (andrerseits natürlich auch wieder nicht so erfreulich, denn: je ängstlicher, desto gewalttätiger!):

    "Parlaments-Forschungszentrum warnt vor Umstürzlern und Agenten im Internet

    Das Forschungszentrum im islamischen Parlament legte den Abgeordneten unter dem Titel: „Missbrauch durch Internetbotschaften“ ein Paper vor, in dem es das Internet als eine Gefahr für die nationale Sicherheit und allgemeine und individuelle Moral darstellt. Nach Meinung der Verfasser handelt es bei manchen Internetbetreibern um gefährliche Staatsfeinde, denen das Handwerk gelegt werden müsse. Deren Ziel sei es, durch „Agententätigkeit, öffentliche Aufruhr und Unterstützung terroristischer Aktivitäten den Sturz des islamischen Staates herbeizuführen.“

    In dem Paper werden die einzelnen Vorwürfe ausführlich begründet. Die Agententätigkeit erfolge durch „verschlüsselte Internetbotschaften“. Diese Botschaften würden durch Bilder, Musik und Texte übermittelt, oft auch durch kurze E-Mails. Nicht selten würden für diesen Zweck pornographische Bilder verwendet. Verschlüsselte E-Mails, Musik Texte oder auch harmlose Fotos würden benutzt, um Umsturzaktivitäten zu koordinieren. Es sei sehr schwer, die geheimen Botschaften und Codeworte zu entschlüsseln, schreiben die Autoren. Um öffentlichen Aufruhr zu stiften, würden Internetbetreiber falsche Nachrichten lancieren. Oft werde versucht, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf Themen zu lenken, die den Interessen des Staates zuwiderlaufen und die Sicherheits- und Ordnungskräfte dazu zwingen, sich mit solchen Themen zu beschäftigen. Bestimmte politische Witze könnten in der Bevölkerung Unruhe stiften.

    Auch der Terrorismus mache sich das Internet zunutze, vor allem die Volksmodjahedin, Al Qaida und Israel verwenden das Internet, um dem islamischen Staat Schaden zuzufügen. Es sei interessant, dass Al Qaida für jede neue Botschaft eine neue E-Mail-Adresse´verwende.

    Das Internet zerstöre die Moral und verbreite das Verderben. Dies könne politische Folgen haben und die nationale Sicherheit in Gefahr bringen. Pornographie, Geschäfte mit Sex und Sex-Tourismus gehören zu diesem Bereich.

    Die Furcht, die die Parlamentarier in ihrem Paper äußern, ist nicht ganz unbegründet. Die Zahl der Internet-Nutzer ist in den letzten Jahren enorm angestiegen. Gegenwärtig gehen nach Schätzungen von Experten etwa sechs bis acht Millionen Menschen täglich ins Internet. Das ist immerhin ein Zehntel der Gesamtbevölkerung. Je größer die Zahl der Internetnutzer, desto hinfälliger wird die staatliche Zensur.

    Dem iranischen Volk können wichtige wichtige Informationen nicht mehr vorenthalten werden. Ausländische Fernseh- und Rundfunksender, die in persischer Sprache senden und eben auch das Internet schaffen Interessierten Zugang zu allen Informationen, die in eigenen Medien zensiert werden. Zwar versucht das Regime durch Drohungen, Inhaftierung und Bestrafung der Internetbetreiber, Journalisten und Weblogger, auch durch rigorose Filterungen von Internetzeitungen und Homepages der drohenden Entwicklung Einhalt zu gebieten.

    Aber gegen diese Entwicklung ist kein Kraut gewachsen. Das Forschungszentrum des Parlaments legt zum „Kampf gegen Internet-Feinde“ einige Vorschläge vor. Das Parlament solle neue Gesetze zu einer effektiveren Kontrolle des Internets verabschieden und damit ein hartes Vorgehen gegen die virtuellen Feinde ermöglichen. Die Androhung von Strafen und ihre Anwendung werde viele Sünder abschrecken, meinen die Autoren. Konkret schlagen die Verfasser des Papers vor, eine Internet-Polizei zu bilden. Diese müsse gut ausgebildet sein und über geeignete Geräte, Soft- und Hardware verfügen, um die Sünder rasch herausfinden und verfolgen zu können. Die Polizei müsste nach Ansicht der Autoren über ein Labor verfügen, in dem Texte, Bilder und Töne genau analysiert und die Botschaften genau entschlüsselt werden können."

    [Bahman Nirumand, Iran-Report 08/2006, via
    www.boell.de)

    Eine besonders geheime Botschaft kann man hier decodieren:

    www.youtube.com/watch?v=855c_Jbbf_Y&search=ahmadinejad
  • Antworten » | Direktlink »
#3 antosAnonym
#4 antosAnonym
#5 holga-waldaAnonym
  • 05.08.2006, 12:56h
  • @ antos

    danke für die links

    zum mitnehmen, kostenlos...

    www.weltexpress.info/index.php?artikel_id=13922&rubrik=2&lan
    =de


    Es blieb einmal mehr Altmeister Hermann Gremliza vorbehalten, seinen Nachwuchs noch in den Schatten zu stellen. Im Editorial der August-Ausgabe von Konkret schreibt er: »Dieser Krieg, der lange dauern und mit sehr wechselndem Einsatz geführt werden kann, endet entweder – und im besten Fall – mit der vollständigen Entwaffnung von Hamas, Dschihad, Al-Aksa-Brigaden und Hisbollah, bis zu welcher die Räumung der Westbank aufgeschoben wird, oder mit einem ganz anderen Krieg, in dem Israel jene Staaten, die eine zweite ›Endlösung der Judenfrage‹ betreiben, Syrien und den Iran allen voran, mit jeder Waffe angriffe, die ihm zu Gebote steht.«....

    oh, oh, da haben´s die kubaner ja noch gut, gestern hat die rice denen humanitäre hilfe angedroht, bei all den wirbelstürmen in der karibik, oh, oh...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 antosAnonym
#7 hwAnonym
#8 antosAnonym
  • 06.08.2006, 15:05h
  • @ hw

    Das IR-Regime tritt offensichtlich gerade in eine neue Phase ein - nachdem die Kür Ahmadinejads zum Präsidenten die Monopolisierung der Macht in den Händen der konservativen Islamisten beschlossen hat. Nicht einmal in der Geschichte der IR habe es eine so einseitig konservativ-islamistische Regierung je gegeben, sagt z. B. Iran-Beobachter Bahman Nirumand.

    Kaum am Hebel haben die Ultrakonservativen - deren Sprachrohr Ahmadinejad ist - ihre radikalen islamistischen 'Brüder' in die wichtigsten Positionen gehievt. Beispiele: Neuer Innenminister ist Mostafa Pourmohammadi, ehemals anno 1988 Teil eines dreiköpfigen Gremiums, das im Auftrag Khomeinis tausende von Dissidenten hinrichten ließ. Neuer Leiter des Ministeriums für Kultur und islamische Führung [umfasst die Zensurbehörde] ist Mohammad Hussein Saffar Harandi - bekannt geworden als stellvertretender Chefredakteur der ultrarechten Tageszeitung Kayhan durch seine Hetztiraden gegen Reformer und den verderblichen Westen; später war er auch Mitglied des Rates, der die politische Strategie der IR-Nachrichtenagentur festlegt. Neuer Verteidigungsminister ist Mostafa Mohammad Najar, der als Mitglied der 'Wächter der Revolution' auf die Niederschlagung oppositioneller Gruppen mit allen Mitteln, insbesondere auf die Niederschlagung von Autonomiebewegungen [Kurden, Azaris, Turkmenen etc.] spezialisert war. Neuer Außenminister ist Manutscher Mottaki - ebenfalls ein ultrakonservativer, der schon Khatami wegen seiner angeblich zu nachgiebigen Haltung kritisiert hat. Chefunterhändler bei den Atomverhandlungen ist jetzt - nach dem moderat-konservativen [...] Rohani - Ali Larijani, ebenfalls ein Ultrakonservativer, unter dessen Führung als Chef des staatlichen Rundfunks und Fernsehens die Staatssender gegen Khatami und die Reformbewegung auf Spur gebracht worden sind.

    Auch in den Ministerien und Banken und an der Börse haben die Islamisten aufgeräumt. Allein im Tehraner Außernministerium wurden ca. 300 Stellen neubesetzt, fast 40 Botschafter im Ausland sollen ausgetauscht worden sein. Sieben Direktoren staatlicher Banken wurden von heute auf morgen gefeuert - die Stellen mit allen Kampfgefährten Ahmadinejads neu besetzt. Die Tehraner Börse wurde einem 26-jährigen anvertraut...undundund...

    Jetzt nutzt das Regime den hochwillkommenen Krieg - den es selbst unterstützt bis hin zu offenen Aufrufen zur Vernichtung Israel vor einigen Tagen! - um alte Rechnungen zu begleichen und Zeichen zu setzen, die der Bevölkerung signalisieren sollen, dass das Regime immer am längeren Hebel sitzt und jederzeit von seinem selbstangemaßten Recht 'töten und sterben lassen' Gebrauch macht.

    Aktionen mit einer solchen Signalwirkung sind die Ermorderung von Akbar Muhammadi und die erneute Inhaftierung von Ahmad Batebi [bekannt als Bild: Er hält das blutige T-Shirt eines Freundes hoch]. Und jetzt eben das Verbot von Ebadis Organisation.

    Die früheren Phasen der islamischen Diktatur beschreibt Shirin Ebadi so:

    Teil I:

    www.heise.de/tp/foren/go.shtml?t=1&T=antos&sres=1&msg_id=109
    04848&

    forum_id=101673&k=cbf12cb1e733e7986e95353965f209b0

    Teil II:

    www.heise.de/tp/foren/go.shtml?t=1&T=antos&sres=1&msg_id=109
    04857&

    forum_id=101673&k=cbf12cb1e733e7986e95353965f209b0
  • Antworten » | Direktlink »
#9 antosAnonym
#10 antosAnonym