Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?5244

Geld verdienen mit Samenspenden? Bis zu 100 Euro kassieren? Spermaspender.de hilft dabei!

Von Carsten Weidemann

Die Meisten von uns kennen das Spiel. Nach dem morgendlichen "Druckablassen" fließt das kostbare Sperma in ein Taschentuch und verschwindet anschließend in der Toilette. Hurra, wir spülen mal eben 100 Euro den Kanal hinunter – denn so viel kann man theoretisch für die kostbare Flüssigkeit bekommen. Warum und wie? Immer mehr Menschen in Deutschland bleiben ungewollt kinderlos. Sei es, weil es sich um eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft von Frauen und Männern handelt oder weil der Mann einfach zeugungsunfähig ist. Leider sind die Kosten für eine künstliche Befruchtung in Deutschland immer noch sehr hoch und der Stress, dem die Paare ausgesetzt sind, ist immens. Lesben wird die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung mit Spendersamen in Deutschland oftmals nicht gegeben. Die beiden Portale www.spermaspender.de und www.portal.stammzellenspender.de bieten nicht nur umfangreiche Informationen zum Thema Spermaspende sondern auch die Möglichkeit, sich als Spender zu registrieren, um so kinderlosen Paaren oder allein stehenden Frauen zur Erfüllung ihres Traumes zu verhelfen.

Begonnen hat alles im Jahre 2003, als Joachim Welz in der örtlichen Presse einen Bericht über das Klonen von Stammzellen bzw. Stammzellentransplantation las. Inspiriert von dem Artikel errichtete Welz zwei Webseiten inklusive Forum zum Thema Samenspende, unerfüllter Kinderwunsch bzw. künstliche Befruchtung. Bereits wenige Tage nach dem Onlinegehen gingen die ersten Beiträge im Forum ein. Frauen, die einen Samenspender suchten wie auch Männer, die sich als Samenspender anboten, inserierten gleichermaßen. Heute gehören die Webseiten zu den größten einschlägigen Portalen im deutschsprachigen Raum mit vielen Links und Tipps zum Thema Samenspende. Als Zielgruppe sieht Welz vor allen Dingen lesbische Paare mit Kinderwunsch, allein stehende Frauen, die zwar Kinder möchten aber keinen Mann, Hetero-Paare, bei denen der Mann zeugungsunfähig ist und natürlich schwule Männer, die sich ein Kind wünschen – aber eben keine Frau.

Das Forum bzw. die Registrierung als Spender haben folgende Vorteile: man kann völlig anonym Nachrichten austauschen, sich ein detailliertes Bild über einen Spender machen, und wichtige "Eckdaten" wie Alter, Größe, Statur, Bildung, usw. abfragen. Sowohl Männer als auch Frauen können Ihr Spendenangebot bzw. Spendengesuch kostenlos veröffentlichen und auf eigene eingehende Nachrichten über das interne Mailingsystem antworten – die völlige Anonymität ist so gewährleistet. Die Anzahl der Anzeigen pro Benutzer ist nicht begrenzt. Wenn ein Benutzer auf fremde Anzeigen antworten möchte wird, eine einmalige Gebühr von 15 Euro für Männer und zehn Euro für Frauen erhoben. Um die Seriosität zu unterstreichen, hat Welz auch eine Hotline geschaltet. Unter der Rufnummer 0711 / 70 93 605 ist er montags bis freitags von 20 bis 21 Uhr und samstags bzw. sonntags von 18 bis 21 Uhr erreichbar.

20. Juli 2006



#1 HannesAnonym
  • 21.07.2006, 12:23h
  • Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass man in D für eine Samenspende zunächst einmal über 21 sein muss, einen abgeschlossenen Beruf haben oder Hochschulstudent sein muss, um als Spender in Frage zu kommen.
    Dann muss man unzählige Gesundheitstests bestehen und eine hohe Fruchtbarkeit mitbringen, was sich über Wochen hinzieht. Letztlich darf man auch nur an einer Bank „anlegen“ und zwar für maximal drei verschiedene Elternpaare.

    Dann muss man über Monate lang in regelmäßigen Abständen spenden. Noch dazu ist man natürlich zum Unterhalt gegenüber dem Kind verpflichtet!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 MichaAnonym
  • 21.07.2006, 13:16h
  • Etwas zwiespältig das Ganze. Wenn ich nur aufs Geld scharf bin, dann wären mir 100 Euro zu wenig. Und wenn ich doch lieber mehr als nur Spender sein würde, dann würde ich es auch umsonst machen. Wie mein Vorredner finde auch ich, dass die rechtliche Seite im Beitrag überhaupt nicht zur Geltung kommt. Anonym hin oder her. Zumindest beim Treffen oder spätestens beim Befruchten wird man doch gegenseitig die Namen ausgetauscht haben. Auch wenn man stillschweigend vereinbart, dass der Mann kein Unterhalt zahlen soll und die Frau beim Sozialamt angibt, dass sie den Vater nicht kennt, kann die Frau es sich jederzeit anders überlegen. Ich denke, dass ist vielen Spendern nicht unbedingt bewusst.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 BjoernXAnonym
  • 21.07.2006, 13:28h
  • @ Hannes:

    echt, man ist zum Unterhalt verpflichtet? ist eine Samenspende nicht komplett anonym und ohne Eintragung einer Vaterschaft?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 HannesAnonym
  • 21.07.2006, 22:42h
  • @BjoernX

    Naja, wir sind hier in Deutschland. Sobald du ein Kind machst, kann von dir Unterhalt eingefordert werden. Und eine seriöse künstliche Befruchtung wird nicht anonym durchgeführt.

    Als kluge Lesbe würde ich so etwas auch nicht anonym machen, denn wenn das Lesbenglück doch mal zerbrechen sollte und ich mein Kind alleine großkriegen muss, reicht ein Anruf beim Rechtsanwalt und möglicherweise ein Vaterschaftstest und für das Wohl des Kindes ist gesichert. Natürlich auf Kosten des sich anonym glaubenden Spenders. Es heißt nicht umsonst Samen"spende".
  • Antworten » | Direktlink »