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Hamburg/Berlin (queer.de) - Bundeswehrsoldaten auf Dienstreisen sollen fortan nicht mehr in der Nähe von "einschlägigen Lokalen" in der Schwulenszene übernachten, berichtet "Der Spiegel". Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf ein Schreiben des Bundesverteidigungsministeriums an den Petitionsausschuss des Bundestages: "Negative Auswirkungen auf das Ansehen der Bundeswehr sollen so vermieden werden", begründet demnach Berlin die Entscheidung. Auslöser für das Schreiben war der Protest eines Kölner Innenstadt-Hotels, das die Bundeswehr vor einigen Monaten aus ihrer Liste gestrichen hatte. Dort seien zu wenige Parkplätze vorhanden gewesen, wodurch die Soldaten durch ein Schwulenviertel laufen mussten, so der "Spiegel"-Bericht. Das Hotel selbst sei aber nicht beanstandet worden.
Volker Beck und LSVD kritisieren Verteidigungsministerium scharf
Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, nannte die Entscheidung "spießig, lächerlich und womöglich rechtswidrig". Dies sei ein Fall für das am 1. August in Kraft tretende Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), so Beck. Auch der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) zeigte sich empört: "Die Anordnung des Ministeriums ist kulturell rückschrittlich und undemokratisch", so LSVD-Sprecher Jacques Teyssier. Soldaten nähmen keinen Schaden, "wenn sie an einer Schwulenbar vorbeigehen". Er forderte eine Reaktion vom Berliner CDU-Bürgermeisterkandidaten Friedbert Pflüger, der am Samstag beim Hauptstadt-CSD mitgelaufen war. "Als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung sollte er sich für die Rücknahme der Maßnahme und eine Entschuldigung gegenüber den Betroffenen einsetzen", verlangte Teyssier. (dk)

aktualisiert am 23.7., 11:45 Uhr



19 Kommentare

#1 SaschaWAnonym
  • 22.07.2006, 22:28h
  • Ich glaub es ja wohl nicht, diese verdammten Spiesser! Erstens werden in der Bundeswehr mehr Ärsche gef**** als in jedem Darkroom und zweitens gibt es überhaupt keinen Grund, sich so aufzuführen.....

    Ich meine, ich muss auf meinem Weg zur Schule durch ein, man mag es kaum glauben, Heten-Viertel laufen!!!! Beschwer ich mich?
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#2 SaschaAnonym
  • 22.07.2006, 23:45h
  • Schon gemerkt?

    Die konservative "Konterrevolution" in diesem Lande ist in vollem Gange, bevor überhaupt jemals eine progressive "Revolution" stattgefunden hat.

    Ich beneide die Spanier um ihre Regierung und vor allem den Regierungschef!
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#3 dani2025Anonym
  • 23.07.2006, 02:58h
  • Ich weiß gar nicht warum hier schon wieder so laut protestiert wird??

    Im ersten Satz wird noch von "einschlägigen Lokalen" gesprochen, weiter unten dann davon, daß die Soldaten "durch ein Schwulenviertel laufen müssen". Demnach liegts außerhalb und wurde sowieso nicht beanstandet. Abgesehen davon würde ich sowieso kein Hotel buchen, wo ich nicht mitm Auto direkt vor die Tür fahren kann.

    Es ist ja nicht so, daß schwulen Soldaten verboten wird sex zu haben. Im Zusammenhang mit weiblichen Soldaten tritt, in einschlägigen Kreisen, immer wieder der Begriff der "GeZi-Schlampe" auf. Zur Information: das ist eine Frau, die beim Bund promiskuitiven Sex hat. Das wird auch nicht an die große Glocke gehängt, ist aber ebenso unerwünscht! Daher wird der Bund wohl auch kaum Hotelzimmer in unmittelbarer Nähe zu Bordellen buchen...
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#4 SaschaAnonym
  • 23.07.2006, 11:28h
  • Immer wieder erstaunlich zu sehen, wie sich so mancher hier um Kopf und Kragen redet, nur um sich mit der spießbürgerlichen Gesellschaft zu verkumpeln sowie Diskriminierung und kulturelle Rückständigkeit um jeden Preis zu entschuldigen.

    Ich plädiere dafür, weder die räumliche Nähe von Hetero-Bordellen noch von Homo-Vierteln zu einem Kriterium für die Wahl von Übernachtungsgelegenheiten zu erheben.
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#5 gerdAnonym
  • 23.07.2006, 12:16h
  • Sollte diese Anweisung bestehen, so ist dies ein echter Skandal innerhalb der Bundeswehr.

    Da sollte Herr Pflüger von der CDU einmal in der Bundeswehr nachhaken, wenn er denn ernst in seinen Äußerungen in Berlin wahrgenommen werden will.

    Das Schreiben ist diskriminierend: insbesondere da Hotels in Rotlichtvierteln der Hetenwelt wohl nicht in all den Jahrzehnten gestrichen wurden.

    Ganz im Gegenteil in Sankt Pauli konnte man schon so machen Bundeswehrsoldaten auf Dienstreise sichten und da ist auch keiner auf die Idee gekommen, Dienstreisen zu verbieten.
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#6 rudolfAnonym
  • 23.07.2006, 14:29h
  • In Köln ist homo- und heterosexuelle Straßenprostitution verboten und es gibt auch keinen öffentlichen Drogenhandel mit der damit verbundenen Straßenkriminalität.

    In allen Ecken Kölns können demnach Bundeswehrangehörige unbedenklich übernachten. Wer sich durch einige Bars in der Nähe gestört fühlt, die er meiden kann, wenn er nur will, ist schlicht und einfach homophob. Das ist genauso schlimm, als wenn man Soldaten nicht in der Nähe von türkischen Gemüsehändlern oder jüdischen Koscher-Läden übernachten ließe.
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#7 MalteAnonym
  • 23.07.2006, 15:02h
  • Würden alle Soldaten dieser Welt lieben (egal ob Männer oder Frauen) statt töten, wäre diese Welt besser!!!

    Aber das Verteidigungsministerium sorgt sich darum, dass Soldaten an Homokneipen vorbei müssen... Die sollen eher dafür sorgen, dass sie nicht in den Krieg müssen. Verkehrte Welt - wie bei allem, was mit Waffen, Rüstung und Krieg zu tun hat...

    "Die Rüstungsindustrie ist in der Tat eine der größten Gefahren der Menschheit!"
    (Albert Einstein)

    "Man hat mir eine Medaille verliehen,
    weil ich einen Mann tötete, und mich
    ausgemustert, weil ich einen liebte."
    (Leonard Matlovich, US-Seargant)
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#8 PatriotAnonym
  • 23.07.2006, 15:17h
  • Analog zu den Forderungen Polen aus der EU auszuschliessen,fordere ich nun:Deutschland raus aus der EU.!!
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#9 hwAnonym
  • 23.07.2006, 15:32h
  • ...gab´s früher schon, hieß "raus aus der nato", brüllte man solange bis man praktikant, minister, projektleiter, bundestagspräsidentin, umweltminister, etc. wurde.
    war eine lieblingsbeschäftigung der sog.
    "maoisten", zu pol pot meinten die damals nix oder dummes, als ob sie geahnt hätten, dass sie mal nato-bomben schmeissen dürfen. na ja nur streetfight, war denen nicht rough genug...hat aber funktioniert, lehren in princeton, wohnen im grunewald.
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#10 hw nachtragAnonym
  • 23.07.2006, 15:53h
  • ..diese dame tingelte einst mit dem
    "..raus aus.."-programm im antiimperialistischen vollrausch durch die republik - auf spendenbasis.

    grüne metamorphosen vom antiimpibär über den koalabär zum kongobär...

    vorher:

    www.answers.com/topic/angelika-beer

    nachher:

    www.angelika-beer.de/index.php?/s,2/o,article,390/

    sie war eine teilnehmerin der "informationswehrübung" von letztens,
    kdvler und exkdvler waren unerwünscht.
    war so ne art embedded-übung für kommendes. also jetzt kein einmarsch in polen nach homo-quartier...
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