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  • 24.07.2006           14       | | |

SPD: Pflüger muss Truppenerlass kippen

Wegen des Bundeswehrerlasses unter feindlichem Beschuss: CDU-Kandidat Friedbert Pflüger
Wegen des Bundeswehrerlasses unter feindlichem Beschuss: CDU-Kandidat Friedbert Pflüger

Berlin (queer.de) - Der Berliner CDU-Bürgermeisterkandidat Friedbert Pflüger soll nach dem Willen der SPD den Homo-Bundeswehrerlass wieder rückgängig machen. Der Erlass besagt, dass Bundeswehrsoldaten nach dem Willen des Bundesverteidigungsministeriums auf Dienstreisen nicht mehr in der Nähe von "einschlägigen Lokalen" in der Schwulenszene übernachten dürfen (queer.de berichtete). Pflüger selbst ist seit 2005 Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Daher solle der CDU-Politiker "Stellung zu dem Vorgang nehmen und dafür sorgen, dass diese Regelung rückgängig gemacht wird", forderte der SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller im heute erschienenen "Tagesspiegel". Er schloss sich damit einer Forderung des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) an. "Es handelt sich um eine eindeutige Diskriminierung von Homosexuellen und um eine eklatante Verletzung des im Grundgesetz verankerten Gleichheitsgrundsatzes", so die Begründung. Pflüger ist am Samstag in der Berliner CSD-Parade mitmarschiert und hat dabei die schwul-lesbischen Wähler aufgefordert, nicht automatisch für Wowereit zu votieren, nur weil der Bürgemeister schwul sei (queer.de berichtete). Die Abgeordnetenhauswahlen finden am 17. September statt. (dk)




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Reaktionen zu "SPD: Pflüger muss Truppenerlass kippen"


 14 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)

S.  1  2
Die ersten:   
#1
24.07.2006
14:12:22


(0

Von gerd

Da darf man dann jetzt gespannt sein, was bei Pflüger nur Worte sind und was er ernsthaft auch in diesem Thema vertritt.

Auf der einen Seite finde ich es gut, dass er beim CSD Flagge gezeigt hat und vor Ort war, dass muss man lobend erwähnen und darf dies nicht "kaputtreden". Es ist ein Fortschritt für die CDU, wenn konservative Politiker beim CSD erscheinen.

Auf der anderen Seite ist er dann auch im Verteidigungsministerium in der Pflicht, wenn er dort eine solche Verantwortung trägt.

Haltbar ist das Schreiben, soweit es existiert, auf jeden Fall nicht und dürfte schon bald Geschichte sein...einfach lächerlich und spiessig, dass Soldaten auf Dienstreise vor Schwulenvierteln "geschützt" werden sollen.

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#2
24.07.2006
14:31:43


(0

Von manni2

Der Vorname Friedbert..sagt schon mehr als tausend Worte.....

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#3
24.07.2006
15:26:43


(0

Von SaschaW

Da schliesse ich mich meinem Vorredner an

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#4
24.07.2006
15:33:44


(0

Von Gerd

Vielleicht sollten die Bundis dann auch nicht da übernachten, wo Bordelle, Bars, Spielhallen und Erotikshops sind. Auch das schädigt das Ansehen der Truppe...!

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#5
24.07.2006
16:10:23


(0

Von Tim

"Pflüger ist am Samstag in der Berliner CSD-Parade mitmarschiert und hat dabei die schwul-lesbischen Wähler aufgefordert, nicht automatisch für Wowereit zu votieren, nur weil der Bürgemeister schwul sei "

Aber ich werde auch garantiert für niemanden stimmen, der nur zum Stimmenfang beim CSD dabei ist, weil er weiß, dass man es in einer Stadt wie Berlin ohne die Stimmen der zahlreichen Schwulen und Lesben schwer hat.

Wenn der CSD-Auftritt nicht nur Wahlkampf ist, sondern es ihm ernst ist, frage ich mich, warum er Schwule als Untermenschen behandelt, die bloß nicht in die Nähe von Soldaten kommen dürfen?! Sind wir ansteckend oder was?

Wie bei Schwesterwelle: wenn es um unsere Stimmen geht sind sie bei jeder Aktion dabei, aber die tatsächliche Politik spricht eine ganz andere Sprache!

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#6
24.07.2006
18:21:16


(0

Von Bebe

Habe im RBB TV das Interview beim CSD gesehen, der typ hat Wahlkamp gemacht, und sonst überhaupt gar nichts.

Der sollte sich was schämen.....

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#7
24.07.2006
18:52:19


(0

Von alf

Hoffentlich fallen keine Schwulen auf die Masche von Pflüger und seinen christlichen Freunden (und Medienfreunden) rein. Ein Beispiel "seiner Toleranz und Weltoffenheit " hat er auch mit seinem Protest gg. den Bau einer Moschee in Berlin gegeben. In Hameln gab es mal einen Rattenfänger...

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#8
24.07.2006
19:10:34


(0

Von SAM

Was denn das für ein Erlaß? Auf jeden Fall muss man dann verbieten wie schon gesagt, daß Bundis nicht in der nÄhe von Spiehallen, Puffs und ähnlichem übernachten. Aber dann wird es schwierig, weil es in Großstädten und Mittelstädten wohl eher unmöglich ist!

Ob sich Herr Pflüger diesem Protest anschließt wage ich zu bezweifeln! Natürlich gibt es in der CDU offene Politiker die sich für Schwule und Lesben einsetzen. Aber wenn einer das entdeckt, wenn er für ein Amt wie das des regierenden Bürgermeister kandidiert finde ich das eher aufgesetzt! Herr Pflüger sollte jetzt schon mal Akzente setzen, daß Schwule Woweiet nicht nur wählen weil er schwul ist!
Er hatte doch genug Zeit, aber wo war Herr Pflüger und sein Stab als es um es LPARTG ging. Man sollte den Abend nicht vor dem Morgen loben!

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#9
24.07.2006
20:05:10


(0

Von FDP

Aufklärung über Sonderregelungen für Bundeswehr-Übernachtungen in "Schwulenvierteln" verlangt. Sonderregelungen gegen Übernachtungen von Soldaten in der Nähe von Kneipen und Bars mit schwulen Besuchern sind inakzeptabel.

BERLIN. Zu den Meldungen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", dass das Bundesministerium der Verteidigung die Übernachtung von Bundeswehrangehörigen in sogenannten Schwulenvierteln vermeiden wolle und es eine entsprechende Anweisung gebe, erklärt der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael KAUCH:



Ich habe in zwei parlamentarischen Fragen an die Bundesregierung heute eine Aufklärung des Parlaments zu Bundeswehr-Übernachtungen in "Schwulenvierteln" verlangt. Konkret frage ich, ob die Berichterstattung des "Spiegels" zutrifft. Außerdem möchte ich wissen, ob es vergleichbare Regelungen für Übernachtungsmöglichkeiten in heterosexuellen Diskotheken- und Kneipenvierteln, in Vergnügungsvierteln wie der Reeperbahn in Hamburg oder in der Nähe von heterosexuellen Bordellen, Sexkinos, Table-Dance-Bars, Swinger-Clubs oder vergleichbaren Einrichtungen gibt.

Sonderregelungen gegen Übernachtungen von Soldaten in der Nähe von Kneipen und Bars mit schwulen Besuchern sind inakzeptabel. Die rot-schwarze Bundesregierung kann sich bei den Christopher Street Days nicht für das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz feiern lassen und zugleich diskriminierende Anweisungen für die Bundeswehr herausgeben. Im übrigen stellt sich die Frage, warum Hotels mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis ausgelistet werden, nur weil deren Nachbarschaft nicht den Wertvorstellungen der Verantwortlichen im Ministerium entspricht.

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#10
24.07.2006
20:21:08


(0

Von holga-walda

so ist die fdp:

Das Credo des Neoliberalismus, dessen Verständnis von Rechtsstaatlichkeit und Bürgerrechten hat schon lange vor Hayek der französische Schriftsteller Anatole France sehr treffend charakterisiert: "Das Gesetz macht alle auf erhabene Weise gleich: Es verbietet allen Menschen unter Brücken zu schlafen und Brot zu stehlen - den Armen ebenso wie den Reichen."

d.h. für hier:
ähm, sollen jetzt alle im mileu dürfen oder alle nicht, was genau bezwecken die anfragen ?
was der beitrag hier bezweckt weiß ich.
wie macht man aus hinströmen westerwellen.

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