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  • 25.07.2006           19       | | |

Bundeswehr weist Kritik zurück

Verlangt Aufklärung: Michael Kauch (FDP)
Verlangt Aufklärung: Michael Kauch (FDP)

Berlin (queer.de) - Die Bundeswehr bezeichnet die Auslistung eines Kölner Hotels nahe der Schwulenszene als "absoluten Einzelfall". "Die sexuelle Neigung spielt bei der Bundeswehr keine Rolle", so eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums zur Nachrichtenagentur ddp. Dem "Tagesspiegel" sagte ein Sprecher, dass sich Dienstreisende der Truppe "über die Unterbringung beschwert hatten, weil es ihnen unangehm war, wegen mangelnder Parkplätze vor dem Hotel in Uniform an diversen Sex-Shops und Homosexuellenbars vorbeizugen". "Der Spiegel" hatte am Wochenende unter Berufung eines Schreibens des Verteidigungsministeriums berichtet, dass Bundeswehrsoldaten nicht mehr in der Nähe von "einschlägigen" Homo-Lokalen übernachten müssten (queer.de berichtete).
Pflüger verteidigt sich
Der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Friedbert Pflüger hat sich gegen Kritik seitens der SPD, der Grünen und des LSVD verteidigt. "Ich habe das klare Signal in das Ministerium gegeben, dass Diskriminierung von Homosexualität inakzeptabel ist", so der Politiker zum ddp. Vor dem "Spiegel"-Bericht habe er nichts vom Vorgang in Köln gewusst. Pflüger war in die Kritik geraten, weil er am Samstag beim CSD mitdemonstriert hatte, sich aber zunächst nicht zu den Vorgängen geäußert hatte. Der 51-Jährige tritt im September bei den Abgeordnetenhauswahlen gegen den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) an.
Kauch: Anfrage an Bundesregierung
Der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Michael Kauch (FDP) hat mit einer Parlamentarischen Anfrage Aufklärung von der Großen Koalition über die Sonderregelungen für Bundeswehrübernachtungen gefordert. "Konkret frage ich, ob die Berichterstattung des 'Spiegels' zutrifft", so der 39-Jährige. "Außerdem möchte ich wissen, ob es vergleichbare Regelungen für Übernachtungsmöglichkeiten in heterosexuellen Diskotheken- und Kneipenvierteln, in Vergnügungsvierteln wie der Reeperbahn in Hamburg oder in der Nähe von heterosexuellen Bordellen, Sexkinos, Table-Dance-Bars, Swinger-Clubs oder vergleichbaren Einrichtungen gibt." (dk)




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Reaktionen zu "Bundeswehr weist Kritik zurück"


 19 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)

S.  1  2
Die ersten:   
#1
25.07.2006
15:41:48


(0

Von Flexi

Wer sich seiner Sexualität bewusst ist, dem braucht es auch nicht "unangenehm" zu sein, an einer Schwulenkneipe oder an einem Sexshop vorbei zu gehen. Die Bundeswehr scheint ja ein ziemlich verklemmter Haufen zu sein.

Übrigens: wer immer wieder betont, nichts gegen Schwule zu haben aber dennoch solche Probleme hat, hat in Wirklichkeit sehr wohl was gegen Schwule.

Hotels zu meiden, weil sie in der Nähe von Schwulenvierteln liegen ist ja wohl Diskriminierung und Bigotterie hoch zehn!

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#2
25.07.2006
15:46:07


(0

Von Ted

Kein Wunder, dass wir die letzten beiden Kriege verloren haben, wenn deutsche Hetero-Soldaten so weinerlich sind..........

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#3
25.07.2006
16:04:24


(0

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar

@Flexi

"Die Bundeswehr scheint ja ein ziemlich verklemmter Haufen zu sein"

Da haben wir schon ein "Problem". Die BW wird als eine Einheit gesehen, es sehen ja alle gleich aus gell..... dass da tausende unterschiedlichste Menschen arbeiten (Vielfalt und so) von denen bestimmt genug verklemmt sind aber genug auch offener oder gar schwul oder lesbisch lässt man da mal schnell unter den Tisch fallen.

@Ted

sogar für die Bildzeitung zu blöd.... schalt mal dein Hirn ein!

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#4
25.07.2006
16:26:43


(0

Von Jean

Also das wir den Krieg verloren haben lag mit Sicherheit nicht an den Soldaten sondern an einigen hirnverbrannten Idioten sich sich in ihrem Weltbeherrschungswahn maßlos überschätzt haben. Zudem sollten wir froh sein den Krieg verloren zu haben KZ´s sind auf Dauer keine schöne Einrichtung da wären wir Schwulen zwangsweise gelandet.

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#5
25.07.2006
16:28:16


(0

Von Torben

Oh Wunder... Die Bundeswehr wird sicher nichts sagen "Wir hassen Homos so sehr, dass wir es nicht mal in ihrer Nähe aushalten."

@Seb1983:
Mit "Die Bundeswehr" meinte ich die Führung, die solche Entscheidungen zu verantworten hat. Die Mehrheit ist ja eh gleichgeschaltet und hört gezwungenermaßen auf jeden Befehl. In sofern ist Individualität natürlich (wie bei jeder Menschengruppe) vorhanden, spielt beim Militär aber kaum eine Rolle.

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#6
25.07.2006
17:32:01


(0

Von Üwchen

Wo soll denn dieses Ominöse Hotel sein bitte? Mir ist in Köln keine strasse bekannt wo diverse sexshops "und" schwulenkneipen sind. in der schaafenstr ist kein einziger sexshop und in der kettengasse sind keine diversen schwulenläden. vielleicht sind die absichtlich daran vorbei obwohl es ein umweg war??

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#7
25.07.2006
18:31:10


(0

Von SAM

@6: Ich würde sagen, so wird ein Schuh daraus! Die haben wohl mal geschaut wo sie sich amüsieren können und waren dann geschockt mit wem sie sich amüsiert haben :-))))!

Und selbst wenn, in Köln in der Nähe nur NichtSchwules zu haben ist ja fast unmöglich!!!!!

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#8
25.07.2006
18:45:49


(0

Von anderswo gelesen

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck hatte Pflüger zuvor
scharf kritisiert. «Man kann nicht als Berliner CDU-Spitzenkandidat
beim CSD zum Zeichen vermeintlicher Solidarität bei Schwulen und
Lesben die Regenbogenbändchen durchschneiden und als
Parlamentarischer Staatssekretär am Montag Homosexuelle
diskriminieren», sagte Beck.

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#9
25.07.2006
19:14:34


(0

Von PerroCGN

"weil es ihnen unangehm war, ... in Uniform an diversen Sex-Shops und Homosexuellenbars vorbeizugen". " - Wer zwingt die Soldaten denn, genau diesen Weg zu gehen - es gibt bestimmt noch mehr Wege zu diesem Hotel!!!

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#10
25.07.2006
19:14:48


(0

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar

na dann sollte man auch besser sagen dass man die Führung meint :-))

Bei der Bundeswehr hat sich in den letzten Jahren schon einiges getan, nicht nur bei der Neuausrichtung seit Ende des Ost West Konfliktes sondern auch im Inneren (Stichwort Sexualerlass)
Natürlich geht das alles viel zu langsam und grade die schon fast im Verwesungszustand befindende Führung sollte sich der Realität (Stichwort Wehrpflicht, Wehrgerechtigkeit) besser stellen.

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