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Schauspieler Ian McKellen ist überraschend zum Oberstleutnant im US-Militär ernannt worden - obwohl er offen schwul ist.

Von Dennis Klein

Wer sich im US-Militär zu seiner Homosexualität bekennt, muss sich normalerweise schon mal nach einem neuen Job umsehen. Die seit 1993 angewendete "Don't ask, don't tell"-Regelung erlaubt Schwulen und Lesben zwar, den Vereinigten Staaten zu dienen - allerdings müssen sie ihre sexuelle Orientierung geheimhalten. Der Schauspieler Ian McKellen tut das nicht: Der Brite war einer der Gründer der Homo-Gruppe Stonewall, die seitdem weit über England hinaus für Schlagzeilen sorgte. Geoutet ist der Held aus "Herr der Ringe" und "X-Men" bereits seit 1988. Wiederholt setzte er sich für schwul-lesbische Belange ein, egal ob für homosexuelle Schüler oder für die Öffnung der Ehe. Im konservativen amerikanischen Süden wurde dem schwulen Superstar nun eine unerwartete Ehre zuteil: Der Gouverneur von Georgia machte ihn zum Oberstleutnant ehrenhalber in der Nationalgarde, der Reservetruppe des Staates.

"Ich war in Atlanta, um den Film 'The Da Vinci Code' zu promoten und die wollten mich ehren", erinnert sich McKelllen laut "New York Daily News". "Dann hat mich der Gouverneur zum Oberstleutnant gemacht. Die 'Don't ask, don't tell'-Regeln werden offenbar nicht auf mich angewendet." Jetzt habe der Schauspieler eine "hübsche Urkunde" in seinem Büro hängen. "Aus Versehen haben die mich zum Vorzeigeschwulen in der Armee gemacht. Schwule können also dienen!".

Gouverneur Sonny Perdue hatte wohl nicht die Absicht, sich als Vorreiter für schwul-lesbische Rechte zu profilieren. Denn der Republikaner hat unlängst ein Verbot der Homo-Ehe in der Regionalverfassung durchgesetzt und gilt als glühender Anhänger der "Don't ask don't tell"-Politik. "Wir haben uns erstmal totgelacht, als wir von der Ernennung erfahren haben", erzählt Chuck Bowen von der Homo-Gruppe "Equality Georgia". "Ich bin mir ziemlich sicher, die wussten nicht, dass McKellen offen schwul ist. Sonst hätten sie ihm nicht diese Ehre teilwerden lassen."

Im patriotischen Süden, der immer noch den verlorenen Bürgerkrieg vor 140 Jahren bis zur Unkenntlichkeit verklärt, gilt eine solche Ernennung als Ritterschlag (den McKellen in seiner Heimat bereits 1991 erhalten hatte). Das Büro des Gouverneurs verweigert unterdessen jeden Kommentar - man will den peinlichen Vorgang möglichst ausschweigen. Denn immerhin muss sich Perdue im November wieder den Wählern stellen - der Ausgang ist neuesten Umfragen zufolge offen.

26. Juli 2006



Ian McKellen hat Krebs

Der 73-jährige Schauspieler Ian McKellen hat erklärt, dass er seit "sechs oder sieben Jahren" unter Prostatakrebs leidet.
Keine Hotel-Bibel ist sicher vor Sir Ian McKellen

Ian McKellen findet, dass die Bibel eigentlich ein ganz interessantes Buch ist, wenn die homofeindlichen Stellen entfernt worden sind.
#1 AvarielAnonym
  • 26.07.2006, 15:51h
  • So lieben wir die Republikaner... Trottelig wie Ihr Oberhaupt schiessen sie die schönsten Eigentore :-)
    Es lebe Sir Ian!
    SIR, JA, SIR!
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#2 SAMAnonym
  • 26.07.2006, 17:52h
  • Das Dummheit keine Grenzen kennt, ist ja hinlänglich bekannt:-)! Aber das ist wohl ein Gesellenstück, gut zu wissen das Republikaner anscheinend wenigZeitung lesen oder so ( würde ja auch nur ihr religiöses konservatives Empfinden stören) so passiert es , was nun geschehen ist.

    Ein Hoch auf den Neuen Schwulen öffentlich geehrten Militär der Südtstaaten:-)!
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#3 No E-PaTENTSAnonym
  • 26.07.2006, 21:21h
  • Das hier finde ich auch nett:

    www.arcor.de/content/liveticker/newsticker_f.html

    26.07.2006, 20:01 Uhr
    Ehemaliger 'N Sync-Musiker Lance Bass outet sich als schwul
    New York (dpa) - Der frühere 'N Sync-Sänger Lance Bass hat sich erstmals öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Dem Magazin «People» sagte er, zu Zeiten der Boygroup hätte sein Outing «alles überschattet». Er oute sich jetzt, weil die ständigen Gerüchte sein persönliches Leben beeinträchtigten, sagte der 27-Jährige Bass. Derzeit sei er in einer festen Beziehung mit dem 32-jährigen Model und Schauspieler Reichen Lehmkuhl. Zu 'N Sync gehörte auch Popsänger Justin Timberlake.
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#4 SaschaWAnonym
  • 27.07.2006, 13:50h
  • Da passt ja etwas gehörig nicht zusammen, erst Don´t ask, don´t tell und jetzt bekommt Gandalf den rosa ehren Orden?
    Ich meine, selbst, wenn die "einen Fehler" gemacht haben, was offensichtlich zu sein scheint, wenn sich das offizielle Büro dazu nicht äussern will, kann man sich wünschen, diese Aktion als einen symbolischen Grundstein zu sehen. Es geht nämlich nicht, dass man Schwule und Lesben diskriminiert und bei Prominenten eine Ausnahme macht...

    Und eine aberkenung des Titels bzw. der Verleihung halte ich persönlich für sehr unwahrscheinlich, weil es dem Eingestehen eines Fehlers gleich kommt und wahrscheinlich noch zu heftigen Protesten führen würde.
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#5 charlyAnonym