Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?5298

Wellington (queer.de) - Eine in Neuseeland durchgeführte Studie zeigt, dass Hausärzte und Arzthelfer eher negativ auf Lesben als auf Schwule reagieren. Forscher der Massey University haben 2.269 Schwule, Lesben und Bisexuelle befragt, wie offen sie mit ihrer sexuellen Orientierung gegenüber dem medizinischen Personal sind und welche Reaktionen sie erhalten haben. Demnach sind sich 72 Prozent der Frauen und 65 Prozent der Männer ihrem Hausarzt gegenüber geoutet. Von ihnen berichteten 22 Prozent der weiblichen Befragten, dass ihr Doktor beim Coming-out mit Unbehagen reagiert habe - bei den Männern waren es nur 14 Prozent. 43 Prozent der Männer sagten ferner, dass das Wissen des Arztes um die sexuelle Orientierung die Gesundheitsversorgung positiv beeinflusst habe. Bei den Frauen waren es nur 28 Prozent. Dagegen meinten fünf Prozent der weiblichen Befragten, die Enthüllung habe ihnen geschadet - doppelt so viele als bei den Männern. "Es ist wichtig, dass die Hausärzte von der Sexualität ihrer Patienten wissen. Andernfalls sind negative Auswirkungen auf die Patienten zu befürchten", so Stephen Neville von der Massey University, einer der Studienleiter. "Zum Beispiel haben schwule, lesbische oder bisexuelle Menschen ein höheres Risiko, Selbstmord zu begehen oder an Depressionen zu leiden." Die Ergebnisse werden im britischen "Journal of Advanced Nursing" veröffentlicht. (dk)



#1 seb1983
  • 26.07.2006, 23:26h
  • also unter Depressionen leide ich nicht von daher muss es meinen Hausarzt nichts angehen.
    Und etwa bei meiner Hepatitis-Impfung hab ich entgegen seinem Standpunkt halt gemeint ich will sie haben und fertig, bin ja mündiger Patient :-)
  • Antworten » | Direktlink »
#2 blumen-freundAnonym
  • 27.07.2006, 00:27h
  • du kannst, wenn du deine hepatitis-impfung haben möchtest, zu dem arzt schlicht und einfach sagen, du gehörst zu einer "risikogruppe". welche gruppe das ist, kann er sich dann selbst überlegen. solltest du gesetzl. versichert sein, übernimmt dann die krankenkasse sogar die kosten.

    oder aber du sagst ihm einfach, dass du schwul bist - ärzte haben so viel mit menschen zu tun, da würde es mich wundern, wenn du der erste schwule bist, der ihm "untergekommen" ist. in der regel wird er dich dann auch nicht sofort wie einen aussätzigen behandeln, das zeigen ja die umfragewerte des berichts.

    ich habe die erfahrung gemacht, dass mein hausarzt mir dann einen HIV-test angeboten hat
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SchwertschluckerAnonym
  • 27.07.2006, 08:12h
  • "ich habe die erfahrung gemacht, dass mein hausarzt mir dann einen HIV-test angeboten hat"

    @blumen-freund

    Das halte ich aber für eine keineswegs angemessene Reaktion eines Hausarztes, nur wenn man sich als Schwuler zu erkennen gibt. Ich wäre da ziemlich irritiert. Um jemandem einen HIV-Test zu empfehlen, bedarf es schon triftigerer Gründe.

    Gruß Gernot
  • Antworten » | Direktlink »
#4 SaschaWAnonym
  • 27.07.2006, 13:25h
  • Also, auf der einen Seite fände ich die Reaktion okay, einen HIV-Test angeboten zu bekommen, aber auf der anderen Seite wird man daran erinnert, dass man als Schwuler automatisch in die Schublade der Risikogruppe gesteckt wird.

    Es stimmt ja auch irgendwo, aber es gibt auch im Jahr 2006 noch Leute, die SaferSex haben und das Rsiko einer Ansteckung nicht größer ist als bei nicht Risikogruppen....
  • Antworten » | Direktlink »