Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?5315

Berlin (queer.de) - Sänger Ivan Rebroff fühlt sich in Deutschland nicht ausreichend gewürdigt. "Ich bin kein russischer Schlagerfuzzi" sagte Rebroff in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" anlässlich seines 75. Geburtstags. "Man glaubt in Deutschland, dass ich nicht bis drei zählen kann", ergänzte Rebroff. Seine klassischen Erfolge, seine Musikwettbewerbe und seine Interpretationen des Zwölfton-Komponisten Arnold Schönberg würden hier zu Lande verschwiegen. Im Ausland fühle er sich mehr gewürdigt, erklärte er. Rebroff, der fünf Sprachen fließend spricht, geht nach eigener Aussage weiter mit ungebrochener Energie an die Arbeit. Alter sei keine Frage der Jahre, sondern der Einstellung. "Das größte Geschenk meines Lebens ist meine Stimme", sagte er. Pro Jahr tritt er noch immer bei rund 200 Konzerten auf. Der Sänger geht ab dem 7. August auf Europa-Tournee, die ihn unter anderem durch Deutschland, Österreich und die Schweiz führen wird. Der am 31. Juli 1931 als Hans-Rolf Rippert in Berlin geborene Rebroff lebt heute in Griechenland auf der Sporaden-Insel Skopelos, die ihn als Ehrenbürger aufgenommen hat. Seitdem hat er auch die griechische Staatsangehörigkeit. 1985 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz in Würdigung seines Einsatzes für die Völkerverständigung zwischen Ost und West verliehen. Seit einigen Jahren steht er als Eintrag im Buch "Out!", einer Sammlung von 800 prominenten Homo- und Bisexuellen. Dagegen wollte er laut dem Schweizer Online-Magazin "g26.ch" zunächst klagen, änderte aber seine Meinung als er den lexikalisch-neutralen Charakter seines Eintrags erkannte. (jg)