Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?5342

London (queer.de) - Auf einer Liste des "Q"-Magazins mit den schlimmsten Peinlichkeiten der Pop-Geschichte haben es auch zwei Homo-Hymnen geschafft. So ergatterten "Don’t Stop Movin’" von S Club 7 und Gloria Gaynors "I Will Survive" einen Platz in der unrühmlichen Top-Ten (Rang drei und zehn). "Don’t Stop Movin’" von S Club 7 erreichte 2001 Platz eins der englischen Charts und wird in englischen Gay-Clubs gerne als Anheizer genutzt, um die Jungs auf die Tanzfläche zu locken. Dabei imitieren die Engländer gerne die Michael-Jackson-artigen Bewegungen von Bandmitglied Bradley. "I Will Survive", ursprünglich die B-Seite der Single Gloria Gaynor Single "Substitute", stand 1979 auf Platz eins der Charts in Großbritannien und den USA. Tausende Drag-Queens weltweit führen den Karaoke-Favoriten und Frauenemanzipationsklassiker noch auf. Über den Thron der "peinlichen Top-Ten" darf sich Jeff Lynnes Electric Light Orchestra (ELO) mit "Livin’ Thing" freuen. Auf dem zweiten Platz landeten die Rocker von Boston mit "More Than A Feeling". Englands größtes Musik-Magazin "Q" empfahl seinen Lesern trotz aller Geschmackssünden, zu jeglichen musikalischen Vorlieben zu stehen. Auch ELO bekam trotz "überdrehter Einleitung" und der Verwendung von Flamenco-Gitarren für "Livin' Thing" letztlich doch das verdiente Lob. "Es ist in Ordnung, diese Platten zu lieben", so das Blatt. Weitere Titel unter den Top Ten sind "Cold as Ice " von Foreigner und "Whatever You Want" von Status Quo. (jg)



#1 seb1983
  • 03.08.2006, 16:24h
  • Extra Homo Charts aufzustellen finde ich ohnehin schwachsinnig.

    Bei angeblichen Homocharts wie " i will survive" oder noch schlimmer "er gehört zu mir" wackelt bei uns zwar die 50+ Generation fröhlich hin und her, der Rest der Meschheit braucht mindesten 2 Promille...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 MichaAnonym
  • 04.08.2006, 20:13h
  • Ach Gott, diese ganzen Ranking-Hitparaden. Hätte man anstelle der schlimmsten Peinlichkeiten der Popgeschichte nach den Meilensteinen der Popmusik gefragt wären mit Sicherheit ebenfalls "Homo-Hits" mit drin gewesen. Das sieht man ja bei den unsäglichen Sendungen auf Pro Sieben, wie die besten/nervigsten/schlechtesten Songs/Deutschen/Schauspieler usw. usf. Der gleiche Song wird in der einen Sendung als nervig in der anderen Sendung als gut reingewählt.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 DavidAnonym
  • 04.08.2006, 23:13h
  • Also wirklich... was ist denn bitteschön mit diesen ganzen nervigen Ballermann-Sommerhits, die kurze Zeit später keiner mehr hören will??? Oder die unsäglichen neu "aufgenommenen" mit Technobeat unterlegten Cover-Versionen?
    Sind die etwa nicht schlecht genug? Oder einfach zu schnell ZURECHT vergessen, um noch nicht mal als "schlecht" bezeichnet werden zu können???
  • Antworten » | Direktlink »
#4 SAMAnonym
  • 04.08.2006, 23:18h
  • Da ist sie wieder die typische " Ich hör mir die soweiso nicht an"! Man kan das doch schon nicht mehr hören, selbst heute noch wird der Song immer wieder verkauft und selbst wenn er in Disko läuft ( da sind die meisten unter 50 , meist sogar unter 30 ) wird kräftig mit survived! Wenn Menschen wie auch@SEB nur einfach mal dazustehen könnten!

    Keiner liest die Bild, doch sie ist die auflagenstärkste Tageszeitung Deutschlands!

    Keiner geht zu MacDonalds , aber es der Schnellimbiss, mit dem höchsten Umsatz!

    Ich frag mich immer wieder, warum soviel Schwule ein Problem damit haben, dazu zu stehen oder zu sagen , ohne das sie dabei Angst haben sich lächerlich zu machen!

    @2: Da gebe ich dir volkommen Recht und wahrscheinlich wäre " i will survive " auch drin gewesen!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 blumen-freundAnonym
  • 06.08.2006, 14:53h
  • einige schwule (vor allem viele junge) haben scheinbar noch nicht kapiert, dass es gerade der riesengroße vorteil daran ist, wenn man schwul ist, dass man eben gerade nicht bestimmte männlichkeits-klischees zu erfüllen braucht, sondern z.b. jederzeit, wann man bock hat, rosa tragen kann. [man muss nicht! aber man kann.]

    schwul sein heißt frei sein! frei in der wahl von gestik u. mimik / kleidung / körperschmuck u. -pflege / musikrichtung / partnerwahl / sportbegeisterung / automarke etc etc.

    aber wenn man natürlich ungeoutet ist und auf alle fälle bleiben muss und deswegen alles verleugnet, was daraufhin deuten könnte... dann versucht man sich natürlich diesem macho-klischee so gut wie möglich anzupassen. man nörgelt sofort, wenn irgendwo eine regenbogen-flagge weht und distanziert sich am liebsten gaaaanz weit von der szene (nicht nur körperlich, sondern auch geistig).
  • Antworten » | Direktlink »
#6 antosAnonym
  • 06.08.2006, 16:52h
  • "schwul sein heißt frei sein! frei in der wahl von gestik u. mimik / kleidung / körperschmuck u. -pflege / musikrichtung / partnerwahl / sportbegeisterung / automarke etc etc."

    Na dann. Folgenden kleinen Vorfall möchte ich dir nicht vorenthalten:

    Gestern Mittag, so gegen 14.00 Uhr, bin ich auf dem Weg zum Bonner Kaufhof [unverschämt hochpreisige Lebensmittel kaufen] an einer kleinen Veranstaltung mit diversen Büdchen und einer kleinen Bühne vorbei gegangen. Ich so für mich und beiseite: Was'n hier los? Nach kurzem Check ich so weiter: Aha, Regenbogenfahnen, ein LSVD-Stand sowie diverse mittelalte Männer in zu engen Jeans nebst sommerlich [--> Sommerrabatt im Ergoline-Center!] durchgebratenen älteren Schwulenmuttis - dann ist das hier sicher eine dieser CSD-nahen Bonner Miniveranstaltungen. Gerade wollte ich - seit fast 2 Jahrzehnten out und wirklich szeneerfahren - mal näher nachschauen, begann eine Bühnendarbietung: Ein lustiger junger Mann mit lustig-bunter Perücke [unsere Freiheit!] sang ein lustiges Lied in dem es irgendwie um lustigen Sex [unsere Freiheit!] ging. Ich im letzten Moment war ich dann so frei und bin abgebogen in Richtung Kaufhof. Beim Gang durch die Gaffer, die das Treiben mit einigem Sicherheitsabstand beobachteten habe ich mich - geschämt.

    Merkwürdig, was?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 seb1983
  • 06.08.2006, 17:20h
  • Gut und schlecht finden kann jeder was er will.
    Das Schlagergedudel in schwulen Discos geht mir aber einfach auf die Eier.

    Und dass solche Lieder immernoch verkauft werden, inklusive Roy Black und was weiß ich nicht noch macht sie auch nicht besser (siehe Bild die wird ja auch verkauft)

    @blumen-freund:

    dann haben wir ja unser CSD Motto fürs nächste Jahr: "Schwul macht Frei"
  • Antworten » | Direktlink »
#8 nqAnonym
  • 08.08.2006, 10:04h
  • @blumen-freund:

    schwul oder bi zu sein, hat nichts mit freiheit zu tun. schwulsein wird oft von bewegungsschwestern vereinnahmt, rosa tragen hat auch nix mit schwulsein zu tun, eher mit tuntigsein. beides muss sich nicht überschneiden. schwulsein bedeutet lediglich, als mann auf männer zu stehen.

    ich steh auf männer, würde nicht rosa tragen, nicht mal als kann-option. bei allem, was engagierte tunten für uns alle erreicht haben, muss doch gesehen werden, dass schwul nicht automatisch tuntig ist. diejenigen, die immer für toleranz werben, und das zu recht, sollten die "straight-actors" das sein lassen, was sie sind - männer die auf männer stehen, ansonsten sich völlig unspektakulär benehmen.

    männer, die auf frauen stehen, haben prinzipiell auch das recht rosa zu tragen. es hat nichts mit dem recht zu tun, sondern ob man dies überhaupt tun will. oder mal so: ich hätte auch das recht, mir spaghetti über den kopf zu schütten. aber das hat mit meiner sexuellen präferenz nichts zu tun.

    gerade wegen schwulen/tunten die es toll finden, "rosa zu tragen" finden wir uns mit einigen vorurteilen wieder. nichts gegen die rosatragende fraktion, sie ist wichtig. aber eben nicht alles.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 martinAnonym
  • 08.08.2006, 14:06h
  • Ich kann die ganzen sog. Homo-hymnen (genauso wie diesen faden kommerz-house, der sonst in der szene gerne gespielt wire) auch nicht mehr hörn, schon allein deswegen weil jedes lied irgendwann mal totgespielt ist. Und wenn in szeneläden den jungs und mädels nichts besseres einfällt als seit jahren die gleiche sülze zu spielen dann kann man das gerne als „befreiendes anderssein“ sehen, ich halte das einfach nur für einfallslos und langweilig. Da freu ich mich lieber auf homo-indie/electro-abende und geh den rest der zeit in hetenläden, da gibt’s mittlerweile auch genügend homos zum aufreissen wenn einem danach ist.
  • Antworten » | Direktlink »