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Neu Delhi (queer.de) - Der Vater des indischen Prinzen Prinz Manvendrasinh Gohil (40) hat sich erstmals öffentlich über die Verstoßung seines einzigen Sohnes (queer.de berichtete) aus der Familie geäußert. "Manvendra hat sich um den Ladshya Trust gekümmert. Dieser behandelt auch Themen wie Homosexualität am Hofe. Ich wusste von seiner Homosexualität", sagte Raghubir Singh Gohil, der Vater des Prinzen, gegenüber der "Times of India". Allerdings wäre der Prinz mit seinen öffentlichen Interviews, in denen er um eine Änderung der indischen Sodomie-Gesetze (die Homosexualität behandeln) zu weit gegangen. Darum hätte er reagieren müssen. "Ich war in einer schwierigen Situation und ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte. Verwandte aus dem ganzen Land meldeten sich bei mir. Die Region Rajpipla ist sehr konservativ. Frauen bedecken hier immer noch ihren Kopf; Sex ist ein absolutes Tabu-Thema. Ich befand mich in der Schusslinie", so der Vater. "Es war besonders schwierig, weil wir eine königliche Familie sind. Ich akzeptiere, dass manche Menschen anders sind. Ich habe mich nie in das Leben meines Sohnes eingemischt, aber wir sind dennoch eine konservative Gesellschaft." Der Prinz wurde von seinen Eltern verstoßen, nachdem er sich in einem Magazin offiziell geoutet hatte. Die Familie von Gohil, der sich als Aktivist für die Rechte von Homosexuellen einsetzt und als Schirmherr einer großen HIV- und Aids-Einrichtung fungiert, herrschte einst über die gesamte Region Rajpipla im Bundesstaat Gujarat. In Indien ist jegliche Form von Sexualität strafbar, die nicht zur Zeugung von Kindern führt. Das Gesetz findet allerdings äußerst selten Anwendung. (jg)



#1 RogerAnonym
  • 07.08.2006, 14:16h
  • "In Indien ist jegliche Form von Sexualität strafbar, die nicht zur Zeugung von Kindern führt."

    So wissen wir endlich warum in Indien über 1 Milliarde Menschen leben.
    Viel zu viel Heterosex!!!
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#2 TomoAnonym
  • 07.08.2006, 15:15h
  • Bei manchen Staaten frage ich mich immer, ob die keine größeren Probleme haben als die Frage in wen sich andere verlieben.

    Schon erstaunlich, dass immer die ärmsten Staaten, die eigentlich zusammenhalten sollten, die faschistichsten Ansichten haben.
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#3 SvenAnonym
  • 07.08.2006, 16:02h
  • Faschismus würde ich hier erstmal nicht anwenden, schließlich werden hier Homosexuelle nicht als Sündenböcke gehandelt.
    Derzeit scheint es einfach vorallem ein Tabu-Bruch zu sein. Das wird noch dauern bis sich dort etwas ändert.

    Bei uns kann sich jedoch kaum noch einer vorstellen, was ein gesellschaftlicher Tabu-Bruch bedeuet.
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#4 schnuckelgayAnonym
  • 09.08.2006, 14:09h
  • Der vater tut mir voll leud. ich glaube er hat sich mit dieser entscheidung voll gequält-wobei ich sie net richtig finde. aber ich glaube auch das das in so einem land garnet einfach ist solche dinge zu ändern das braucht zeit.
    Das sieht man hiert in deutschland ja leider auch noch- immer noch benachteiligung im Lebenspartnerschaftsrecht, keine adoption........
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