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Stockholm (queer.de) - Die schwedische Gesundheitsbehörde Socialstyrelsen erwägt eine Aufhebung des Anfang der 80er Jahren verhängten Blutspendeverbots für Schwule. Gesundheitsministerin Ylva Johansson hatte bereits zuvor gesagt, sie sei dagegen, homosexuelle Männer generell als Risikogruppe zu klassifizieren. Anders Tegnell von Socialstyrelsen erklärte nun gegenüber der Zeitung "Local", dass seine Behörde die gegenwärtigen Richtlinien überarbeite. Allerdings gebe es kein "Recht auf Blutspenden", so Tegnell. Hintergrund des Vorhabens ist eine Verknappung der Blutreserven. Auch in Deutschland dürfen Schwule kein Blut spenden, obgleich auch es auch hierzulande an Reserven fehlt. So berichtete das "Hamburger Abendblatt" erst vergangene Woche, dass ein Bauarbeiter nach einem Unfall fast gestorben sei, weil kein Spenderblut zur Verfügung gestanden hatte. (dk)



#1 stephan
  • 07.08.2006, 15:32h
  • Eigentlich kann es uns ja egal sein, ob sie unser Blut wollen, aber kurios sind solche Regelungen wie bisher in Schweden und in Deutschland allemal: In meinem Bekanntkreis gehören die schwulen Partnerschaften zu den beständigsten und promisk leben vor allem meine heterosexuellen Bekannten und Freunde.
    Da die Institutionen, die die Blutspenden entgegennehmen auf die Selbstauskunft "Gehören Sie zu einer der HIV-Risikogruppen?" angewiesen sind, sollte man vielleicht präziser Nachfragen und den Begriff HIV-Risikogruppe zielgerechter definieren und erklären! Wenn der Datenschutz gewährleistet ist, sollten beim Blutspenden auch intimere Fragen zur Selbsteinschätzung möglich sein! Z.B. zur Zahl der Sexualpartner oder zum Risikokontakt. Ich jedenfalls glaube nicht, dass mit der obigen pauschalen Frage das Risiko einer HIV-positiven Blutspende signifikant gemindert werden kann und zu dem schließt es viele Menschen, die gerne helfen möchten, vom Blutspenden aus.
    Hier ist das Robert-Koch-Institut dringend gefragt, eine Neubewertung der Risiken vorzunehmen.
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#2 seb1983
  • 07.08.2006, 17:10h
  • Meines Wissens nach wird jede Probe ohnehin getestet oder liege ich da falsch???

    Homos sind aber nach wie vor die mit Abstand größte Risikogruppe, auch wenn die Infizierten bei Heteros steigen legen Schwule immer noch eine Schippe mehr drauf bei den Steigerungsraten
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#3 HannesAnonym
  • 07.08.2006, 22:38h
  • Genauer genommen sind promisk lebende Homos (und Heteros) die Risikogruppe. Monogam lebende Homos (ja die gibt es) gehören wiederum nicht zur Risikogruppe.
    Somit sollten also promisk lebende Menschen von der Blutspende ausgeschlossen werden und nicht Homosexuelle.
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#4 TesterAnonym
  • 07.08.2006, 23:06h
  • Hi.

    Ja, wird jedesmal getestet, allerdings kann das Virus erst nach nem halben Jahr zuverlässig ermittelt werden. Und selbst dann ist der Test noch net genau.
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#5 LangweilerAnonym
#6 JanAnonym
  • 08.08.2006, 08:50h
  • Also ich lese da "fast gestorben". Naja,
    kann natürlich auch sein, dass das erst
    auf deinen Kommentar hin eingebaut
    wurde ;-)
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