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Eine transsexuelle Henne hält den Hühnerstall in einer südschwedischen Ortschaft auf Trab.

Von Dennis Klein

Christel Hammar-Malmgren ist gestresst: "Heinrich VIII ist verdammt sauer", so die südschwedische Bäuerin. Heinrich VIII ist ihr Hahn, bislang uneingeschränkter Herrscher über den Hühnerstall. Doch jetzt macht ihm eine transsexuelle Henne die Rolle streitig, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. "Ihr wachsen Hahnenfedern, ein Kehllappen und sogar ein Kamm", erzählt die stolze Besitzerin den verwirrten Lokalredakteuren von "Blekinge Laens Tidning". Michel aus Lönneberga hätte seine wahre Freunde an der Geschichte.

Es begann ganz harmlos: Seit vergangenem Jahr war die schwarze Henne Anna Boleyn Teil der Hühnerzucht. Doch sie war so anders als die anderen: Vom üblichen Hühner-Gegacker hielt sie nichts und auch ihre Eier waren nicht genießbar. Letzten Monat wachte Hammar-Malmgren dann zu zwei Hähnenschreien auf. Verdutzt schaute sie in ihren Hühnerstall - und stellte fest, dass die schwarze Henne vor Macho-Allüren nur so strotzte. Der alteingesessene Hahn kann zwar noch nicht mit der Konkurrenz leben, die anderen Hennen zeigen sich aber schon toleranter: "Sie sind sehr überrascht, aber scheinen sie oder ihn mehr und mehr zu akzeptieren", erklärt Hammar-Malmgren.

Die Namensgebung ihrer Hühner soll im übrigen nicht über deren Schicksal entscheiden: Denn sie benannte ihr Federvieh nach dem englischen König Heinrich VIII und dessen Ehefrauen. Anna Boleyn ist die zweite Frau des Königs - wurde aber 1536 wegen Ehebruchs und Verrats enthauptet. Die schwedische Vogelzüchterin verspricht jedoch, dass der Hahn-Henne Anna Boleyn dieses Schicksal erspart bleibt.

8. August 2006