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Hamburg (queer.de) - Der Bund der Steuerzahler zweifelt daran, dass es sich beim Hamburger CSD am letzten Wochenende um eine politische Demonstration gehandelt hat. Der Verein, der sich den Kampf gegen die Verschwendung von Steuergeldern auf die Fahnen geschrieben hat, will erreichen, dass die Veranstalter die Kosten für Straßenreinigung und den Polizeieinsatz selbst tragen: "Es reicht nicht, wenn man ein paar Tage Alstervergnügen feiert und am Schluss eine halbe Stunde lang eine politische Kundgebung abhält", so Thomas Kulemann, Vize-Chef des Bundes der Steuerzahler zum "Hamburger Abendblatt". "Der politische Inhalt des CSD hat sich doch kaum jemandem erschlossen." Laut der Stadtreinigung belaufen sich die Kosten der Putzarbeiten am Rande der CSD-Parade auf 20.000 Euro. Hamburg stellte ferner 97 Polizisten bereit, konnte aber deren Kosten noch nicht beziffern. Weil der CSD als politische Demonstration angemeldet ist, übernimmt die Stadt einen Großteil der anfallenden Kosten. (dk)



23 Kommentare

#1 SvenAnonym
  • 09.08.2006, 15:52h
  • Naja, unrecht hat der Mann ja nicht.
    Ich war da und könnte auch nicht sagen, was konkret die politische Aussage genau dieses CSDs war.

    Aber dennoch ist der CSD eine politische Demonstration.
    Schwule, Lesben, Transgender u.a. gehen auf die Straße, um für ihre bzw. gleiche Rechte zu streiten.
    Die politische Botschaft ist also ganz einfach: Öffnung der Ehe, Ende der Verstümmenlung von Zweigeschlechtlichen, Anerkennung des wahren Geschlechts bei Transsexuellen usw.

    Eigentlich Schade, dass der Mann vom Steuerzahlerbund keine Ahnung von der Situation im eigenen Land hat!
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#2 ACopAnonym
  • 09.08.2006, 16:07h
  • tja es weht ein neuer Wind in Hamburg. Dass die CSD-
    Besucher in Hamburg deutlich mehr Geld lassen, als sie
    Kosten verursachen, verschweigt Herr Kulemann.

    Auch das traditionelle Ledertreffen bekommt ihr Fett weg -
    keine "Schwuchtel-Party" mehr auf der Cap Sandiego - am
    besten wäre es doch, wenn wir Schwule unser Geld an der
    Stadtgrenze abgeben würden und dann leise und unauffällig
    wieder die Heimreise antreten..

    oder anders gesagt, wer braucht so Hamburg noch?
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#3 SaschaAnonym
  • 09.08.2006, 17:14h
  • Falls es noch niemand bemerkt hat:

    Die reaktionären Kräfte sind in diesem Lande wieder auf dem Vormarsch.

    Wen wundert es angesichts der politischen Verhältnisse und der geradezu Himmel schreienden Abwesenheit klarer politischer Alternativen???
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#4 StefanAnonym
  • 09.08.2006, 17:21h
  • Vielen Dank auch an unseren schwulen ersten Bürgermeister, der hierzu natürlich wieder überhauptnichts zu sagen hat und stattdessen kürzt wo es weh tut.
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#5 JoernAnonym
  • 09.08.2006, 18:29h
  • Hätte dieser sogenannte Herr Kulemann sich einemal die Mühe gemacht, den CSD während der Parade zu besuchen, hätte er durchaus feststellen können, dass es sich durchaus um eine politische Demostration gehandelt hat. Stattdessen spielt er im Nachhinein das "schlechte Gewissen aus dem Hintergund" auf Kosten der Homos, da diese ja leicht zu dissen sind und homophobe Aüßerungen immer eine gute Presse machen. Leider hat Herr Kulemann nicht berücksichtigt, dass die meisten der auf dem CSD anwesenden Schwulen und Lesben AUCH zu den Steuerzahlern gehören, die er ja angeblich vertreten möchte.

    für homophobe
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#6 JoernAnonym
  • 09.08.2006, 18:34h
  • und noch was: Dass sich uns Ole mal wieder aus allem raushält ist doch typisch. Hamburgs Ober-Schwuli hält es ja auch nicht für nötig, während des CSDs eine Regenbogenflagge an seinem Rathaus zu hissen.

    Lieber Ole, nimm Dir mal ein Beispiel an deinem Kollegen Klausi aus Berlin. Der hat die Flagge am Berliner Rathaus noch persönlich gehisst und sogar noch eine prima Rede gehalten. SO verhält man sich gegenüber seinesgleichen, Du Verräter!
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#7 stephan
  • 09.08.2006, 19:23h
  • Was für eine eigenartige Idee überhaupt! Der CSD - keine Demonstration? Nur weil am Rande jedes CSD auch gefeiert wird, Preisverleihungen standfinden und vieles andere?
    Wer wollte die rechtliche Benachteiligung der Schwulen und Lesben bestreiten? Wer wollte sagen, dass die (im Vorfeld der WM so heiß diskutierten) No-Go-Areas in Deutschland gerade auch für uns ungefährlich sind? ...
    Gerade an dieser Stelle mit den Einsparungen anfangen zu wollen, kann ja wohl nur ein übler Scherz sein! In einer Gesellschaft, in der nicht einmal der Bürgermeister zu seinem Anders-Sein sich zu stehen getraut, ist offensichtlich noch vieles im Argen und die Demo zum CSD besonders wichtig!
    Und wenn wir einmal - in ferner Zukunft - gleichberechtigt sein sollten, d.h. unsere Beziehungen etc. ebenso akzeptiert sind, wie die Ehe, unsere gleichgeschlechtliche Liebe voll akzepziert, dann wird der CSD noch immer wichtig sein, als beständige Mahnung und Erinnerung an eine (zeitweise sogar blutige) Verfolgungsgeschichte homosexueller Menschen!
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#8 hwAnonym
  • 09.08.2006, 19:38h
  • ....ach...was sind schon unsere schnöden sorgen...bei all dem leid auf dieser welt..
    ..mir kullerten die tränen über diesen armen mann...:

    "...Ich sitze vor dem Fernseher und weine und bin nicht ich: ein Pazifist, der Daumen drückt bei einem Krieg!...."

    (hw.:zeigefinger am abzug einer uzi geht halt nicht, er wurde sich sein interieur demolieren)

    Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse veröffentlichte zuletzt den Roman ,,Die Vertreibung aus der Hölle‘‘ und die Frankfurter Poetikvorlesungen ,,Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung‘‘ (beide bei Suhrkamp).
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#9 hwAnonym
  • 09.08.2006, 19:56h
  • ..ach so, tja ähm, was ich eigentlich sagen wollte, wenn so was, wie der menasse in der süddeutschen als kultur durchgeht, müsste ein csd, auch wenn er überhaupt gar gar gar nichts will, als politisches manifest durchgehen...die sollten dankbar sein um die neoliberale polit-folklore...
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#10 antosAnonym