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Ein Stricher, der seine Eltern ermorden will, eine Transe, die zur Mutter mutiert, und die Macht des Küssens. Der neue Film von Everett Lewis.

Von Carsten Weidemann

India lebt auf der Straße und verdient sich sein Geld mit gelegentlichen Auftritten in billigen Pornoproduktionen. Eines Abends entgeht er, dank der Hilfe von Drag Queen Destiny, nur knapp einem homophob motivierten Angriff. Als er schließlich auf Spencer trifft, der schon des öfteren Opfer schwulenfeindlicher Übergriffe war, stellen sie sich gemeinsam die Frage, welche Antwort es auf derartige Gewaltbereitschaft geben kann: Bomben oder Küsse?

Drei Jahre nach seinem Erfolg "Luster" zeigt sich Regisseur Everett Lewis wieder ganz auf der Höhe der Zeit. Er hat einen frechen Großstadtfilm gedreht, der ziemlich sexy ist und politisch gar nicht erst anfängt zu diskutieren. Hier wird Haltung gezeigt -- und vermittelt. Haltung ist etwa, dass man eine Familie gründen kann, auch wenn man schwul oder lesbisch oder sonstwas ist. Das kann geschehen, wenn einem das Schicksal in Gestalt der Transe Destiny in einer Parkgarage eine Mutter schickt. Eine Mutter, die einem beisteht, weil man, heißt man beispielsweise India und kommt aus Wyoming, sich gerade nicht von "Schwulenklatschern" ärgern und womöglich verprügeln und womöglich noch sonst mehr hat lassen. Da ist es vielleicht dann schon mal ganz gut, dass Destiny eine Schusswaffe hat.

Ein Umstand, den der Film im Verlauf bewusst in Frage stellt. Denn India, der Davongelaufene, findet nach einigem Ausprobieren schon bald einen süßen Boyfriend, der ebenfalls "on the run" ist. Aber er hat ein Ziel: er will die Eltern, die ihn (wie auch immer) misshandelt haben, auslöschen, und das nicht nur im Geist, sondern mit Gewalt. Hier wird die Haltung deutlich, die zu einem starken Plädoyer führt: unsere Waffen sind unsere Küsse, sie erschüttern die Welt mehr als jede Bombe.

IM KINO: ab 10. August 2006 Xenon, Kolonnenstraße 5-6, 10827 Berlin / 14. August 2006 Apollo, Limmerstraße 50, 30451 Hannover / 21. August Studio-Kino, Bernstorffstraße 93-95, 22767 Hamburg

11.08.2006



#1 GayluziferAnonym
  • 13.08.2006, 20:16h
  • doch irgentwie krank die geschichte an sich und genauso das überall schwule als witzfiguren werden wenn sie nich grad von irgent jemanden homphoben zusammgeschlagen werden
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