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Tallinn (queer.de) - Eine Gruppe von Rechtsextremisten hat am Samstag die Gay-Pride-Parade in der estnischen Hauptstadt Tallinn angegriffen. Mindestens sechs Teilnehmer wurden verletzt. Die etwa 20 Angreifer seien mit Steinen und Stöcken auf die Schwulen und Lesben losgegangen, sagte eine Sprecherin der Organisatoren. Ein Teilnehmer der Parade aus Frankreich sei schwer am Kopf verletzt worden. Sechs Verwundete seien von Rettungskräften vor Ort versorgt worden. Zuvor waren die rund 500 Teilnehmer des dritten Gay Prides in Tallinn durch die Altstadt bereits mit Eiern beworfen worden. Der Zug war bereits mit 20 Minuten Verspätung gestartet, nachdem die Polizei eine Bombendrohung für die Innenstadt erhalten hatte. Es wurde jedoch kein Sprengsatz gefunden. Die ersten beiden CSD-Märsche 2005 und 2004 waren ohne größere Vorfälle oder Aggressionen gegen Schwule und Lesben abgelaufen. (cw)



19 Kommentare

#1 PeterAnonym
  • 13.08.2006, 07:16h
  • Naja, nachdem sie gesehen haben wie es in Polen, Ukraine und Russland abgeht, wollen die estnischen Rechtsradikalen natürlich nicht nachstehen was Homophobie angeht....und die Polizei ist natürlich ähnlich konsequent wie in den anderen Ostblock-Staaten.
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#2 Diz!Anonym
  • 13.08.2006, 08:33h
  • So ist es.
    UNd sie sehen ja, dass sie damit gut durchkommen oder die Prides erst gar nicht mehr veranstaltet werden dürfen wegen "sicherheitsmängeln" oder weil sich die örtliche Poilzei nicht im Stande sieht, die Demonstranten zu schützen.
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#3 PierreAnonym
  • 13.08.2006, 10:31h
  • Wieder mal ein Fall für die EU in Brüssel. Die muss konsequent durchgreifen. Hier stellt sich ja wieder einmal heraus, dass dieses Land -genau so wenig wie Polen-
    reif war für den EU-Beitritt. Alles ist mit heißer Nadel gestrickt worden und nun haben wir den Mist.
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#4 RalfAnonym
  • 13.08.2006, 11:25h
  • Ohne irgendetwas relativieren und ohne meinen Vorpostern widersprechen zu wollen - aber in Deutschland kommt so was auch vor. Es ist nur vier Jahre her, dass wenige Meter neben mir beim CSD in Saarbrücken ein Molotow-Cocktail unter einen am Zug teilnehmenden Wagen geworfen wurde.
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#5 StefanAnonym
  • 13.08.2006, 14:45h
  • Und die EU sieht wieder mal zu....

    Wenn man tatenlos zusieht, wie die Politik in diesen Ländern gegen Schwule wettert und ihnen Grundrechte nicht zugesteht, dann darf man sich nicht wundern, wenn der Pöbel sich dann berechtigt fühlt, Hass und Gewalt zu verbreiten.

    Das haben wir gerne: zuerst gegen jede Warnung Polen und und die baltischen Staaten in die EU aufnehmen, weil man blauäugig meint, wenn sie erst aufgenommen sind, würden sie sich automatisch ändern und wenn man dann kein Druckmittel mehr in der Hand hat steht man da und schaut zu.

    Und mit der Türkei soll der gleiche Fehler wieder gemacht werden. Nur dass dann die Homohasser nicht nur in ihren eigenen Staaten ungehindert Menschenrechte missachten können, sondern auch auf EU-Ebene stark genug sind um EU-weit viel verhindern zu können und sogar Dinge rückgängig zu machen.

    Die EU hat nichts mehr mit Menschenrechten zu tun, da geht es nur noch um Geld, Macht und Wirtschaft...
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#6 ÜwchenAnonym
  • 13.08.2006, 15:26h
  • Mein Freund in der Türkei fand in Istanbul ein CSD statt und auch in der Hauptstadt Ankara und da ist gar nix passiert. Also bitte erst informieren dann gegen andere Länder wettern.
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#7 StefanAnonym
  • 13.08.2006, 16:24h
  • @Üwchen:

    Und? Was sagen einzelne Städte über das ganze Land und über Polizei und Justiz?

    Ich habe auch genug schwule türkische Freunde und weiß, dass z.B. auch in Ankara Übergriffe von Polizei, Verwaltung und Justiz auf Schwule öfters stattfinden.

    Ich habe nicht gegen die Aufnahem anderer Länder, wenn sich Dinge ändern, nur muss die Reihenfolge stimmen - erst müssen die Bedingungen erfüllt sein und dann kann die Aufnahem erfolgen.

    Wahrscheinlich läuft es aber bei der Türkei wie bei Polen & Co: es wird zu schnell aufgenommen und dann gibt es keinen Grund mehr für das Land Dinge zu verbessern.

    Amnesty International ist gegen eine EU-Aufnahme der Türkei. (Meine türkischen schwulen Freunde hier in Deutschland übrigens auch.) Das sollte den blauäugigen Weltverbesserern eigentlich zu denken geben!...
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#8 manni2Anonym
  • 13.08.2006, 16:43h
  • Also alle diese Laender wie.......raus aus der EU
    Wer die Regeln der Demokratie und der EU nicht befolgen kann hat in der EU absolut nichts zu suchen!!!!
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#9 No E-PatentsAnonym
  • 13.08.2006, 19:14h
  • Mich würde ja mal interessieren, wie sich die Polizei während und nach diesem Übergriff verhalten hat, da dies nicht aus dem Artikel hervorgeht.

    Haben sie daneben gestanden und nur zu geschaut oder sind sie eingeschritten und haben die TÄTER! festgesetzt??

    @meine Vortexter:

    Falls es euch immernoch nicht aufgefallen ist: Beim Beitritt eben dieser Länder zur EU ging es in aller erster Linie um Wirtschaftliche Interessen, nicht um Menschenrechte etc. Das ist im EU-Beamten-Deutsch nur "Beiwerk".
    Allein die Möglichkeiten, dort Industriell Güter zu fertigen, zu Löhnen die weit unter dem Durchschnitt Westeuropas liegen, war der Grund für den EU-Beitritt ergo der Möglichkeit, das diese Länder so früh ins Boot geholt wurden..
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#10 No E-PatentsAnonym
  • 13.08.2006, 19:19h
  • @Stefan: "......nicht nur in ihren eigenen Staaten ungehindert Menschenrechte missachten können....."

    Ups! Dann sollten wir aber auch die BRD, GB & andere aus der EU werfen, denn, allein die Tatsache, das Deutschland indirekt ein Völkerechtswidrigen Krieg entgegen aller Beteuerungen unterstützt hat und dieses Verhalten auch weiterhin unterstützt ( Bundeswehr im Kongo, Afganistan, BND im Irak), müsste schon reichen an Menschenrechtsverletzungen. Mal abgesehen von den Rüstungsexporten nach Israel und in Dritte-Welt-Staaten....
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