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  • 21. August 2006, noch kein Kommentar

Toronto (queer.de) - Zum Abschluss der Aids-Konferenz im kanadischen Toronto haben Aids-Experten und die Vereinten Nationen die Politik Südafrikas scharf kritisiert. "Südafrika ist das einzige Land in Afrika und das einzige unter all den Ländern, die in den vergangenen fünf Jahren besucht habe, dessen Regierung sich nach wie vor begriffsstutzig, zögerlich und fahrlässig verhält", sagte Stephen Lewis, UN-Sonderbeauftragter für Aids, nach Angaben von Reuters. "Es ist das einzige Land in Afrika, dessen Regierung weiterhin Theorien vertritt, die eher zu einem wahnsinnigen Außenseiter passen als zu einem betroffenen und Anteil nehmenden Staat." Die südafrikanische Gesundheitsministerin Manto Tshabalala-Msimang wies die Kritik zurück. Ihr Land habe erfolgreich gegen die Seuche gekämpft, so seien Millionen von Kondomen verteilt worden. In den letzten Jahren hat vor allem Südafrikas Präsident Thabo Mbeki mit seinen unorthodoxen Ansichten für Aufregung gehört. So sagte Mbeki wiederholt, nicht HIV würde Aids auslösen sondern Armut. Außerdem hat seine Regierung bis 2003 im öffentlichen Gesundheitssystem die Verteilung von antiretroviralen Aids-Medikamenten abgelehnt, weil diese "giftig" seien. In Südafrika sind offiziellen Zahlen zufolge über fünf Millionen Menschen HIV-positiv - das sind mehr als zehn Prozent der Bevölkerung, unter den 15- bis 49-Jährigen sind es sogar über 20 Prozent. (dk)