Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?5434

Transsexuelle Gefangene in den USA kämpfen vor Gerichten darum, eine Sex-OP zu erhalten. Konservative sind dagegen.

Von Carsten Weidemann

Sie verlangt das Recht auf eine medizinische Behandlung ein, so wie andere Gefangene sie erhalten: "Ich sterbe innerlich jeden Tag ein bisschen mehr", sagt Michelle Kosilek gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Die 57-Jährige hatte als Robert Kosilek ihre Ehefrau umgebracht und sitzt nun lebenslänglich wegen Mordes ein. 1993 hat sie ihren Namen in Michelle geändert. Seitdem kämpft sie darum, eine echte Frau zu werden. Daher verlangt sie, dass der staatliche Gesundheitsdienst, der für die Gefangenen verantwortlich ist, ihre Geschlechtsanpassung bezahlt. Nach zwei Gerichtsverfahren gegen den Staat Massachusetts entscheidet nun ein Bundesrichter über ihr Schicksal. Ausgang: Ungewiss.

Allerdings wurde sie schon zum Hassobjekt konservativer Radio- und TV-Kommentatoren: "Der Freak will doch nur Aufmerksamkeit", ist eine der eher harmlosen Ausbrüche der "Moderatoren".

Gerichte in einigen anderen anderen Bundesstaaten haben bereits angeordnet, dass Psychotherapie und, in manchen Fällen, auch Hormonbehandlung gewährt werden muss. Aber bisher gab es kein Recht auf eine Geschlechtsanpassung. "Manche Menschen lehnen es einfach ab, dass öffentliche Mittel dafür verwendet werden", so Shannon Minter vom Transgender Law and Policy Institute. "Aber wenn Leute nicht behandelt werden, leiden sie erheblich darunter. Es ist einfach nur grausam, Menschen mit Geschlechtsidentitätsstörungen ärztliche Vorsorge zu verweigern. Wenn Behandlung bei schweren Krankheiten verweigert würde, wäre der Aufschrei groß."

Viele Politiker profilieren sich zudem auf Kosten der transsexuellen Gefangenen: "Das ist das absurdeste, was ich je gehört habe", sagt Mark Gundrum, republikanischer Abgeordneter des Parlamentes von Wisconsin. Er half dabei, ein Gesetz zu verfassen, das verbietet, dass Steuergelder für Hormontherapie oder Geschlechtsanpassungen verwendet werden. "Ich denke, die Gründer unseres Landes hatten mit der Gesundheitsversorgung nicht gemeint, dass Gefangene Brustimplantate oder ähnliches erhalten sollen."

21. August 2006



#1 NeugierigerAnonym
  • 29.04.2007, 23:36h
  • Diesen Scheiß, da werde ich mein Leben lang gegen ankämpfen; "Geschlechtsumwandlung" ist eine Therapie wie jede andere auch, bla bla bla bla bla. Fand ich genial und richtig von den Southpark-machern erfasst, die Situation wie sie wirklich ist. Denn es gibt schon Leute, die sich für Feen, Vampire oder Elfen halten.
  • Antworten » | Direktlink »