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Hobart (queer.de) - Ein 23-jähriger schwuler Mann hat bei einem Antidiskriminierungs-Tribunal im australischen Bundesstaat Tasmanien das Rote Kreuz verklagt, weil es keine Blutspenden von sexuell aktiven Schwulen annimmt. Michael Cain wurde abgewiesen, weil er in den vergangenen zwölf Monaten Sex mit anderen Männern gehabt hat, berichtet die Zeitung "The Australian". Cain sagt, er habe safen Geschlechtsverkehr gehabt und sei daher ein ebenso großes Risiko wie heterosexuelle Männer. Die Klage kommt in einer Zeit, in der das Rote Kreuz händeringend um Spender wirbt, weil die Blutreserven eine gefährlich niedrigen Stand erreicht haben. "Die Entscheidung des Tribunals könnte weitreichende Konsequenzen haben, da der Prozess von Regierungen und Gesundheitsexperten aus der ganzen Welt beobachtet wird", so Rodney Croome von der Tasmanian Gay and Lesbian Rights Group. Nach Angaben des "Australian" erlauben lediglich Spanien und Italien schwulen Männern, Blut zu spenden, falls diese geschützten Sex hatten. (dk)



#1 JanAnonym
  • 23.08.2006, 09:26h
  • Finde ich verrückt, da auch noch zu
    klagen. Auch mit Kondom stellen Schwule
    ja wohl ein deutlich höheres Risiko da.
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#2 DavidAnonym
  • 23.08.2006, 11:30h
  • Trotzdem ist ein scheinheilig Schwule auszusortieren, die in einer treuen Beziehung sicher ein geringeres Risiko darstellen als beispielsweise
    Heteros, die sich kreuz und quer poppen (und da ist ein Gummi in erster Linie ein Verhütungsmittel und nicht als Schutz vor Aids gedacht weshalb ja gerne zwischen Gummi und Pille gewählt wird) , dann aber trotzdem automatisch genommen werden.

    Es gibt Risikogruppen, aber auch Risikoverhalten. Und das muss nicht immer das gleiche sein.
    Auf der einen Seite wird über zuwenig Bereitschaft zum Blutspenden geklagt, auf der anderen Seite aber bereitwillige Spender ausgeschlossen.
    DAS wird in den Medien aber nicht gross erwähnt.
    In es wird immer geworben "alle GESUNDEN" dürfen spenden - ist das wirklich "ALLE"?
    Dann soll man gefälligst werben "alle AUSSER" dürfen spenden. Auch das ist scheinheilig.
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