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  • 22. August 2006, noch kein Kommentar

Einst schrieb er Songs für Norah Jones, jetzt gibt es sein neues Album "Mineral". Wir stellen Jesse Harris vor.

Von Jan Gebauer

Man könnte fast sagen, Jesse Harris (32) ist ein bisschen zu viel des Guten. Der New Yorker sieht mit Brille, dunkel-krausem Haare und scheuem Blick wie der typische intellektuelle Singer/Songwriter aus, der im Café-Haus seine Songs schreibt und kluge Sachen zur Lage der Welt von sich gibt. Seine Musik unterstreicht das: Bescheiden, intelligent, warmherzig – mit "Mineral" ist Harris ein fein abgestimmtes, urbanes Folk-Album gelungen. Hier und da gibt es einen Jazz-Tupfer, Harris’ Stimme erinnert an Kollegen wie David Gray und seine Themen sind so einfach wie prägnant: der Sternenhimmel, der Sinn des Wellenzählens und die Fußstapfen seiner Träume. Reflektionen eines "rollenden Steins", der Harris laut eigener Aussage immer war und stets bleiben wird. Eingebettet in bezaubernde Piano-, Marimba-, Kalimba- und Vibraphon-Klänge sind dem Sänger und Komponisten Songs von ergreifend schlichter Schönheit gelungen.

Harris ist kein unbeschriebenes Blatt im Musikgeschäft. Bei "Mineral" handelt es sich bereits um sein sechstes Album. International aufmerksam wurde man auf ihn als er fünf Songs für Norah Jones’ überragendes Debütalbum "Come Away With Me" beisteuerte – darunter der Hit "Don’t Know Why". Kein Wunder, dass sich anschließend auch Größen wie Madeleine Peyroux, Lizz Wright oder Pat Metheny seiner kristallinen Songschreiberkünste bedienten. Auf Peyrouxs kommender CD "Half the Perfect World" ist er an drei Titeln beteiligt. Im Augenblick arbeitet Harris, neben dem Aufbau seines eigenen Labels Secret Sun, an dem Soundtrack zum Ethan-Hawke-Film "The Hottest State", in dem er auch auf mitspielen wird. Der Soundtrack wird Interpretationen seiner Songs von Willie Nelson, Emmylou Harris, Norah Jones, Bright Eyes, M Ward, Feist, The Black Keys und anderen enthalten. Man darf gespannt sein!

22. August 2006