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Moskau (queer.de) - Vier Schwule wurden in ihrem eigenen Haus von Unbekannten mit Messern angegriffen und zum Teil lebensgefährlich verletzt. Wie die Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Berufung auf einen Polizeisprecher gestern meldete, war eine Gruppe junger Leute in eine Wohnung in der Nowokuzminskaja-Straße im Süden der russischen Hauptstadt eingebrochen. Die Gegend gilt dem Bericht zufolge als Homo-Viertel. "Vier Männer wurden mit Stichwunden ins Krankenhaus eingeliefert", so der Sprecher. "Einer von ihnen liegt im Koma, bei einem anderen ist die Situation nach wie vor kritisch." Die Polizei sucht derzeit nach den Tätern. In Moskau hat es die Homo-Community gegenwärtig schwer: Erst am Dienstag hat ein Gericht das von der Stadtverwaltung ausgesprochene CSD-Verbot in Moskau bestätigt (queer.de berichtete). (dk)



#1 MaxAnonym
#2 hwAnonym
  • 24.08.2006, 15:45h
  • das wird in einem land in dem reiche immer reicher und arme immer ärmer werden auch so weitergehen.

    das geht einher mit rassismus, antisemitismus, alkoholismus und
    schwulenfeindlichkeit.
    nazis und dumpfbacken,
    die aus durchsichtigen gründen das
    label "hammer und sichel" nutzen
    sind verantwortlich für 18 tote und 129 übergriffe aus rassistischen motiven in diesem Jahr.
    die russische armee, die mit „Swesda“ einen eigenen dernsehsender hat (bzw. er gehört dem verteidigungsministerium), schürt nationalismus und damit indirekt abgrenzungstendenzen, die letztendlich stets in aggression münden, gegenüber allem „Fremden“. die modernisierungsverlierer in rußland - rentner, schlecht ausgebildete und damit schlecht bezahlte menschen, das heer der arbeitslosen, allein erziehende mütter und deren kinder (jede zweite hhe endet durch alkoholismus und gewalt in scheidung) - sind wohl das große Reservoir, aus dem sich der Rassismus speist.
    nach dem attentat in einer moskauer synagoge, als ein junger mann mit "Heil Hitler"-rufen wahllos auf die gottesdienstbesucher einstach, setzte die staatsduma endlich das thema rassismus und fremdenfeindlichkeit auf die tagesordnung.
    erstmals stellt sich nun auch die russische politik offiziell gegen ein oftmals verharmlostes und äußerst beängstigendes phänomen.
    das kann nicht reichen.
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#3 andyAnonym
#4 Reiner H.Anonym
  • 24.08.2006, 22:24h
  • Dies wird auch zum nächsten CSD Köln meeting passieren. Laut Aussagen einer menger Bekannter wird es statt eine lustige, eine blutige veranstalltung werden. Da ich zwar nicht schwul bin, aber neutral zu diesen Thema stehe möchte ich um äüßerste Vorsicht bitten. Ausschreitungen sind zwar nicht an Austragungsort selber geplant, jedoch soll laut sicheren Ausagen eine "Message" gesetzt werde.
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#5 FloAnonym
  • 25.08.2006, 09:49h
  • Politiker und Kirchenleute, die ständig gegen Schwule wettern und damit solchen Schlägern Ansporn und Berechtigung verschaffen, sind daran genauso schuldig, wie die, die die Taten dann ausführen.

    Die Täter der Worte sind nicht minder schuldig als die Täter der Ausführung!
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#6 kiddingAnonym
  • 27.08.2006, 07:29h
  • Warum gerade in Russland? Kann das nicht bei uns auch passieren?

    @hw: ".....das wird in einem land in dem reiche immer reicher und arme immer ärmer werden auch so weitergehen....."

    Also ähnliche Verhältnisse wie in unserem Staat...
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#7 hwAnonym
  • 27.08.2006, 13:35h
  • @ kidding

    "Warum gerade in Russland?"

    weil die mischung stimmt

    -armut-religion-nationalismus-

    "Kann das nicht bei uns auch passieren?"

    ja

    "Also ähnliche Verhältnisse wie in unserem Staat..."

    nein,

    die mischung stimmt nicht, art und umfang unterscheiden sich zur zeit.

    ausserdem haben schwule hier möglichkeiten anzugreifen oder zu verteidigen.
    dafür muss man was tun.
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