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Johannesburg (queer.de) - Das südafrikanische Kabinett hat heute der Öffnung der Ehe formal zugestimmt. "Der Gesetzentwurf sieht vor, gleichgeschlechtliche Ehen zu legalisieren, so wie es der oberste Gerichtshof verlangt hat", sagte Themba Maseko der Nachrichtenagentur Reuters. Die Ehe-Öffnung ist in den vergangenen Wochen besonders von christlichen Gruppen und Parteien kritisiert worden (queer.de berichtete). Der vorliegende Entwurf soll auch zusammenlebenden Paaren mehr Rechte gewähren, die nicht heiraten wollen oder können. Nach öffentlichen Anhörungen, bei denen Maseko eine "emotionale Debatte" erwartet, soll das Gesetz im Oktober vom Parlament verabschiedet werden, in dem die Regierung eine komfortable Mehrheit besitzt. Anfang Dezember soll es dann in Kraft treten. Anlass für die Öffnung: Das oberste Verfassungsgericht hatte Ende letzten Jahres das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben für verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete). Die Regierung musste daraufhin entweder die Verfassung ändern oder die Ehe öffnen - und entschied sich für letzteres. Nach den Niederlanden, Belgien, Spanien und Kanada wäre Südafrika damit erst das fünfte Land mit gleichen Ehe-Rechten - und Vorreiter auf dem Kontinent. Die Lage von Schwulen und Lesben hat sich dort rasend schnell verbessert: Nach dem Ende der Apartheid war noch bis 1998 Homo-Sex generell verboten. Seit 1999 gibt es Eingetragene Partnerschaften mit begrenzten Rechten, 2002 wurde dann die Adoption durch Schwule und Lesben erlaubt. (dk)



#1 stephan
  • 24.08.2006, 22:52h
  • Herzlichen Glückwunsch an Südafrika! Wenn man bedenkt, dass noch vor wenigen Jahren die Majorität in Südafrika auf das Schlimmste diskriminiert und entrechtet wurde und nun können sich viele Staaten (darunter die Bundesrepublik) in Sachen Rechte der Minderheiten ein Beispiel an diesem Land nehmen.
    Gut, das ist noch nicht in allen Fragen der Fall, aber immerhin in diesem!
    Und um so trauriger: Die sog. christlichen 'Fundamentalisten' sind wieder einmal nicht einverstanden. ... Ja genau, 'christliche' Intoleranz hat ja seit über eintausendfünfhundert Jahren Tradition und ist damit ein Wert per se. Nur nicht ablassen von Euren heiligen, überkommenen Werten. Schade nur, dass man es im Evangelium nicht findet, nicht wahr? Die einzigen, gegen die Jesu mit Gewalt vorgegangen ist, waren die Geldwechsler im Tempel (wer sich da wohl heute angesprochen fühlen könnte?)- aber so ein bisschen Fälschung hat ja ebenfalls Tradition im sog. Christentum. Nur weiter so ... immer dem Paradies entgegen ... aber wer da hinein darf entscheidet nur Einer ... es lohnt sich also, noch einmal das 'Orginal' zu lesen und zu schauen, ob da eine besondere Belohnung für Intoleranz in Aussicht gestellt wird ...
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#2 SvenAnonym
  • 25.08.2006, 01:45h
  • Wirklich schockierend!
    Nicht die Öffnung der Ehe in Südafrika, sondern dass das weltoffene Europa, da soweit hinterher hinkt!
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#3 manni2Anonym
  • 25.08.2006, 03:15h
  • Liebe Angie, CDU und CSU....das nenne Fortschritt...

    mit grossen Schritten. Armes Deutschland!!!
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#4 FloAnonym
  • 25.08.2006, 09:40h
  • Südafrika:
    bis 1998 Homosex verboten

    1999 eingetragene Partnerschaft mit eingeschränkten Rechten (Ehe 2. Klasse wie in Deutschland)

    2002 Adoptionsrecht für Schwule und Lesben

    2006 Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben

    Das nenne ich schnellen Fortschritt!!
    Da kann sich Deutschland mal eine Scheibe von abschneiden!

    Stattdessen wird in Deutschland diskutiert, ob die eingetragene Lebenspartnerschaft vielleicht noch ein paar Rechte mehr bekommen soll. Aber nur die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist echte Gleichberechtigung! Alles andere ist mehr oder weniger diskriminierend.

    Gleich viel Recht für gleich viel Liebe!
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#5 hwAnonym