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Stockholm (queer.de) - Ein Ausschuss im schwedischen Parlament hat die Öffnung der Ehe empfohlen. Die Eingetragenen Partnerschaften, die 1995 eingeführt wurden, seien veraltet, darum müsste es ab kommenden Jahr Schwulen und Lesben erlaubt sein, in Kirchen zu heiraten. Einer kürzlich durchgeführten Umfrage zufolge sind 46 Prozent der Schweden für die Öffnung der Ehe, 31 Prozent sind dagegen und 23 Prozent haben keine Meinung. Konservative äußerten sich angesichts der Zahlen allerdings skeptisch: "Weniger als die Hälfte der Menschen unterstützen homosexuelle Hochzeiten, und Sie wollen das immer noch durchbringen", so die christdemokratische Abgeordnete Yvonne Andersson nach Angaben des "Advocate" zu den Befürwortern im schwedischen Parlament. "Ich bin enttäuscht, dass der Bericht so lässig mit der öffentlichen Meinung umgeht."
Christlicher Widerstand
Die Schwedische Evangelische Allianz, Pfingstgemeinden und die katholische Kirche haben 50.000 Unterschriften gegen die Öffnung der Ehe gesammelt, berichtet die christliche Zeitung "Dagen". Die evangelisch-lutherische Svenska Kyrkan, der über drei Viertel der Schweden angehören, segnet dagegen bereits schon jetzt Homo-Paare (queer.de berichtete). Darum haben die orthodoxen Kirchen bereits den Kontakt zur ehemaligen Staatskirche abgebrochen. (dk)



19 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 28.08.2006, 13:46h
  • Durch den Wechsel zu konservativen Regierungen sind die ehemals so fortschrittlichen Skandinavier etwas ins Hintertreffen geraten (verglichen mit Belgien, den Niederlande und Spanien). Es wäre schön, wenn diese ehemals so progressiven Staaten jetzt auch bald diese veraltete Ehe 2. Klasse durch eine echte Öffnung der Ehe ersetzen.

    Je mehr Staaten desto besser! Und desto mehr sieht man auch in Deutschland, dass es funktioiert...
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#2 FelixAnonym
  • 28.08.2006, 14:03h
  • Hoffentlich klappt das! Je mehr Staaten die Ehe öffnen, desto besser! (Und desto mehr gehen den Gegnern die Argumente aus!)

    Vielleicht wird das in Deutschland auch die Entwicklung beschleunigen. Nur die Öffnung der Ehe ist echte Gleichberechtigung!

    Aber ich fürchte, solange sich deutsche Schwule und Lesben weiterhin von FDP und SPD weismachen lassen, das Rumdoktorn an der Ehe 2. Klasse namens "Eingetragenen Lebenspartnerschaft" sei ausreichend, wird sich hier nichts ändern. Wenn selbst ein Teil von uns sich so einlullen lässt, werden wir keine echte Gleichberechtigung, die nur durch die Öffnung der Ehe erreicht werden kann, erhalten, sondern und weiterhin mit weniger abfinden müssen, dass hier und da vielleicht mal gnädigerweise ergänzt wird.

    Für eine echte Öffnung der Ehe stehen im Moment nur die Grünen und die PDS. Und da ich die PDS nicht wählen möchte, wird meine Stimme für die Grünen sicher sein!
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#3 SaschaAnonym
  • 28.08.2006, 14:06h
  • @Flo:

    Solange selbst auf dieser Seite derzeit 26% der User das Merkel als ihre "Lieblingspolitikerin" bezeichnen, können wir davon wohl nur träumen...
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#4 manni2Anonym
  • 28.08.2006, 14:07h
  • Diese sogenannten Christen haben auch ueberall ihre Haende im Spiel. Wie bei uns...siehe Edmund Stoiber u.s.w..........
    PS: Schon gewusst, die meisetn Kriege sind Religionskriege!!!
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#5 MarcAnonym
  • 28.08.2006, 14:27h
  • @Felix:

    Sehr richtig! Nur eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist echte Gleichberechtigung! Das hat viele Gründe:

    1. Selbst wenn an der eingetragenen Partnerschaft noch Details nachgebessert würden, wäre sie wahrscheinlich nie exakt identisch mit der Ehe.

    2. Selbst wenn die eingetragene Partnerschaft identisch mit der Ehe wäre, wäre es immer noch diskriminierend, ihr dann für das gleiche einen anderen Namen zu geben.

    Das wäre genauso faschistisch, wie wenn ich Farbigen gleiche Rechte einräume, ihnen aber die Bezeichnung Mensch verwehren würde.

    Gerade im Alltag halt Gleichberechtigung viel mehr mit Begriffen zu tun als mit einzelnen Rechtsvorschriften, die eh kaum ein Nichtbetroffener kennt. Die breite Masser der Gesellschaft fragt nicht, welche Rechte und Pflichten wir im Einzelnen haben oder nicht haben, aber die Öffnung der Ehe könnte zeigen, dass wir wirklich gleich sind!

    3. Beim Nachbessern der eingetragenen Partnerschaft müssten wir für jedes kleine Detail immer wieder neu kämpfen. Das ist wohl auch das Ziel: dass wir dann irgendwann müde werden und uns damit abfinden...

    Statt an mehreren Kleinigkeiten gleichzeitig zu arbeiten, sollten wir unsere Kräfte auf eine einzige Sache konzentrieren, die uns all das mit einem Schlag bringt: die Öffnung der Ehe!

    4. Bei Nachbesserungen an der eingetragenen Partnerschaft kann jedes einzelne Detail von späteren Regierungen bei ausreichender Mehrheit wieder zurückgenommen werden.

    Eine Öffnung der Ehe kann man nicht zurücknehmen! Und Änderungen an der Ehe würden dann Hetero- wie Homo-Paare gleich treffen, wäre also gerecht!

    5. Erfahrungen in anderen Ländern haben gezeigt, dass die Öffnung der Ehe nicht nur ein Umdenken in der Gesellschaft einleitet, sondern auch Schwulen und Lesben mehr das Gefühl gibt, Teil der Gesellschaft zu sein. So entsteht ein ganz neues Wir-Gefühl und auch der Wirtschaft nutzt dies!

    Fazit:
    Nur die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist echte Gleichberechtigung! Alles andere ist und bleibt diskriminierend!

    Was in anderen Staaten funktioniert, kann auch in Deutschland funktionieren (und sogar für Wirtschaft und Gesellschaft nützlich sein)!

    Gleich viel Recht für gleich viel Liebe! Nur das ist fair!
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#6 Malte-ACAnonym
  • 28.08.2006, 14:46h
  • @Felix:

    100% Zustimmung! Die FDP will die Ehe 2. Klasse festschreiben. Dass die soviele schwule Anhänger hat, liegt mehr an genialem Marketing statt an Inhalten.

    Die Grünen haben in der letzten Legislaturperiode gezeigt, dass sie nicht nur labern, sondern ernst machen. Wie angekündigt haben sie die eingetragene Partnerschaft eingeführt (die haben wir nur den Grünen und nicht der SPD zu verdanken). Und jetzt wo sich dies etabliert hat und einiges verändert hat, wollen sie die Ehe öffnen.

    Bei den Grünen ist die entsprechende Aussage gerade mal 3 Klicks von der Homepage entfernt:

    www.gruene.de -> Unser Programm -> 6. Kapitel Bürgerrechte

    Dort steht in einem eigenen Abschnitt namens "Gleiche Rechte für Schwule und Lesben" u.a.:
    "Das Lebenspartnerschaftsgesetz für lesbische und schwule Paare hat in der Gesellschaft große Zustimmung gefunden. Damit ist der Boden bereitet, nun auch die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, das volle Adoptionsrecht und die volle rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen in Angriff zu nehmen."

    Einfach mal durchlesen!

    Die Grünen waren auch die, die in Russland und Polen mitmarschiert sind, auch wenn dort keine Wähler für deutsche Wahlen sitzen.

    Unter den zahlreichen Grünen in Polen waren z.B. auch die hochrangigen Grünen Renate Künast, Claudia Roth, Volker Beck...

    Und in Russland hat Volker Beck sogar seine Gesundheit riskiert um sich für Menschenrechte einzusetzen!

    Wer war eigentlich alles von der FDP dabei? Okay Spaßkanzler Guido saß wahrscheinlich wieder lieber in einem Big-Brother-Container oder malte sich eine 18 unter die Schuhsohlen um sie in Talkshows in die Kamera zu halten. Und der Rest? (Und dass jetzt nicht jemand kommt, von der FDP sei aber auch einer dabei gewesen. Ich rede von hochrangigen FDPlern. Von den Grünen waren auch zig Unbekannte dabei, ebenfalls mehr als von der FDP)

    Oder die Unterrichtsfrage in NRW? Was hat die FDP da gemacht?

    Oder in den Bundesländern, wo die eingetragene Partnerschaft durch die CDU nicht in Standesämtern geschlossen werden darf, obwohl es eine Standesänderung ist. Auch die schaut die FDP zu.

    Die FDP will nur unsere Stimmen, sonst nichts! Die labern viel, aber wenn es drauf ankommt, kommt nur heiße Luft und faule Ausreden

    Ich gebe zu, dass die ein geniales Marketing haben und sehr gut ein Image vorspielen können, dass in der Realität keine Entsprechung findet. Ich selbst bin auch mal darauf reingefallen, bin aber mittlerweile klüger!

    Fehler machen darf man, aber daraus nichts zu lernen ist dumm! Ich habe gelernt und kann nur sagen Never again FDP!!

    Echte Gleichberechtigung kann nur eine Öffnung der Ehe bringen! Alles andere ist Augenwischerei!
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#7 RobinAnonym
  • 28.08.2006, 14:54h
  • "Weniger als die Hälfte der Menschen unterstützen homosexuelle Hochzeiten, und Sie wollen das immer noch durchbringen", so die christdemokratische Abgeordnete Yvonne Andersson...

    Und noch 15 Prozentpunkte weniger (also noch weniger als ein Drittel) sind dagegen!! Schön, wie die Konservativen sich immer die Zahlen so rauspicken, wie es gerade für ihre Ziele nützlich ist!

    Fakt bleibt: die Mehrheit ist für die Eheöffnung! (15 Prozentpunkte mehr als dagegen, mit so einem Wahl-Ergebnis (fast 50%) würde jede Partei jubeln)

    46% dafür, 31% dagegen, da sollte die Entscheidung klar sein! (Mal abgesehen davon, dass Grundrechte nicht abstimmbar sein sollten.)

    "Die Eingetragenen Partnerschaften, die 1995 eingeführt wurden, seien veraltet, darum müsste es ab kommenden Jahr Schwulen und Lesben erlaubt sein, in Kirchen zu heiraten."

    In immer mehr Staaten ist man weiter als in Deutschland! Aber solange in Deutschland selbst die Schwulen sich von der FDP verarschen lassen, (die eh nur weniger wollen als andere Parteien, aber selbst da viel reden, aber in der Praxis immer den Schwanz einziehen) wird man in Deutschland wohl nie so weit kommen!
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#8 StarletAnonym
  • 28.08.2006, 17:52h
  • Wenn die Kirche es ablehnt, das sog. "Rotlichtmilieu" zu segnen, dann habe ich dafür vollstes Verständnis! Wenn sie es aber ablehnt, zwei Menschen, die sich in einer Partnerschaft zueinander bekennen und die füreinander einstehen wollen, dann ist es für mich absolut unverständlich, wenn eine Bitte um den Segen Gottes für das gemeinsame Leben aös "unmoralisch" abgelehnt wird! Wer besonders "fromm" ist (oder zu sein meint), hat offensichtlich einen besonders engen Horizont. Da kann man wohl nichts machen!
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#9 SAMAnonym
  • 28.08.2006, 18:21h
  • @4manni2: Meine Güte deine Unkenntnis ist wirkjlich erschreckend. Der Einfluß der Katholiken ( 5% der Skandinavier) der Pfingstgemeinden und sonstiger evangelischer Sekten ist so minimal das sie vieles haben, aber sicher keine Hand im politischen Spiel in Schweden! Selbst die ehemalige Schwedische Staatskirche sieht das anders. Also immer auf den Boden der Tatsachen beliebn, verhindert wird es auch in Schweden eher durch Politiker die immer noch glauben , die Mehrheit teile Ihre Meinung!
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#10 Homo PoliticusAnonym
  • 28.08.2006, 18:29h
  • @Malte + @Robin

    ... wenn ihr auch nur ansatzweise objektiv wärt, müßtet ihr die SPD genauso kritisieren, wie ihr die FDP kritisiert ... schließlich waren die Partei- und Fraktionsvorsitzenden der SPD, Kurt Beck und Peter Struck auch nicht beim CSD in Warschau ... und ich wüßte nicht, dass die sich auch nur annähernd in dem Umfang für die Rechte der Schwulen und Lesben eingesetzt haben, wie dies der Partei- und Fraktionsvorsitzende der FDP immer wieder tat ...

    ... also nicht immer einseitig zugunsten der Linken argumentieren, wenn die Faktenlage ganz anders aussieht ...

    ... was eure blinde Folgschaft gegenüber den Grünen angeht: Auch in dieser Partei gibt es genügend prominente Vertreter, die nicht viel mit Schwulen und Lesben anfangen können und sich nun wirklich nicht für deren Belange einsetzen ... z.B. die ehemalige Bundestagsvizepräsidentin Dr. Antje Vollmer hat sich immer wieder gegen ein Adoptionsrecht für Schwule und Lesben ausgesprochen ... da gibt es ja selbst in der CDU bereits fortschrittlichere Stimmen zu diesem Thema ...

    ... und letztlich zeichnet sich eine Partei ja wohl kaum (für mich jedenfalls nicht) nur dadurch aus, was sie für eine "Schwulenpolitik" betreibt ... Grüne, Linke und SPD argumentieren z.B in der Wirtschaftspolitik völlig an der Realität vorbei und gehen auf diesem Gebiet populistisch auf Stimmenfang ... also welcher vernünftige Mensch (ob nun schwul oder hetero) kann solche Parteien wählen!?
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