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Zuviel macht wild, zuwenig schlapp: Alles, was Du über Testosteron wissen musst!

Von Christian Scheuß

Das für Männer so wichtige Hormon Testosteron ist wichtig für den Dödel. Sehr wichtig sogar. Denn es fördert das Wachstum und die Funktion von Penis und Hodensack.

Testosteron reguliert die Spermienproduktion und ist für das reibungslose Funktionieren der Geschlechtsdrüsen verantwortlich. Das Hormon steigert die Libido, also das sexuelle Verlangen, und es hemmt die Schmerzempfindlichkeit. Es entsteht in den Hoden.

Die sichtbarsten Auswirkungen hat das Hormon auf die sekundären Geschlechtsmerkmale. So besitzt es eine muskelaufbauende Wirkung, ist für den Stimmbruch in der Pubertät verantwortlich, sorgt für die Körper, Scham- und Achselbehaarung sowie den Bartwuchs. Männer, die einen hohen Testosteronspiegel im Blut haben, verlieren eher ihre Kopfbehaarung. Männer mit Glatze sehen oft sexy aus, aber das heißt nicht, dass sie automatisch öfters Sex haben als Kerle mit vollem Haupthaar. Ein zu hoher Hormonpegel lässt Männer gar wild werden. Unangenehme Eigenschaften wie Imponiergehabe oder der Kampfdrang treten zutage. Prostatakrebs, eine größere Thrombosegefahr und eine Erhöhung der Herzinfarkt- und Arteriosklerosehäufigkeit sind ebenfalls Folge von zu viel Testosteron im Blut.

Zu wenig ist ebenfalls schlecht. Denn das führt unter Umständen zu Erektionsstörungen. Reicht die natürliche Produktion von Testosteron nicht aus, dann kann eine Langzeittherapie mit von außen zugeführtem Testosteron erfolgen. Es gibt Pflaster oder Gele, die man auf die Haut aufträgt.

Allerdings benötigt jeder Mann höchst unterschiedliche Testosteronspiegel, um seine männlichen Eigenschaften zu behalten. Manch "unmännlich" wirkenden Herren mit geringer Libido haben einen relativ hohen Spiegel an Testosteron. Andererseits gibt es sehr viril wirkende Typen mit voll entwickelter Libido mit einem sehr geringen Spiegel. Das macht die Diagnose »zu wenig Testosteron« schwierig. Lediglich bei einigen fest umschriebenen Krankheitsbildern wie Hypogonadismus (eine Unterfunktion der Hoden) wird deshalb mit Testosteronzufuhr behandelt. Bodybuilder, die auf einen sehr schnellen Muskelzuwachs und eine Steigerung ihrer Leistung setzen, verwenden gern Testosteronprodukte, die sich auf dem Schwarzmarkt besorgen lassen. Allerdings setzen sich diese Sportler einem großen gesundheitlichen Risiko aus.

Mit dem Alter sinkt der Testosteronspiegel leider. Das so genannte Klimakterium der Männer hat ein Nachlassen der Lust auf Sex, eine Abnahme der Vitalität bis hin zu Depressionen sowie einen Abbau von Muskelmasse und Knochendichte zur Folge.

29. August 2006



#1 PierreAnonym
  • 29.08.2006, 14:14h
  • Uff, denke, mein Hormonspiegel ist auch gesunken. Ist wohl auch das Klimaterium.
    Gut so. Endlich Ruhe vor dem ganzen Sex.
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#2 hwAnonym
#3 SaschaAnonym
  • 04.09.2006, 22:43h
  • @Pierre:

    Genau! Sex ist doch sowieso etwas Schmutziges!

    Warum kommen wir nicht alle gleich als impotente Greise auf die Welt?!

    Dann könnte konservativ-bigotte Scheinmoral endlich Realität werden - selbst bei denen, die sie predigen!
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