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Sansibar-Stadt (queer.de) - Mullahs haben in einem Brief an das Kulturministerium des weitgehend autonomen Inselstaates Sansibar dazu aufgerufen, eine Party anlässlich des 60. Geburtstages von Queen-Sänger Freddie Mercury zu verbieten. "Es entwürdigt Sansibar als Ort des Islam, wenn die Insel mit Mercury asoziiert wird", so die Gemeinschaft für islamische Mobilisierung und Verbreitung nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP. Der Brief wurde unterzeichnet von Mullah Abdallah Said Ali, der dem Sänger vorwirft, ein vom Islam verdammtes Leben geführt zu haben. Mercury ist im ostafrikanischen Sansibar geboren worden. Die Mehrheit der Bevölkerung ist muslimisch, allerdings wuchs Mercury als Anhänger des Zoroastrismus auf, einer monotheistischen Religion um den Schöpfergott Ahura Mazda. Anlass für den Protest war eine groß angekündigte Strandparty am 5. September, dem Geburtstag des Sängers. Sansibar ist ein beliebtes Reiseziel südafrikanischer Schwuler, obwohl das Land eines der repressivsten Gesetze gegen Schwule hat. So wird schwuler Sex - ebenso wie Mord - seit über zwei Jahren mit lebenslänglicher Haft bestraft (queer.de berichtete). Erst kürzlich gab es Berichte, dass islamische Geistliche ein schwules Pärchen verprügelt haben, das sich über die Homo-Ehe unterhalten hatte. Die Muslime wurden freigesprochen, das Paar wurde allerdings zu einer Haftstrafe verurteilt. (dk)



#1 FloAnonym
#2 No E-PatentsAnonym
  • 29.08.2006, 18:21h
  • Mullahs reprädentieren halt nur sich selbst. Wie die Politiker anderer Länder haben auch sie den Realitätssinn verloren.
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#3 WisczinskAnonym
  • 29.08.2006, 19:08h
  • Und nicht nur den verloren, auch den Verstand. Die Gelehrten sind dümmer als die Polizei erlaubt. Sollten wir sie nicht mal alle auspeitschen oder so:-)!
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#4 antosAnonym
  • 29.08.2006, 20:13h
  • "Wie die Politiker anderer Länder haben auch sie den Realitätssinn verloren." [NE-P]

    Eben gerade nicht. Aus der Sicht eines solchen Typen hat Mercury in der Tat "ein vom Islam verdammtes Leben geführt" - als Homo, Popsänger und Zartoshti.

    Deswegen ist die Meldung selbst auch ziemlich uninteressant. Ein bisschen interessanter wird sie erst dadurch, dass man ihr ablesen kann wie uneinheitlich die 'islamische Sichtweise' ist - und was für ein Quatsch das Gerede von einer Nationen übergreifenden 'Wertgemeinschaft der Muslime' ist. Denn während dieser Mollah seinen Bannspruch verkündet, gehörte die Gruppe Queen 2004 zu den ersten europäischen Popgruppen, die in der von einer rigiden Zensurpolitik aufrecht erhaltenen shiitischen Islamischen Republik Iran offiziell verkauft werden durften. Dabei spielt natürlich eine Rolle dass Farrokh Bulsara alias Freddy Mercury persische Eltern hatte. - Nationalismus und gute Umsätze schlagen islamsisches Gerede.
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#5 antosAnonym
  • 29.08.2006, 22:13h
  • Die Überschrift dieses Artikels "Sansibar: Muslime gegen Freddie Mercury" ist übrigens BILD-würdig. Einige Mollahs haben diesen Brief geschrieben - nicht 'die Muslime'.
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#6 hwAnonym
#7 DerDaAnonym
#8 orlandoAnonym
  • 30.08.2006, 12:55h
  • Es ist erstaunlich und betrüblich, dass trotz dieser -anscheinend offiziell gedulteten - homophoben Politik Sansibar weiterhin ein beliebtes Ziel für Gays aus Südafrika ist. So wird wohl nichts ändern, wenn wir Schwule Regierungen, die solche Aeusserungen tolerieren, weiterhin stillschweigend unterstützen
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