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Canterbury (queer.de) - Überraschend hat sich der Führer der anglikanischen Weltkirche von seiner einstigen Unterstützung für homosexuelle Beziehungen distanziert. Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury, sagte zum "Nederlands Dagblad", Schwule und Lesben dürften nicht ohne Bedingungen in die anglikanische Gemeinschaft aufgenommen werden. "Ich glaube nicht, dass die bedingungslose Aufnahme kein Wert an sich ist. Wir heißen aber jeden willkommen", so Williams. "Ethik ist keine Ansammlung abstrakter Regeln, sondern es ist die Frage, ob wir mit Christus leben. Das gilt auch für die Sexualethik." Aktive Homosexualität sei unvereinbar mit den Lehren der Bibel, ist sich der 56-Jährige jetzt sicher.
"Engstirnige, konservative Sekte"
Mit diesen Ausführungen will der Erzbischof konservative Landeskirchen besonders in Afrika davon abhalten, aus der anglikanischen Gemeinschaft auszutreten. Seit 2003 im amerikanischen New Hampshire ein offen Schwuler zum Bischof geweiht wurde (queer.de berichtete), schwelt unter den Anglikanern ein Streit um die Bewertung von Homosexualiät. Williams selbst hatte vor 20 Jahren in einem Essay noch gleichgeschlechtliche Liebe verteidigt. "Das war, als ich noch ein Professor war", rechtfertigt er sich heute. "Damals wollte ich nur eine Debatte anregen". Der schwule Labour-Abgeordnete Chris Bryant, der sich als "christlichen Sozialisten" bezeichnet, kritisierte den Bischof seiner Staatskirche scharf: "Die Church of England überlebt in den Städten ohne die schwulen Geistlichen nicht", so der 44-Jährige nach Angaben des "Daily Telegraph". "Viele werden sich jetzt betrogen fühlen. Rowan hat die Church of England in eine engstirnige, konservative Sekte verwandelt." (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

10 Kommentare

#1 SvenAnonym
  • 29.08.2006, 15:03h
  • Ich kann's nur wiederholen: "Weg mit den Scheiß-Kirchen!"

    Wo bleibt denn bitte schön die Glaubensfreiheit?
    Gibt's nicht, so lange Kirchen vorgeben, was alle zu glauben haben.
    Vorallem diese monotheistischen Kirchen sind die schlimmsten, weil sie Monopole auf alles anmelden und diese mit unerbärmlicher Härte gegen alle Andersdenkenden durchsetzen wollen.

    Wir brauchen keine Religionen mehr, um das Zusammenleben zwischen den Menschen zu regeln, dafür haben wir in der Neuzeit Gesetze, die (teilweise) demokratisch beschlossen werden.

    Es haben eh noch nie 2 Menschen genau das selbe geglaubt!
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#2 FloAnonym
  • 29.08.2006, 15:55h
  • So sind also Kirchenvertreter:

    wenn konservative afrikanische Landesverbände auszutreten drohen, verkauft man seine Überzeugungen.

    Entweder man hat eine christliche Überzeugung von Gleichheit, Toleranz und Nächstenliebe und kann dann auch damit leben, wenn konservative Pseudochristen austreten oder man hat sie nicht bzw. verkauft sie.

    Pfui!
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#3 freemanAnonym
  • 29.08.2006, 17:19h
  • Wo sind denn jetzt die ganzen User, die hier als unendlich lange Romane schreiben, wenn der Papst oder sonst irgendeiner von der katholischen Kirche etwas gegen Homosexualität gesagt hat ???

    Wird hier nicht mit zweierlei Maß gemessen?

    Da finde ich so was noch viel erbermlicher, wenn man nicht zu seinem Wort steht, wie die Anglikanische Kirche!
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#4 No E-PatentsAnonym
  • 29.08.2006, 18:20h
  • Eben typische Religiöse Fanatiker, mehr fällt mir dazu nicht ein..

    Fehlt nur noch, das sich einer von denn mittels Sprengstoffgürtel selbst beseitigt.

    Zuzutrauen wäre es Ihnen
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#5 VollkornmannAnonym
  • 29.08.2006, 20:28h
  • Wenn ich die Kommentare zu solchen Themen durchlese, frage ich mich wirklich: Gibt es hier eigentlich noch irgendwelche einigermaßen differenziert denkende User, oder bloß noch Hau-drauf-Poster, die ihre abgestandenen Vorurteile ablassen?

    Saudumme Sponti-Sprüche wie »Weg mit den Scheiß-Kirchen« sind um keinen Deut besser als das schwulenfeindliche Gewäsch konservativer Kleriker. Also woher nehmen die einen das Recht, auf die anderen mit dem Finger zu zeigen? Wenn ihr Macht hättet, wärt ihr mindestens genauso ungerecht und ignorant gegen das, wovon ihr nichts versteht, wie die, die ihr jetzt kritisiert. Ihr könnt euch also gegenseitig die Hand geben.

    Da hat Queer (wieder mal) die Einzelmeinung eines Kirchenvertreters ausgegraben, wird sich aber (wieder mal) kaum die Mühe machen, den Widerspruch zu dokumentieren, den diese Äußerung durch andere Theologen erfährt. So formt man Weltbilder.

    Mir fällt dagegen ein, daß es diesen Sommer in Riga einen Pride-Gottesdienst in einer anglikanischen Gemeinde gab, während vor der Kirchentür aufgebrachte Schwulenhasser demonstrierten. Und ich finde es auch sehr anerkennenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit sich bei uns die anglikanische Kirche am ökumenischen CSD-Gottesdienst beteiligt – einfach so, nicht etwa, weil der Pfarrer bzw. die Pfarrerin zur Familie gehören würde.
    Worauf es ankommt ist, was vor Ort getan wird, nicht was irgendein Oberhäuptling in einem Interview spricht.

    Aber viel angenehmer, als sich mal genauer umzuschauen ist es offenbar, alles aufzusaugen, was das eigene Selbstverständnis als arme, ungerecht verfolgte Opfer fördert und damit seine fixen Feindbilder zu pflegen.
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#6 HampiAnonym
  • 29.08.2006, 20:42h
  • @vollkornmann: Ja, ich habe auch das Gefühl es gibt genauso viele sture und engstirnige Homos wie es konservative Heteros gibt! Manche schreien gleich, wenn jemand kritische Äusserungen über Homosexualität macht, und das ist doch genauso primitiv wie wenn jemand alle Schwulen in Grund und Boden verdammt. Bitte,wenn es jemanden ekelt beim Gedanken an homosexuellen Geschlechtsverkehr,dann ist das sein gutes Recht, es gibt ja auch genügend Homosexuelle die gleich die Krätze kriegen wenn sie sich vorstellen, wie ein Heteromann mit einer Frau schläft....also,die Engstirnigkeit ist wohl gegenseitig und beide Seiten haben wohl mit dem Sprichwort "leben und leben lassen" wenig am Hut!
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#7 ThysonAnonym
  • 29.08.2006, 22:00h
  • Na Endlich ist die Welt wieder in Ordnung. Alles geht seines
    Weg. ;-) So wie sich das gehört.

    Eine Homofreundliche Christliche Kirche? Was kommt denn
    als Nächstes? Stäubers Schirmherrschaft über den
    Münchener CSD? Hude die mit Katzen kuscheln? Der
    Weltfrieden?

    Ich find ja die Leute erstaunlich, die tatsächlich dran geglaubt
    haben.

    "Niemand hat vor eine Mauer zu bauen" Na. Schon mal
    gehört? Anderer Politischer Kontext, aber diese Aussage war
    mindestens genau so glaubwürdig.

    Und es bringt überhaupt nichts zu schreien die Kirche
    abzuschaffen. Sie ist wie der Crazy Frog: Man kann nur
    versuchen ihn so gut wie möglich zu ignorieren. Und wenn
    jemand ihn zu Penitrant spielt, dann dieser Person einen auf
    den Latz geben. Vielleicht sollten wir mal Frau Merkel darauf
    aufmerksam machen, dass ihr vatikanischer Klingelton nervt.

    Und von der Kirche zu verlangen sich zu ändern ist unfug.
    Das währe so, als würde man auf einen Felsen einreden, er
    möge doch ein wenig leichter werde, damit man ihn
    wegrollen könne. Also gebts doch endlich auf, euch falsche
    Hoffnungen zu machen.
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#8 Krzyszek
#9 The-Italo-GaYAnonym
  • 30.08.2006, 15:05h
  • @Vollkornmann

    Sehr schön berichtet, sehe auch hier seit sehr langem wie viele Schwule ablästern über christliche Kirchen...

    Natürlich hat jeder Verein seine Fehler aber dann muss man überall austreten egal wo man drin ist. Das ist nicht der Beste Weg. Vielmehr kann man etwas in Organisationen bewirken. Ich arbeite selber als Lektor in der katholischen Kirche und so gut wie jeder weiß daß ich homosexuell bin. Keiner hat damit ein Problem.
    Ich denke mal viele die hier immer abtrünning über Kirchen schreiben, schrieben daß hier rein, was sie woanders lesen ohne sich mit dem Thema Kirche selbstmal befasst zu haben oder Kontakt gehabt zu haben.

    Übrignes kenne ich selber viele Schwule, die zu uns in den Gottesdienst kommen, weil sie es nicht so verbittert sehen und keine Nachteile in der Kirche verspüren.
    Das stimmt nämlich auch nicht, daß Schwule extrem austreten. Im Gegenteil.

    Kirche gibt auch denen viel Halt, weil sie auch eine gewisse Aufgabe in moralischer Sicht in unserer Gesellschaft hat... Ich denke mal unser Gewissen was von Anfang an zwar da war ist durch eine christliche Erziehung intensiviert worden, so daß wir Menschen uns mit mehr Respekt entgegnen usw...

    Denke mal, daß unsere Kirchen nicht aus der Gesellschaft weg zu denken sind, weil sie schon ein Sprachrohr und eine Instanz ist, die mit gehobenen Finger versucht aufmerksam zu machen. Vielleicht nicht immer im Sinne jedes Einzelnen aber das schafft ja keine Institution oder Verein..

    Was sie tun sollten, wäre sich neuen zeitlichen Ansichten zu alten Themen anzueignen.
    Ansonsten ist es eine gute Institution die vielen Menschen auf dieser Welt hilft- auf der einen oder anderen Weise..

    Es gibt halt zwei Seiten ....
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#10 StarletAnonym
  • 14.12.2006, 13:26h
  • Der Begriff "aktive Homosexualität" sagt genausowenig aus wie der Begriff "aktive Heterosexualität". Sexualität kann losgelöst von einer ganzheitlichen Bindung an einen Menschen gelebt werden und egoistisch "konsumiert" werden (wie z.B. in Klappen, schwulen Saunen, Swinger-Clubs, Bordellen aller Art), kann aber auch Bestandteil einer liebenden Beziehung zweier Menschen zueinander sein. Wenn eine Kirche meint, hier "urteilen" zu müssen, dann sollte sie nicht mit zweierlei Maß messen, so wie dies aber immer wieder geschieht.
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