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London (queer.de) - Die britische Homo-Gruppe Outrage hat vor einer "Talibanisierung des Irak" gewarnt. Outrage-Vorsitzender Peter Tatchell schreibt in der "Tribune", große Teile Bagdads seien de facto unter der Kontrolle von Fundamentalisten, die Schwule im Taliban-Stil hinrichten würden. "Zwei Milizen erledigen die meisten Tötungen", so Tatchell. "Es sind die paramilitärischen Einheiten von zwei Parteien in der irakischen Regierung, die auch von den USA und Großbritannien unterstützt wird. Mahdi ist die Gruppe von Muqtada as-Sadr und Badr ist die des Obersten Rates für die islamische Revolution im Irak, der führenden politischen Kraft in Bagdads regierender Koalition." Tatchell nennt als Beispiel das Schicksal von Wissam Auda, einem ehemaligen Mitglied der irakischen olympischen Tennismannschaft. Wissam habe "Todesdrohungen erhalten wegen seiner Homosexualität". Am 25. Mai sei sein Wagen in Bagdad gestoppt worden. Auf offener Straße sei er dann mit einem Mitspieler und seinem Trainer exekutiert worden. Tatchell sagt, Outrage arbeite mit einer Untergrund-Homogruppe im Irak zusammen, die sich für eine Verbesserung der Lage einsetze. (dk)



#1 FelixAnonym
  • 05.09.2006, 16:23h
  • Stets sind die Länder am faschistischsten, die es sich eigentlich am wenigsten erlauben könnten. Die Begründung ist klar: Armut und schlechte Bildung sind der ideale Nährboden für politische und religiöse Extremisten!
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#2 hwAnonym
  • 05.09.2006, 16:55h
  • das brutale barbarische chaos. unter dem despoten saddam ging´s schwulen besser.
    arg, arg traurig, aber wahr.
    faschismus ist eigentlich immer gut organisiert. das geht
    eher in richtung water-world, diesmal mit sand.
    eingeigelte waffen-us mit britischer
    unterstützung.
    wenn homofeinde von islam-faschismus
    faseln, wie bush, und ihre jounalistischen
    stalin-orgeln mit dem presswort die medien
    eindecken, wollen sie von sauereien ablenken, die sie angerührt haben und für neue mobilisieren.
    der irak ist eine, afghanistan eine weitere, die nächste in planung. gut das sich bill clinton laut und deutlich gegen diesen stuss ausgesprochen hat. peter tatchells arbeit ist spitze.

    www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23484/1.html

    Clinton propagiert Entwicklungshilfe statt Kriegspolitik
    ....hatten in diesem Zusammenhang von "islamischen Faschisten" gesprochen, die es wie Hitler-Deutschland frühzeitig zu bekämpfen gelte.....Die einzige Ähnlichkeit zwischen dem Krieg gegen den Terror im Irak und dem Zweiten Weltkrieg sei, "dass dieser Krieg bald so lange dauert wie der Zweite Weltkrieg". Das Weiße Haus benutze eine vereinfachende Sprache, die der Lage nicht gerecht werde, dem. senator joseph biden, homo-freund !!!!

    www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,434957,00.html

    ist spitze.
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#3 hwAnonym
  • 05.09.2006, 17:15h
  • ...weil mir´s grad hochkocht...
    die talibanisierung wurde von der cia
    ausgeheckt, um zu verhindern, dass
    afghanische mädchen die schule besuchen, afghanische frauen studieren
    und in einem laizistischen staat medizin
    und bildung für alle zur verfügung stehen
    sollte. der afghane in meiner nachbarschaft spricht englisch und russisch.
    der plan wurde mit us-geldern, us-stinger-raketen und der hilfe des geheimdienstes der pakistanischen atommacht umgesetzt.
    mit der diesjährigen rekord-opium-ernte in nordafghanistan kann man prima waffengeschäfte für marodierende mordbanden in den nachbarländern nach geheimdienst-gusto finanzieren. für das freihalten der verkehrswege in nordafghanistan sorgt die bundeswehr.
    Talibanisierung ? Verbushung !!!
    renamo, unita, pol pot wäre die steigerung,
    waren alle unter den fittichen der cia und der der waffen-us....., nix radio moskau,
    us-untersuchungsausschüsse....
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#4 rudolfAnonym
  • 06.09.2006, 09:05h
  • @hw

    Na ja, Mitschuld tragen nicht nur die U.S.A. , sondern auch der , der sich Talibanisieren läßt - gegen seine eigenen sozialen und nationalen Interessen. Wer seine religiösen Tradtionen und Gefühle pervertieren läßt, daß sie in Gewaltorgien enden, trägt auch Selbstverantwortung. Niemand zwingt die arabische Welt zur zivilisatorischen Rückständigkeit. Günstig und zuverlässig Öl liefern könnte auch ein arabisches Norwegen.

    Deshalb ist der Begriff 'Islam-Faschismus' (oder eben Pseudo-Islam-Faschismus) schon ok. Auch das ist nicht neu: obwohl es heute in den Medien gern verschwiegen wird: Nazi-Deutschland kollaborierte gerne mit klerikalfaschistischen Regimen, die dem heutigen Iran sehr ähnlich waren (Vichy, Slowakei, Kroatien, Spanien).
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#5 hwAnonym
  • 06.09.2006, 12:29h
  • @ rudolf

    ich weiß was du meinst.
    wir beide sind ja wohl produkte der aufklärung und der sozialisation des
    europas nach dem 30-jährigen krieg
    und den kriegen in europa bis heute.
    bombardierung belgrads, als vorläufiger schlußpunkt.
    die amerikanischen kolonien englands
    wurden gezwungen rohstoffe billig zu
    exportieren und englische fertigwaren
    teuer zu importieren. england lag es an der
    verhinderung des entstehens amerikanischer industrie. wir können jetzt
    zum tee. vielleicht nach boston zur party.
    warum glaubst du, dass transatlantische kapitalien verhindern, dass dass die
    klerikalfaschistischen talibans der mekka-monarchen in riad einem staat, mit dem
    1. mai als feiertag, weichen müssen.
    frankreich schickte den amerikanischen kolonien truppen, generäle und die freiheitsstatue in der hoffnung auf möglichst viel tee. die sorten:
    liberté, egalité, fraternité
    die amerikanische politik hat in dieser weltregion j e d e n ansatz zum entstehen solcher staaten mit a l l e n mitteln verhindert. du weißt genau warum.
    natürlich waren wir hier jahrzehnte nutznießer dieser aufführung.

    ceterum censeo:
    islamfaschismus delenda est,
    so als begriff...
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#6 CarstenAnonym
#7 xapplexAnonym
  • 06.09.2006, 16:59h
  • Wenn man nach Wissam Auda googelt erhält man immer dieselbe Meldung: Er und sein Trainer sind bedroht und umgebracht worden, weil sie in kurzen Sporthosen herumliefen und damit westlich-dekadent und unislamisch gekleidet waren. Für die Islamisten offenbar das männliche Pendant zum fehlenden Kopftuch, für das sich ja unser Volker Beck so vehement einsetzt.

    Auch wenn es immer wieder behauptet wird: Nicht Armut und schlechte Bildung sind die Ursache für Gewalt. Wäre es so, müßten sich Terroristen vor allem aus Schwarzafrikanern, Haitianern und Nordkoreanern rekrutieren. Die sind aber bisher nicht in Erscheinung getreten. Im Irak schlachten sich die Leute gegenseitig ab, weil der Gegner der falschen islamischen Strömung angehört, was in der queer.de-Meldung sorgsam verschwiegen wird. Wenn Auda also wie behauptet von der Badr-Miliz oder der Mehdi-Armee von Muqtada al-Sadr umgebracht worden ist (welche denn nun? Beides schiitische Privatarmeen, aber untereinander sind sie sich nicht gerade grün) – dann liegt der Verdacht nahe, daß Auda und sein Trainer Sunniten waren. Vielleicht kann ein arabischer Forumsteilnehmer das anhand des Namens erkennen.

    Die USA haben im Irak freie Wahlen unterstützt – nicht bestimmte Parteien und schon gar keine Milizen. Man kann natürlich sagen, freie Wahlen sind homopolitisch gesehen Scheiße, unter Saddam war alles besser. Aber nach zwei verlorenen Kriegen, Hunderttausenden von Toten und Giftgaseinsätzen gegen seine eigene Bevölkerung war seine Zeit nun mal vorbei. Wer mehr über die beiden erwähnten Parteien (SCIRI und Mehdi-Armee) wissen will:

    www.atimes.com/atimes/Middle_East/HI06Ak01.html

    Die Asia Times ist alles andere als pro-amerikanisch, trotzdem wird deutlich, daß es Quatsch ist zu behaupten, die beiden Gruppen würden von den USA unterstützt. Vielmehr sind sie als pro-iranisch einzustufen.

    Es wird immer so getan, als sei Gewalt gegen Schwule im Irak etwas völlig Neues, das es erst seit der amerikanischen Invasion gibt. Es ist nichts anderes als das was im Iran seit 1979 passiert. Das ist den Berufsmenschenrechtlern aber allenfalls eine Randnotiz wert. Nennt ein einziges Land in Nordafrika und Westasien, in dem Schwule nicht jeden Tag fürchten müssen, bedroht, verhaftet, zusammengeschlagen oder umgebracht zu werden. Eins gibt es: Israel.

    Was die Kommentare angeht: selten so gelacht! Pol Pot als Zögling der CIA! Hat etwa den gleichen Wahrheitsgehalt wie die BBC-Meldung vor ein paar Tagen: Amerika ist schuld am Absturz eines russischen Flugzeugs im Iran. Zuviel Mainstream Media geguckt?
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#8 hwAnonym
  • 06.09.2006, 21:42h
  • @ xamericanreflex

    wie sich marodierende mordbanden etikettieren ist mir eigentlich wurscht.
    die pol-pot unterstützung ist in uno-protokollen und us-untersuchungsausschüssen des us-kongresses leidlich dokumentiert.

    Unter der Führung der USA und Großbritanniens hat der Westen den Guerillakampf der Roten Khmer gegen die kommunistischen Vietnamesen unterstützt. Deshalb durften die Roten Khmer auch noch bis zum Pariser Friedensabkommen von 1991 den Uno-Sitz behalten.

    ähnlich wie die der iran-contra-affäre bezüglich nicaraguas.

    de.wikipedia.org/wiki/Iran-Contra-Aff%C3%A4re

    so die stöckechen zum
    hüpfen, wären jetzt abgearbeitet.

    unter saddam war, je länger amerika im irak bleibt, mehr besser.
    arg arg traurig, aber wahr.
    nationbombing kann nur kranken hirnen entspringen.niemand hat hier so getan als ob es unter saddam keine schwulenverfolgung gegeben hätte. die irakischen schwulen waren aber auch nicht doof und konnten sich in intakten berechenbaren strukturen bestimmt entsprechend sicher bewegen.
    schon das du auch den beitrag des militärisch-industriellen komplexes in israel
    für das vergiften des politischen klimas in dieser region erwähnst. dort kann man geradezu streubombig belegen, dass massenhafte mörderische gewalt nichts mit armut und schlechter bildung zu tun hat.
    das relativ reiche und gebildete israel gönnt sich seine teilhabe mit bushs segen, die region aufzumischen. und alttestamentarisch hass zu sähen. der rest steht in der bibel.
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#9 hwAnonym