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Im Schweizer Ski-Gebiet steigt im Januar 2007 wieder die "Arosa Gay Skiweek". Dann geht es auf den Pisten wieder mächtig zur Sache.

Von Jan Gebauer

Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, allerdings dürfte der Sommer in diesen Tagen wohl endgültig seinen Abschied nehmen. Da wird es langsam Zeit, noch bevor Zimt-Plätzchen, Marzipankartoffeln und Knickebein-Schokolade in den Geschäften vergammeln, die Planung für den kommenden Winter in Angriff zu nehmen. Also, Schwimmflossen in den Schrank – Moonboots aus dem Keller und vom Staub befreien. Wer keine Lust auf langweiliges Brutzeln an den altbekannten Homo-Stränden à la Ibiza hat, dürfte vielleicht im kleinen Schweizer Städtchen Arosa glücklich werden. Vom 6. bis zum 12 Januar 2007 findet dort nämlich zum dritten Mal die vielleicht verrückteste, aber liebevollste schwule Woche der Saison statt: die "Gay Skiweek"! Das Hotel Eden-Arosa lädt eine Woche lang zum etwas anderen Party-Event in den verschneiten Alpen ein. Alleine die Anreise ist schon ein Erlebnis. Mit der Bummelbahn geht es von Chur laaaaangsam die Berge hinauf – endloser Schnee, hohe Tannen, kristallklare Bäche – Servus, Grüezi und Hallo! Das übertrifft jegliche Eindrücke, die man sonst nur übers Fernsehen vermittelt bekommt, bei weitem.

Ob Ski-Experte, Schlitten-Junkie oder Party-Schnapsdrossel – das Programm von Veranstalter und Eden-Chef Hitsch Leu lässt keine Langeweile aufkommen. Nach dem Einchecken am Sonntag gibt es die Welcome-Party, bei der zwischen Fingerfood, Prosecco und Cocktails die ersten Kontakte geknüpft werden können. 2006 war die Mischung der Gäste perfekt: Von 20 bis 40 war alles vertreten, die Jungs locker drauf und für jeden Spaß zu haben. Die Schweizer kennen kaum Berührungsängste und lassen keinen alleine herumstehen. Anschluss finden: kein Problem! Am ersten Abend werden auch gleich die Gruppen eingeteilt. Experten, Anfänger oder eben jene, die mit den sportlichen Aktivitäten wenig am Hut haben (der Schreiber dieser Zeilen) – für jeden gibt es eine Möglichkeit, in den kommenden Tagen glücklich zu werden. Und einen Holzschlitten kann wohl jeder bedienen. Dafür braucht man keine Vorkenntnisse. In den kommenden Tagen kann dann entweder in der Gruppe oder individuell auf den Berg "geschlittelt" werden. In der Tschuggenhütte gibt es reservierte Liegen und eine atemberaubende Aussicht auf die Pisten. Am Montag heißt es "Arosa Gay Skiweek meets Mario Bottas Bergoase", die Chance sich abends so richtig bei Massagen, Workout und Baden verwöhnen zu lassen. Jeglicher Muskelkater wird dort wieder vertrieben.

Der absolute Kracher findet am Dienstag statt: Das Drag-Queen-Rennen war in den letzten Jahren für die meisten Teilnehmer das Highlight der "Arosa Gay Skiweek". Mit Perücken, verrückten Outfits und jeder Menge Mut zu grellem Make-up fegen Transen, Homos, Heteros und sonstige Verrückte den Berg auf Skiern und Schlitten hinunter. Zwischen Schnupftabak und Schnäpsen gilt es, eine gute Zeit zu machen – nur dann hat man eine Chance auf einen Preis, die am Abend bei den Feierlichkeiten an der Edenbar verliehen werden. Nur Mut, auch queer.de hat sich schon beim Rennen blamiert. Die schlimmsten Abfahrten bekommen aber Trostpreise! Anschließend gibt es wieder jene Schaumparty, die 2005 und 2006 für Lachkrämpfe und jede Menge amouröse Verwicklungen sorgte. Feucht-fröhliche Polonäsen, fummelbereite Heteros und jede Menge Drinks machen nicht nur Spaß, sondern lassen auch jegliche Hemmungen schrumpfen. Am Mittwoch geht nach all der Action wieder entspannt auf die Pisten, bevor abends der traditionelle Fondue-Plausch auf die Gäste wartet. Zurück ins Tal geht es wahlweise mit dem Schlitten, den Skiern oder je nach Bauchumfang auch kugelnd die Piste hinab. Beim Hip-Hop-Intermezzo im Eden Kitchen Club kann man sich dann die Käse-Pfunde wieder abtanzen. Zu diesem Event kommen übrigens auch viele leckere Jungs aus der Umgebung ins Eden.

Klar, der ein oder andere wird langsam schon schlapp machen, darum gehören der Donnerstag und Freitag weitgehend der entspannten Abfahrt auf der Piste, Möglichkeiten zur Wellness im Hotel Eden (mit Whirlpool, Massage, Fitness, Sauna, etc.) oder der Erkundung von Arosa. Zahlreiche kleine Geschäfte, viele hübsche Cafés und nicht zu letzt die Landschaft lohnen den Schritt vor die Türen des Feriendomizils.

Den ausführlichen Ablauf, Informationen zum Hotel, zur Anreise und auch unzählige Foto-Eindrücke gibt es auf der neuen Homepage der "Arosa Gay Skiweek".

2006 hat queer.de exklusiv vom schwulsten Alpenevent des Jahres berichtet: zum Artikel!

7. September 2006



#1 HampiAnonym
  • 08.09.2006, 01:59h
  • na, da ich ja selber Schweizer bin, ein paar Bemerkungen zur warmen Skiwoche in Arosa: Wie queer richtig geschrieben hat, ist das wohl nur was für Typen bis etwa 40! Schade, denn es soll ja bekanntlich auch 50 oder 60 jährige Schwule geben......doch verständlich, bei dem Jugendwahn von heute, dass die nicht sehr erwünscht wären....abgesehen davon,wer gerne sehr viel und sehr gut Ski fährt, muss nicht unbedingt an diesen Event, denn die meisten Schwulen sind nun mal nicht gerade richtige Skikanonen (klar, wer aus dem Ruhrpott kommt....) und wohl mehr an Sex und Fun im und ums Hotel interessiert als die Ski-Tageskarte voll auszufahren....ausserdem hat es in Arosa echt viele Familien mit kleinen Kindern,und bei deren Anblick auf den Pisten und in der Skihütte kriegt wohl so mancher "Warme" echt Pickel am Hintern, daher bleiben die Meisten unter sich im und ums Hotel....! Na, wers mag, trotzdem, viel Spass, die Schweizer Berge sind toll und irgendwie ist Arosa auch noch heile Bergwelt (na klar, erst wenn die schwule Truppe wieder abgezogen ist...!!!)
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#2 HampiAnonym
  • 08.09.2006, 02:09h
  • an die Redaktion von queer: Leider berichtet Queer nicht über die kritischen Stimmen welche sich im Schweizer Bergdorf Arosa gegen die Gay Ski Woche erhoben haben. Dieser Beitrag kam am Schweizer Fernsehen und diverse Einwohner erklärten vor der Kamera, sie hätten Bedenken, dass so viele Schwule auf einem Haufen die heterosexuellen Familien mit ihren Kindern als potentielle Feriengäste abschrecken würden ("du Mutti, warum liegen diese beiden Papis dort nackt im Schnee und küssen sich auf den Mund....?"). Deshalb beschloss man ganz einfach, die Gay Schneewoche in den Januar vorzuverlegen, in die tote Vorsaison, denn Hauptsaison ist bei uns der Februar, da haben alle Kinder Sportferien und reisen erst dann zum Skifahren in die Skiorte! Na, habt ihr "den Puck gecheckt?"
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#3 StarletAnonym
  • 08.09.2006, 17:36h
  • Ich möchte mal annehmen, dass die Schwulen, die nach Arosa kommen, um dort "die Sau rauszulassen", alles dafür tun, die Aversionen gegen Schwule zu bestätigen! Eine "normale" Skiwoche ist das jedenfalls nicht!
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#4 hitschAnonym
  • 10.09.2006, 13:13h
  • Hallo Hampi
    Danke für den Kommentar. Deine Sorgen sind unbegründet! Zum einen war der älteste Teilnehmer letzten Winter 60 Jahre alt - auch wenn das im queer Artikel anders geschrieben ist. Und zweitens war die Woche schon immer anfangs Januar, wenn keine Familienferien sind. Natürlich genau aus dem Grund, nicht in Konflikt zu geraten. Und ausserdem: viele Teilnehmer sind sehr intensiv Ski gefahren. Herzliche Grüsse aus den Bergen, Hitsch
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#5 HampiAnonym
  • 13.09.2006, 02:53h
  • @hitsch: Und, stört Dich das denn überhaupt nicht, dass die Dich und die anderen Gays in Arosa im Februar nicht dort haben wollen sondern nur Anfangs Januar wenn tote Zwischensaison ist? Der Beitrag am Schweizer TV war jedenfalls ziemlich kritisch, man merkte,dass viele konservative Eingeborene eigentlich gegen die Gay Skiwochen waren. Der Kurdirektor hat sich dann durchgesetzt wegen der Kohle, denn sonst herrschte Anfangs Januar Ebbe in der Kasse. Schwule als Lückenbüsser? Na, ich weiss nicht....
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