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Frankfurt (queer.de) - Der Opernregisseur, Hochschullehrer und Homo-Aktivist Prof. Dr. Andreas Meyer-Hanno verstarb gestern nach schwerer Krankheit in Frankfurt am Main. Der 1932 als Sohn einer jüdischen Pianistin und eines kommunistischen Schauspielers in Berlin Geborene wurde 74 Jahre alt. Meyer-Hanno war an der Oper Wuppertal, bei den Staatstheatern in Karlsruhe und Braunschweig tätig, 1976 erfolgte der Ruf auf eine Professur an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst nach Frankfurt. Seit 1973 engagierte sich Meyer-Hanno für die Schwulenbewegung. Auf seine Initiative geht auch das 1994 errichtete deutschlandweit erste "Mahnmal Homosexuellenverfolgung" in Frankfurt am Main zurück. 1991 stiftete er sein Vermögen der "Hannchen-Mehrzweck-Stiftung", die lesbische und schwule Emanzipationsprojekte unterstützt. Meyer-Hanno ist seit 1993 Träger der Römerplakette der Stadt Frankfurt am Main und des Osnabrücker Preises Rosa Courage". Am 15. Dezember 2000 verlieh ihm Bundespräsident Johannes Rau für sein Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz. (pm)



#1 .Anonym
#2 Axel BerlinAnonym
#3 rudolfAnonym
  • 09.09.2006, 11:14h
  • Traurig ist auch, daß jetzt so langsam eine Generation von Schwulen den Weg alles Irdischen geht, die noch ein hohes Bildungsniveau mit einem klaren politischen Bewußtsein verband.

    Wenn sich unter uns Jüngeren oder den ganz Jungen so umsieht, wird man skeptisch, ob wir angesichts der großen Herausforderungen des (inter-)religiösen Fundamentalismus unsere mühsam erworbenen Freiheit und Rechte auf die Dauer verteidigen können. Mit blankem Hedonismus und Anpasserei geht das jedenfalls nicht...
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#4 SvenAnonym
#5 SaschaAnonym
  • 11.09.2006, 01:18h
  • @rudolf:

    Du sprichst mir aus der Seele, denn wenn man sich hier im Forum umsieht, dann sieht man, wie gerade manch jüngerer User die Größe der Herausforderungen deutlich unterschätzt. Ich vermisse nicht selten die Fähigkeit zum grundsätzlichen, kritischen Hinterfragen des gesellschaftlichen Status quo und die Erkenntnis, dass man pragmatisch und radikal zugleich handeln kann und muss. By the way, ich bin 26!
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#6 hwAnonym
  • 11.09.2006, 12:18h
  • @ sascha

    ja, dann bleib mal "radikal und pragmatisch", das ist auch im sinne
    des verstorbenen "heiligen".
    dann lebt er nämlich weiter.
    das beste was die grünen meiner
    meinung nach hinterlassen haben,
    ist der spruch: man muss die menschen
    dort abholen, wo sie sind, wo sie sie hingebracht haben, ist eine andere sache.
    da es keine schwule "erziehungskette" gibt
    und der gedanke an eine nächste generation nicht sonderlich bis gar nicht ausgeprägt ist, wirst du es immer mit der sozialisation im nachelterlichen mainstream zu tun haben. bildet banden.
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