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Madrid (queer.de) - Ein neues Stück über den schwulen spanischen Dichter Federico García Lorca, der während des Bürgerkrieges in den 30er Jahren exekutiert worden war, ist von einem städtischen Theater nach Morddrohungen gegen den Autor abgesagt worden. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollte das Stück "Lorca Eran Todos" ("Alle waren Lorca") des galicischen Schriftstellers und Schauspielers Pepe Rubianes ursprünglich im Teatro Español aufgeführt werden. Rechtsradikale Gruppen haben Proteste gegen das Schauspiel angekündigt, da es kritisch mit dem Regime von General Francisco Franco umgeht. Gerade der Bürgerkrieg ist ein nach wie vor umstrittenes und emotionsgeladenes Thema im Lande. Liberale Gruppen warfen der sozialistischen Regierung Spaniens vor, hinter der Absage zu stehen. Inzwischen habe Medienberichten zufolge die größte Gewerkschaft angekündigt, dass das Stück Ende des Monats im Comisiones-Obreras-Auditorium in einem anderen Teil Madrids aufgeführt werden könne. Man biete den neuen Austragungsort an, um die Redefreiheit im Land zu gewähren, teilte die Gewerkschaft mit. Die teils gesellschaftskritischen Stücke des 1898 geborenen Lorca gehören zu den einflussreichsten im Spanien des 20. Jahrhunderts. Wegen seiner Kritik an den gegenwärtigen Verhältnissen und seiner Homosexualität wurde er im August 1936 von Nationalisten umgebracht. (dk)



#1 Down underAnonym
  • 12.09.2006, 16:00h
  • Ja, so sind die Konservativen: labern nur solange von Demokratie, wie es ihnen nützlich ist. Sobald denen etwas nicht passt, schrecken die selbst vor Morddrohungen nicht zurück...

    Eine Schande für die Meinungsfreiheit!
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#2 hwAnonym
  • 12.09.2006, 19:02h
  • Kampf der zwei Spanien

    Linke Republik oder Klerikalfaschismus

    Spanien und die "Wiederherstellung der Erinnerung" - 70 Jahre nach dem Beginn des Spanischen Bürgerkriegs wird der Pakt des Schweigens zwischen Links und Rechts gebrochen.

    Märtyrer des Glaubens und der Eiter in Spaniens Eingeweiden - die Rolle des Vatikan .

    www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23273/1.html
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#3 holga-waldaAnonym
  • 12.09.2006, 20:12h
  • ...ganz ganz leise möchte ich daran erinnern,
    dass dieser mann, victor jara,
    de.wikipedia.org/wiki/V%C3%ADctor_Jara,

    in den 70er jahren in chile garcias lorcas stücke
    sehr erfolgreich inszenierte,1965 wird er als bester regisseur des landes geehrt.
    er endete wie lorca.
    ...Seine Peiniger brachen ihm die Hände,
    damit er nicht mehr Gitarre spielen konnte. Sogar unter diesen schrecklichen Folterungen hob Víctor Jara noch seine Stimme, um das Lied der Unidad Popular (Venceremos = Wir werden siegen) zu singen. Daraufhin wurde er brutal zusammengeschlagen und schließlich mit einem Maschinengewehr getötet und zu einem Massengrab getragen.
    So gesehen von Zeugen im KZ-Stadion, über der CDU-Generalsekretär Heck meinte: Das Leben im Stadion ist bei sonnigem Wetter recht angenehm."
    süddeutsche, 18.10.73
    ein jahr später ließ sich ein politiker, nach dem münchens internationaler flughafen benannt ist, mit dem diktator pinochet, nach einer übernachtung bei dem kinderschänder paul schädler, vor einem denkmal ablichten, text "unseren ahnen".
    der politiker hiess franz joseph strauss.
    ratzinger auf diesem flughafen seine
    john-f.-benedetto-show beenden.

    fast schon wieder ein theaterstück.
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#4 madridEUAnonym
  • 12.09.2006, 22:26h
  • Rubianes hat sich recht abfällig über den spanischen Staat geäussert, was besonders bei Separatisten nördlicher Regionen üblich ist und beim augenblicklich vergifteten Autonomie-Klima Empörung in Restspanien auslöst. Das wird von Rechtsextremisten natürlich ausgenutzt, aber Verbannung dieses Theaterstückes über Lorca wegen Homo-Inhalts ist eher unwahrscheinlich.
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