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Jerusalem (queer.de) - Die Jerusalemer CSD-Veranstalter haben sich mit der städtischen Polizei auf die Austragung der Parade am 10. November geeinigt. Zuvor war der für übermorgen angesetzte CSD von den Behörden verboten worden (queer.de berichtete). Die Polizei hatte das damit begründet, dass sie einen Tag vor dem jüdischen Neujahrsfest nicht genügend Kräfte zur Verfügung hätte, um die Parade zu schützen. Die Veranstalter des Open House vermuteten aber einen politischen Hintergrund, da sich die konservative Stadtregierung in den vergangenen Jahren wiederholt gegen den CSD ausgesprochen hatte. Vor Gericht einigten sich die Kontrahenten jetzt einvernehmlich. Nach dreistündigen Verhandlungen unter der Aufsicht eines Richters beschlossen das Open House und die Polizei, die Parade auf den 10. November zu verschieben. Die Polizei sicherte ausreichenden Schutz für die Teilnehmer zu. Open-House-Vorsitzende Noa Sattath nannte das Ergebnis einen bedeutsamen Sieg: "Das ist all denen zu verdanken, denen ein demokratisches und pluralistisches Israel eine Herzensangelegenheit ist." Die Parade sollte schon im August anlässlich des World Pride stattfinden. Allerdings wurde sie von den Veranstaltern wegen des Konfliktes mit der Hisbollah abgesagt (queer.de berichtete). (dk)



#1 TimAnonym
  • 19.09.2006, 14:59h
  • Bravo! Ein Sieg von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten über religiösen Fanatismus!
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#2 HampiAnonym
  • 19.09.2006, 15:56h
  • ...trotzdem bleibt Jerusalem sicher ein "heisses Pflaster", ich denke, dass die Gefahr eines Anschlags von Religiösen sehr gross ist. Wer also dorthin reist um die schwule Flagge zu zeigen, geht meiner Meinung nach ein hohes Risiko ein. Vielleicht bleibt es ja, hoffen wir mal, bei bescheideneren Angriffen wie Pflastersteinen faulen Eiern und Tomaten.
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#3 FelixAnonym
  • 19.09.2006, 17:11h
  • @Hampi:

    Klar ist das immer noch ein größtenteils schwulenfeindliches Land und es gibt noch viel zu tun. Aber als erster Schritt sind solche Siege immer ein Erfolg!

    Auch in Deutschland herrschte mal ein Klima, wo CSD-Teilnehmer beschimpft wurden und niemals eine registrierte Parternschaft hätte eingeführt werden können.

    Aber jetzt haben wir schon ein paar Dinge erreicht, wenn auch noch viel zu tun bleibt.

    Vielleicht werden wir irgendwann in Deutschland sogar echte Gleichberechtigung durch Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare haben, was ja auch in Kanada, den Niederlanden, Belgien und Spanien sehr gut funktioniert.

    Gut, das wird solange nicht der Fall sein, wie die Parteien, die keine Öffnung der Ehe wollen (CDU/CSU, SPD, FDP) noch so stark sind, aber vielleicht werden die Parteien, die das wollen (z.B. die Grünen) mal stark genug oder die anderen ändern sich vielleicht irgendwann mal.

    Das wird leider noch dauern, aber ich hoffe, dass wir irgendwann auch hierzulande eine echte Öffnung der Ehe feiern können.

    Und vielleicht werden irgendwann die Leute sogar erstaunt fragen, wie jemand in einem zivilisierten Land soviel Diskriminierung herrschen konnte!
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