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Sevilla (queer.de) - Am Wochenende wurde in Sevilla Spaniens erste Ehe zwischen zwei schwulen Soldaten geschlossen. Die Luftwaffen-Gefreiten Alberto Linero (27) und Alberto Sánchez (24) heirateten im Rathaus der andalusischen Metropole. Das Paar hatte zuvor die spanische Regierung gebeten, am Luftwaffenstützpunkt in Moron de la Frontera bleiben zu können und nicht in verschiedene Städte versetzt zu werden; das wurde ihnen zugesichert. Sie hätten keine Diskriminierung von Kameraden erfahren, erzählten Linero und Sánchez der Nachrichtenagentur AP. Das Paar trug bei der Zeremonie vor 100 Gästen dunkle Parade-Uniformen und wurde vom sozialistischen Bürgermeister Sevillas, Alfredo Sánchez Monteseirín, getraut. "Das ist nicht nur Ihre Hochzeit. Sie symbolisieren Millionen von Menschen, die nicht hier sind und unter Homophobie zu leiden haben", so Sánchez Monteseirín zum Ehepaar. Er sicherte ihnen zu: "Die Stadt wird Ihre Rechte verteidigen." Beatriz Gimeno von der Homo-Gruppe FELGT begrüßte, dass sich das Militär offen gegenüber schwul-lesbischen Soldaten zeigt: "Das zeigt, dass die Armee in einer demokratischen Gesellschaft nicht konservativ sein muss", so Gimeno. (dk)



12 Kommentare

#1 TimAnonym
  • 19.09.2006, 14:57h
  • Sehr schön!

    Je mehr, desto besser...

    Auch wenn es traurig macht, dass man in Spanien, Belgien, Kanada und den Niederlanden schon um Welten weiter ist als in Deutschland, wo wir uns immer noch mit einer Ehe 2. Klasse zufriedengeben müssen.

    Es wird Zeit, auch in Deutschland, die eingetragene Lebenspartnerschaft durch eine echte Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu ersetzen.
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#2 SaschaAnonym
  • 19.09.2006, 14:57h
  • Ja, meine lieben Damen und Herren Spießbürger von der SPD: Nehmt euch ein Beispiel an den spanischen Sozialisten, die den Begriff Demokratie offenbar noch ernst nehmen!

    Wenn ich sehe, wie zur gleichen Zeit Politiker aller Couleur hierzulande einem verbrecherischen Papst samt seiner Menschen verachtenden Propaganda zujubeln, kommt mir das große Kotzen! Das positive Beispiel Spaniens verdeutlicht in erschreckender Weise, wie reaktionär und rückständig die deutsche Gesellschaft immer noch ist!

    Ich brauche hier in letzter Zeit nur einen Rundgang durch die Stadt zu machen und höre mindestenst dreimal von pubertierenden Jungs den Begriff "schwul" als Schimpfwort. Wenn sich in diesem Lande nicht endlich etwas an der Erziehung junger Menschen und im kollektiven Bewusstsein ändert, dann sage ich nur: Gute Nacht!
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#3 tux2006Anonym
  • 19.09.2006, 15:38h
  • @sascha: Ja. leider ist das hierzulande bei der jugend so. Allerdings nicht überall. Denn wir werden nach anfänglichen problemen in unserem Wohnort auch von der jugend akzeptiert, zwar nicht von allen, aber es hat sich einiges gebessert...

    Schlimm finde ich, das selbst Lehrer in schulen nicht gegen diese Sprüche einschreiten. Und daß das Wort "Schwul" immer im zusammenhang mit negativen dingen gebraucht wird....
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#4 FloAnonym
  • 19.09.2006, 16:10h
  • Wenn man selbst im erzkatholischen Spanien nicht mehr auf eine Kirche hört, die durch Lügen über Kondome Mitschuld ist an Millionen AIDS-Toten und die ihre Ideologie selbst über unschuldig verhungernde AIDS-Waisen in Afrika stellt, dann wird es Zeit, dass auch hierzulande die Politik nicht mehr das Schoßhündchen der Kirche ist, sondern Menschenrechte achtet und uns statt Almosen wie der Ehe 2. Klasse eine echte Öffnung der Ehe gibt.
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#5 JanAnonym
  • 19.09.2006, 16:32h
  • Tja, hier steht, sie hätten keine Diskriminierung von Kameraden erfahren, bei networld (
    www.networld.at/index.html?/articles/0637/15/151293.shtml
    ) erfahren wir, dass es sehr wohl diskriminierende Kommentare von Kameraden gegeben habe... Zweiteres erscheint mir persönlich in militärischen Zusammenhängen durchaus als wahrscheinlicher, aber es gibt ja auch die bekannten Ausnahmen, die eine Regel bestätigen.
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#6 TchoiAnonym
  • 19.09.2006, 16:32h
  • Was mich wirklich aufregt, ist wie viele in Deutschland dem Papst zujubeln, Ist zwar immer noch die Minderheit, aber immer noch zu viele. Das können nur Dummköpfe sein, die keine Realitäten jenseits ihrer Fantasiewelt anerkennen oder sie nicht verstehen.

    Und mich schockiert, dass es sogar noch Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle gibt, die noch Kirchenmitglieder sind und damit die Kirche nicht nur moralisch, sondern auch finanziell unterstützen.

    Also ich bin schon lange aus diesem Verein ausgetreten und ich denke, die noch da drin sind können sich wohl nicht mehr im Spiegel ansehen, dass sie einen Verein unterstützen, der sie selbst als minderwertig ansieht und bei jeder Gelegenheit schadet.
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#7 tobi-acAnonym
#8 madridEUAnonym
  • 19.09.2006, 16:52h
  • Tja @sascha :Aber auch für uns Ältere, die wir bis 1975 die Diktatur mit schwerer Homo-Verfolgung erleben mussten, kommen diese Freiheiten in atemberaubendem Tempo. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Wehrpflicht in Spanien abgeschafft ist. Es hat hier und da Kritik gegeben, aber je häufiger man Homo-Ehen auch in eher konservativen Konstitutionen duldet, desto mehr wird sie zur Normalität.
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#9 AndreasAnonym
  • 20.09.2006, 00:30h
  • Zur Lage in Deutschland kann ich nur
    sagen,dass es natürlich schöner wäre
    wenn wir endlich die komplette
    Gleichstellung erleben würden.
    ABER ich muss auch sagen,dass ich
    mich trotzdem hier wohl fühle und froh
    bin hier zu leben.Es gibt zwar einige
    wenige Länder die weiter sind als
    Deutschland,aber im gesamten
    internationalen Vergleich ist Deutschland
    doch schon sehr weit.Eine einzige Parade
    in Polen hat mir schon gereicht um mir
    bewusst zu werden wie gut ich und mein
    Partner es hier haben.
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#10 Mauz10Anonym
  • 20.09.2006, 10:02h
  • Ich bin "erst" 43, aber ich kann mich sehr gut erinnern, daß es noch gar nicht lange her ist, da wäre dies alles undenkbar gewesen.Ich habe lange in Spanien gelebt, und dort ist es wie auf der ganzen Welt: in einem Ort wird ein schwules Pärchen akzeptiert, weil beide bekannt und beliebt sind. Im Nachbardorf würden sie gesteinigt werden.Wegen evtler "negativer Äußerungen" der Kameraden bin ich der Meinung daß es bei jeder anderen Hochzeit auch genug Neider gibt, die die Braut, oder den Bräutigam lieber selber gehabt hätten.
    Ich jedenfalls wünsch den beiden eine ganz lange Liebe, und daß nicht der eine nach Afghanistan und der andere in den Irak in den Krieg ziehen muß. das wär ja nun mal der Job eines Soldaten !
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