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Der erste schwule Buchverlag Deutschlands existiert länger nicht mehr, wohl aber noch seine Bücher. Die sollen vor der Vernichtung gerettet werden.

Von Carsten Weidemann

Der Verlag rosa Winkel hat als erster schwuler Verlag in Deutschland 25 Jahre lang Enormes geleistet. Das Belletristikprogramm umfasst international renommierte Autoren, im Sachbuch wurden wichtige Forschungsarbeiten veröffentlicht, den Schwerpunkt des Programms bildeten jedoch zahlreiche Reprints historischer Texte, die so vor dem Vergessen bewahrt wurden.

Leider ist dem Verleger Egmont Fassbinder als Einmannbetrieb die Luft ausgegangen: 2001 erschien die letzte Neuerscheinung, seit 2005 ist die Firma im Handelsregister gelöscht, die Bücher des Verlags sind im Verzeichnis lieferbarer Bücher nicht mehr enthalten. Doch der Großteil des Lagerbestands ist noch vorhanden und hat bei der Verlagsauslieferung inzwischen einen mittleren Schuldenberg angehäuft, da die Lagermiete die kaum noch stattfindenden Umsätze weit übersteigt. Die Besitzverhältnisse an diesen Büchern konnten bisher nicht geklärt werden, und die Auslieferung kündigt an, die Bücher in absehbarer Zeit zu vernichten, da die Lagerkosten nicht gezahlt werden.

Der Männerschwarm Verlag hat bereits 2001 die Fortführung der historischen Reihe "Bibliothek rosa Winkel" übernommen, da im Verlag rosa Winkel die Voraussetzungen nicht mehr gegeben waren. Jetzt soll der Versuch übernommen werden, die Restbestände des Verlags zu sichern und die Titel auf dem Buchmarkt lieferbar zu halten. Die älteren Titel müssen durch geeignete Maßnahmen wieder beworben werden, das Lager ist zu bereinigen und zum Teil werden neue Preise festgesetzt werden müssen. All das ist mit viel Arbeit und leider auch mit Kosten verbunden - um die Lagerbestände übernehmen zu können, müssen erst einmal die vorhandenen Schulden getilgt werden.

Der Verlag MännerschwarmSkript in Hamburg ist gern bereit, sich dieser Aufgabe zu stellen. Da nicht damit zu rechnen ist, dass die Wiederbelebung mehr erwirtschaften wird als die laufenden Kosten, ist man jedoch darauf angewiesen, dass die vorhandenen Schulden durch fremde Hilfe abgetragen werden. Angesichts der großen Vergangenheit des Verlags sollte es möglich sein, so hofft man, einen Förderkreis einzurichten, der diese Last trägt.

Wer einen Beitrag zum Erhalt der Lagerbestände des Verlags rosa Winkel leisten möchte, wende sich per E-Mail an Joachim Bartholomae (verlag@maennerschwarm.de) beim Männerschwarm Verlag



#1 tux2006Anonym
  • 20.09.2006, 17:31h
  • mh, würde gerne was beitragen, allerdings fehlen mir leider die finanziellen mittel.

    aber vielleicht findet sich ja ein schwuler unternehmer, der ne lagerhalle oder ähnliches hat..

    ansonsten liessen sie sich doch für einen guten zweck, z.bsp. die DAH, versteigern.
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