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Los Angeles (queer.de) - Der jamaikanische Reggaesänger Buju Banton darf nicht in einem Nachtclub in Hollywood auftreten. Der Highland-Clubs gab gestern bekannt, dass der Künstler nach telefonischen Beschwerden und kritischen E-Mails ausgeladen worden sei. Das Konzert hätte am 2. Oktober stattfinden sollen. "Wir dachten, dass das angebracht ist, nachdem wir etwas über ihn recherchiert haben", so Adam Manacker vom Highland-Club. Banton ruft in Songs wie "Boom Bye Bye" zum Mord an Schwulen auf. Bei geplanten Konzerten kommt es regelmäßig zu Protesten von Homo-Gruppen. (dk)



#1 hwAnonym
  • 22.09.2006, 14:49h
  • ..das find ich jetzt aber wirklich gut, der amerikanische club zeigt, dass man solche sachen immer öfters selbst in die hand nehmen muss. immer mehr eigenverantwortung.
    das wird mir immer klarer.
    grad gestern, ich schalt so den fernseher ein, sehe einen wütenden älteren herren in shorts einen deutschen journalisten, kurz vorm reinschlagen, angehen und denk mir,
    oh, was da los ? hammerhart.
    da klapperte ein fernsehteam des ndr doch
    tatsächlich 3 adressen von mitglieder einer größeren gang von schwerkriminellen ab,
    um sie über entführungen zu interviewen. haustür, bimm-bamm, frage, tür zu.
    wie gesagt, das ganze 3 x, aber immerhin. alles gehobene mittelschicht,
    geschmackvoll eingerichtet, soweit man das über den kamerablick in die häuser beurteilen konnte.
    das beste kam aber noch, ein bayrischer staatsanwalt, kennt die identitäten und ladungsfähigen anschriften der gangmitglieder in amerika aus spanischen ermittlungsakten schon länger, kennt ein kidnapping eines deutschen staatsbürgers auf deutschem boden und bejaht vor laufender kamera die frage, ob die gang das gleiche jederzeit mit den bekannten falschen identitäten wiederholen könne. dürfen das nur amerikanische kriminelle oder auch kriminelle aus dem nahen osten mit entsprechendem "wertehintergrund" ?
    " bildet banden" kannte ich aus der ecke noch nicht.
    verblüffend war die offenheit über die art der nutzung des staatlichen gewaltmonopols
    auf dem boden des grundgesetzes. meiner meinung nach sollte man sich nicht nur
    über die gestaltung der sozialen (generalstreik), sondern auch der rein physischen notwehr gedanken machen.
    wo man auch hinschaut, die welt ist nicht mehr sicher.
    das ganze lief in 'panorama', ard, 21.09.06.
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#2 FloAnonym
  • 22.09.2006, 15:48h
  • Gegenüber Menschen, die zu Gewalt aufrufen, darf man keine Toleranz zeigen.

    Das hat auch nichts mehr mit Meinungsfreiheit oder künstlerischer Freiheit zu tun, denn Freiheiten finden immer dort ihre Grenzen, wo die die Freiheiten anderer einschränken. Ansonsten hätten wir Anarchie und das Recht des Stärkeren.
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#3 tux2006Anonym
  • 22.09.2006, 23:32h
  • Man darf grundsätzlich niemandem gegenüber, der zur gewalt gegen andere Menschen aufruft, toleranz zeigen. Egal, ob es dabei um homosexuelle, Anhänger einer anderen Religion oder gar "rasse" geht.

    Egal wer zu so etwas aufruft, ob er dies nun aus Komerziellen, "Religiösen" oder Politischen "Gründen" tut, sollte mit der schlimmsten aller Strafen bestraft werden: Der Ignoranz!
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#4 TimAnonym
  • 23.09.2006, 17:34h
  • Oh man, oh man,
    ihr schwulen seit net besser als irgendwelche anderen leute die hetzen...
    Oder hat sich buju nicht von dem song distanziert? hat er sich nicht entschuldigt? hat er nicht sogar spenden an irgendwelche von euren gayvereinen schicken wollen und bakam die antwort "kein Blutgeld von Buju Banton" + sein geld zurück? jaja ihr hetzt gegen ihn inzwischen genauso wie er vor 18 Jahren mal in Boom bye bye bye !!! und was heist schon er ruft in songs WIE boom bye bye zum mord an schwulen auf? Nur in Boom bye bye hat er das gemacht... und batty rider vielleicht noch aber nicht derart offensichtlich! Es gibt auch genug deutsche Artists die schwulenfeindliche texte haben... Elephant Man, Beenie Man und Buju Banton hab sich alle von ihrem Homophoben lyrichs distanziert !!!! Also wenn ihr schwulen so tolerant und bla seit wie ihr erzählt, dann benehmt euch auch so und geht nicht auch auf minderheiten los ! Weil so verscheist ihr euch ehr euer image wieder als das ihr mehr zu melden habt ;) Boom bye bye Tim
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#5 MarkusAnonym
#6 Meanie BanAnonym
  • 25.09.2006, 13:07h
  • Wir haben ein Image? Wer ist Wir? Man kann ein Image verscheißen? Vor allem: 'wieder' verscheißen?

    Timtimtim. Danke für den besten Beweis, dass solche Texte offenbar doch Langzeitschäden bewirken, selbst nach 18 Jahren noch. Dieda-Wirhier-Denken, die obskure Idee, dass eine Minderheit grundsätzlich selbst Schuld ist, wenn man gegen sie diskriminiert, die noch obskurere Idee, dass solche Minderheiten nur so lange geduldet werden, wie sie es nicht zu weit treiben, und sie deswegen tunlichst zu gefallen haben, weil sie auf ihr Image angewiesen ist...

    ...um mal selbst zu pauschalisieren: weniger kiffen zwischen den Freiern erhält das Denkvermögen.
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