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Köln Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Kölner Kardinal Joachim Meisner wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Beleidigung eingestellt. Die umstrittene Rede des Erzbischofs in Budapest Ende Oktober sei "unter dem Gesichtspunkt der freien Meinungsäußerung strafrechtlich nicht zu beanstanden", erklärte die Kölner Staatsanwaltschaft am Dienstag. Dem Kardinal war in neun Strafanzeigen unter anderem vorgeworfen worden, er habe Homosexuelle beleidigt. Doch die von mehreren Privatpersonen und dem LSVD in Köln angezeigte angebliche Äußerung, Homosexuelle seien "ein Gift, das der europäische Mensch ausschwitzen" müsse, habe dieser nicht getätigt, so die Staatsanwaltschaft nach der Anhörung von Meisners Sekretär und eines Journalisten, der das Zitat damals im "Kölner Stadt-Anzeiger" verbreitete. "Meisner hat allgemein über Homosexualität aus Sicht der katholischen Moral, nicht aber über Homosexuelle gesprochen. Somit sind auch keine Äußerungen gegen homosexuelle Menschen getätigt worden", so die Staatsanwaltschaft. (nb)



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#1 ChrisAnonym
  • 04.02.2004, 17:16h
  • Und die Moral von der Geschicht? - eine Moral die gibt es nicht.
    Und wieder einmal haben sich die Juristen nicht getraut, sich einzumischen, aufzuschreien gegen gesprochenes Unrecht.
    Dies scheint immer häufiger dann der Fall zu sein, wenn es um Rechte von Schwulen und Lesben oder sonstigen Minderheiten geht. (Ich weiss wovon ich rede - ;-) Wir sind von einem liberalen Denken und Handeln Verantwortlicher noch sehr weit entfernt. Und was spielt es letztendlich für eine Rolle, ob eigene Meinung oder Moral der Kirche - gesagt ist gesagt und Beleidigung ist Beleidigung.
    Da bleibt nur eins - der Kirche den Rücken zu kehren. ...
    auch wenn geschrieben steht "Liebe deinen Nächsten - wie Dich selbst.." Dies scheinen jedoch selbst für Kardinäle und Kirchenmenschen nur leere Worte zu sein.
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#2 TomAnonym
  • 04.02.2004, 21:36h
  • Naja, Juristen haben sich nicht eingemischt kann man so nicht sagen, aber Juristen können nur anhand der Gesetze eingreifen, und eine allgemeine Äußerung über Homosexualität als solche ist nicht strafbar, dazu müsste er diese Aussage schon konkret gegen einen einzelnen Schwulen getätigt haben!
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#3 SebastianAnonym
  • 05.02.2004, 09:54h
  • Wenn nicht der LSVD genau aufpassen würde, würde doch in Deutschland niemand mehr die Frechheiten des Klerus (und da insbesondere der Obersten) vernehmen. Wenn man sich vor die Kirschen stellt, stellt man fest, dass die Gesundheitsreform auch ihr Gutes hat, die Rentner sparen sich die Batterien für die Hörgeraete auf, für den Tratsch nach der Messe. Und da sind alle Menschen bekanntlich gleich.
    Also, wenn die Menschen eher mitbekommen dass Daniel Kübelböck eine Schlange gegessen hat o.ä., als wenn irgendein Kardinal etwas anachronistisches von sich gibt, können wir doch ganz ruhig bleiben und das Problem aussitzen und uns den Dingen widmen, die noch problematisch sind, und die gibt es doch oder?
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#4 ChrisAnonym
  • 07.02.2004, 11:55h
  • Lieber Tom,

    deine Aussage ist so nicht richtig.
    Man muss nicht einzelene Schwule angehen um dafür bestraft werden zu können.

    Schließlich reicht auch die Verunglimpfung
    von den "Juden im allgemeinen" aus. Auch eine Minderheit, die genug gelitten hat in der Vergangenheit.
    Aber da würde sich eine breite Masse der Bevölkerung auflehnen - und dann müsste etwas getan werden - dies ist leider bei Schwulen nicht der Fall.
    Und meist haben auch die Richter nicht die Traute, sich einzumischen und Staatsanwälte schon gar nicht - wollen Sie doch ihren Ruf nicht gewährden oder sogar ihre Kariere.
    Glaubt mir - in deutschen Gerichtssälen gehts zuweil zu wie auf einem Jahrmarkt.
    Vieles nur Schow...
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#5 Eva-Maria HertelAnonym
  • 07.02.2004, 23:11h
  • Ich denke der Herr Kardinal Meisner weiß ganz genau wie er das "aus-schwitz-en" gemeint hat. Die Wortspielereien sind ja bekannt in der Kirche was sich in "Not-wend-ig" oder "Beruf-ung" befindet. Die Spitzfindigkeiten sind auch im Gesetzlichen genauso, wie das Auslegen eines Wertes von einer Tasse die immer voll ist, auch wenn sie nur mit Luft "gefüllt" sei! Wer nicht für einen ist muss ja noch nicht gegen einen sein. Aber ob davon jemand satt wird! Auf jeden Fall haben in der Bibel die Priester, so wie ich gelesen habe nicht so gut als Vorbilder "abgeschnitten" wie sie es vor Gott gerne gesehen hätten! In der Wirklichkeit ist es auch so. Tja, die Bibel lebt, das ist doch schon was! Nur ist die Frage da, ob es das Alte Testament ist oder das Neue? Sollte es das Alte sein, dann sind die Priester ganz schön blamiert und sollte es das Neue sein dann haben sie sich ganz schön blamiert. Blamieren tut sich nur die Obrigkeit. Ich bin nur der Gast!
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