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Palm Spring (queer.de) - Über 500 Demonstranten haben am Samstag im kalifornischen Palm Springs gegen eine "Ex-Gay"-Konferenz protestiert, die zeitgleich im nahe gelegenen Indian Wells stattfand. Sie hielten Transparente mit Aufschriften wie "hassfreie Zone" und stellten in Reden klar, dass sich Homosexualität nicht "korrigieren" lässt. Die in den USA starke "Ex-Gay-Bewegung" argumentiert, dass Schwule und Lesben "geheilt" und zur Heterosexualität bekehrt werden können (siehe queer.de-Artikel). Bei der von der Ex-Gay-Gruppe Exodus International und der Organisation Focus on the Family organisierten Konferenz haben 1.500 Menschen teilgenommen. Die Veranstaltung fand unter dem Titel "Love won out" ("Liebe hat sich durchgesetzt") in einer Kirche statt. Unter anderem hielt Nancy Heche eine Rede. Sie sagte, die Homosexualität ihrer Tochter, der Schauspielerin Anne Heche ("Sechs Tage, sieben Nächte) sei durch Gebete geheilt worden. Anne, die Ende der 90er Jahre mit Comedian Ellen DeGeneres liiert war, ist allerdings von ihrer Mutter entfremdet und widersprach in Interviews deren Theorie. Ein weiterer Sprecher appellierte an Väter, sich um ihre Söhne zu kümmern, um sie vor Homosexualität zu bewahren: "Wenn Sie Ihren Sohn nicht umarmen, wird das ein anderer Mann tun", argumentiert Joseph Nicolosi. (dk)



14 Kommentare

#1 ChrisAnonym
  • 25.09.2006, 18:17h
  • Ja - die Fundamentalisten sind auf dem Vormarsch: Ob Bareback-Papst, Evangelikale, oder radikale Muslime - das Pack tut sich wenig. So, liebe HuK (Homosexuelle und Kirche) - jetzt Ihr....
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#3 laura bushAnonym
#4 ThommenAnonym
  • 25.09.2006, 20:23h
  • Nachdem die Weissen einsehen mussten, dass sie die Schwarzen, Neger und Farbigen nicht weisswaschen konnten, haben sie sie wenigstens zu Gläubigen bekehrt!
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#5 ThommenAnonym
  • 25.09.2006, 20:23h
  • Nachdem die Weissen einsehen mussten, dass sie die Schwarzen, Neger und Farbigen nicht weisswaschen konnten, haben sie sie wenigstens zu Gläubigen bekehrt!
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#6 HampiAnonym
  • 25.09.2006, 23:06h
  • kann die Aussage "wenn Dich Dein eigener Vater nicht umarmt, wird es später ein anderen Mann tun" eventuell sogar richtig sein? Ich kann es mir gut vorstellen, dass eine schlechte Beziehung zu seinem Vater eher dazu führen könnte, auch über die Pubertät hinaus als Sohn "schwul" zu empfinden. Wobei das sicher einfach ein Ansatz zur Erklärung von Homosexualität sein kann, andere Schwule hassen dafür wieder alle Frauen weil sie ihre eigene Mutter hassen. Sicher ist niemand von Geburt an schwul, die sexuelle Identität wird garantiert erst später festgelegt, denn es gibt kein "Schwulen-Gen!"
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#7 brittaAnonym
  • 26.09.2006, 09:28h
  • @ Hampi

    Diese These habe ich auch schon oft gehört - meistens von religiösen Leuten, die versucht haben, mir mein Lesbischsein zu "erklären". Das Dumme nur - ich habe ein prima Verhältnis zu meiner Mutter gehabt. Also greift diese These bei mir nicht. Mein bester schwuler Freund hat auch eine gute Beziehung zu seinem Vater, ebenso wie viele andere homosexuelle Leute, die ich kenne, zu ihren Müttern bzw. Vätern. Ich habe eine Reihe hetereosexueller Freunde, die ein schlechtes Verhältnis zu einem oder beiden Eltern haben oder hatten.

    Nach dieser Logik könnte man dann auch fragen, ob ein heterosexueller Mann wohl deshalb heterosexuell geworden ist, weil ihn seine Mutter nicht oft umarmt hat...

    Aus dem, was Du sagst, lese ich vor allem: wir sind nicht okay als homosexuelle Menschen. Da muß doch irgend etwas falsch sein, eigentlich sollten wir doch heterosexuell sein.

    Ich würde dem entgegensetzen: Du bist okay als schwuler Mensch! Du hast keine Krankheit, keine Behinderung, Du bist vollkommen in Ordnung, so wie Du bist.

    Ich habe lange versucht, mich umzupolen, habe versucht, Beziehungen zu verschiedenen Männern zum Funktionieren zu bringen. Bis ich irgendwann aufgab - mit dem Ergebnis, daß meine Lebensqualität so ungefähr um 500 Prozent gestiegen ist. Jetzt bin ich stolz darauf, homosexuell zu leben und daraus keinen Hehl zu machen.

    Das wünsche ich Dir auch! Vielleicht kannst Du eines Tages auch sagen "Ich bin stolz darauf, schwul zu sein".

    Und die Frage nach der Ursache - ist das letzten Endes nicht zweitrangig? Wichtig ist, daß wir uns weder zu schämen noch zu entschuldigen brauchen für das, was wir sind!
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#8 antosAnonym
  • 26.09.2006, 11:17h
  • @hampi:

    Nichts für ungut, aber diese küchenpsychologischen Erklärungsansätze sind Unfug. Sie stammen aus einer Zeit als Psychologen - weit davon entfernt mit tatsächlich wissenschaftlichen Methoden zu arbeiten - gerne mit Schuldzuschreibungen gearbeitet haben und andere Menschen für 'abweichendes Verhalten' verantwortlich machen wollten. Ein berühmtes Beispiel ist die 'schizophrenogene Mutter'. Wie viel Leid diese dummen Zuschreibungen noch zusätzlich zu den vorhandenen Problemen verursacht haben!

    Wie kommst Du eigentlich darauf, Schwule würden Frauen hassen? Ich kenne in meinem Umfeld keinen Homo auf diese Behauptung zutreffen könnte. Mich zum Beispiel reizen Frauen sexuell überhaupt nicht - ich habe das in jungen Jahren probiert und wußte: nichts für mich. Tatsächlich hat mich die Nähe in gewisser Weise angeekelt. Mit meinem sonstigen Verhältnis zu Frauen hat das nichts zu tun: ich habe Freunde wie Freundinnen.

    Und was das Verhältnis zum Vater angeht [meines ist übrigens ausgesprochen gut] - da gab es bei unseren alles als 'Text' deutelnden Psychoanalytikern auch schon die Theorie, der abwesende Paps, so quasi als fehlendes role model, mache Jungs schwul. Man kann viel darüber lesen und all das hört sich für Sinnsucher und Guru-Bedürftige auch wichtig und richtig an - so lange sie wesentliche Realitäten drumherum einfach ausblenden. Sonst würde Ihnen mal auffallen, dass schon ein Blick auf die Entwicklung der Nachkriegsgenerationen lehrt: das kann nicht sein. Wie viele Väter waren abwesend - wie viele Sohne schwul? Und wie stehts mit den Töchtern?

    Ob es sowas wie ein 'Schwulen-Gen' gibt [was ja nur ein Kürzel für die Aussage ist, dass Homosexualität eine körperliche und keine geistige Prägung ist] - darüber streiten die Ideologen sicher so lange, bis tatsächliche wissenschaftliche Nachweise gelungen sind. Es wird ähnlich laufen wie die Diskussion zum Beispiel über die Entstehung von Magengeschwüren. Was ist heute von dem ganzen psychosomatischen Gerede übrig geblieben?
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#9 SeboAnonym
  • 26.09.2006, 21:22h
  • Mir geht dieser ganze Erklärungs- und Rechtfertigungszwang auf den Kecks. Es ist wurscht, warum jemand so ist wie er ist. Angeboren, anerzogen, krank, Hirnschaden....nehm ich alles. Vielleicht bin ich ja gaga im Kopf, aber ich bin glücklich damit. Ich finde auch, dass das diesen "Ex-Gay-Heinis" egal sein kann. Ich will mich nicht ändern und werde es auch nicht. Schließlich belästige ich ja niemanden damit.
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#10 SeboAnonym
  • 26.09.2006, 21:22h
  • Mir geht dieser ganze Erklärungs- und Rechtfertigungszwang auf den Kecks. Es ist wurscht, warum jemand so ist wie er ist. Angeboren, anerzogen, krank, Hirnschaden....nehm ich alles. Vielleicht bin ich ja gaga im Kopf, aber ich bin glücklich damit. Ich finde auch, dass das diesen "Ex-Gay-Heinis" egal sein kann. Ich will mich nicht ändern und werde es auch nicht. Schließlich belästige ich ja niemanden damit.
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