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Atlanta (queer.de) - Die amerikanischen Regierung will zukünftig HIV-Tests ohne ausdrückliche Zustimmung der Patienten bei Routine-Gesundheitschecks durchführen lassen, berichtet die "New York Times". Wer sich nicht testen lassen will, müsse das vorher ausdrücklich sagen. Die offizielle Empfehlung der Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention besagt, dass jede Person zwischen 13 und 64 Jahren mindestens einmal getestet werden sollte, Menschen aus Risikogruppen einmal jährlich. Das wäre eine komplette Abkehr von der bisherigen Praxis: Bislang mussten Patienten bei einem Test ein separates Formular unterschreiben und sich von ihrem Arzt beraten lassen. Der bisherige Ansatz sei allerdings nicht erfolgreich gewesen, da die Infektionszahlen in den USA zuletzt gerade unter Schwulen deutlich zugenommen haben (queer.de berichtete). 50 bis 70 Prozent aller Ansteckungen erfolgten über Personen, die nichts von ihrem HIV-Status wissen. 0,4 Prozent der erwachsenen Amerikaner seien HIV-positiv, über ein Viertel davon wisse aber nichts davon.
Ärzte dafür, Bürgerrechtsorganisation dagegen
Zustimmung zu dem neuen Ansatz kommt von Ärzteorganisationen: "Diese Empfehlungen sind wichtig für eine frühe Diagnose", so Dr. Nancy Nielsen von der American Medical Association, "denn HIV-Tests sind nach wie vor mit einem Stigma belegt". Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union lehnt die geplante Regelung ab: "Wir befürchten, dass das zu Zwangstests führt", argumentiert Rose Saxe, eine ACLU-Anwältin. (dk)



13 Kommentare

#1 SvenAnonym
  • 25.09.2006, 17:53h
  • Klingt eigentlich nicht schlecht.
    Wäre doch gut, wenn jeder regelmäßig einen Test macht, so ganz automatisch.
    Man sollte ja auch jedes halbe Jahr zum Zahnarzt, auch das schaffen nur wenige, da wäre sogar ein wenig Zwang okay.
    Schließlich schadet es nicht anderen, wenn einem die Zähne aus dem Mund fallen, HIV ist aber im Gegensatz zu Mundgeruch ansteckend.
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#2 ChrisAnonym
  • 25.09.2006, 18:12h
  • @Sven Hallo Sven. Aber gegen HIV hilft nicht der Test, sondern Safer Sex...

    Und ansonsten holt langsam die USA in Sachen Menschenrechtsverletzungen schnell zu China auf: Vielleicht noch ne hübsche Tattoo auf der Stirn für Positive, damit man sie erkennt? - Oder ab nach Guantanamo - dann weiß Herr Busch endlich, was er mit seinem Foltercamp machen kann, falls er die Opfer entlässt.

    Dieses Land ist so unglaublich dummdreist!
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#3 hwAnonym
  • 25.09.2006, 18:12h
  • @ sven

    ..mmh, ich mag deinen geruch von ungewaschener hirnritze....

    ..HIV dürfte wohl zur zeit der konsenseligste
    vorwand sein an daten zu kommen....
    ..wo kommen die pröbchen den hin, was lesen wir aus ihnen...nur nettes und erschlauendes...

    www.wissenschaft.de/wissen/news/269814.html

    ..und all die w a f f e n gegen krankheiten,
    schon paradiesisch..
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#4 hwAnonym
  • 25.09.2006, 18:29h
  • @ chris

    die praktiken die landläufig oder auch in ai-reports als "chinesische folter" bezeichnet
    werden, wurden in der tat von den folterforen des empires als legitim verabschiedet. ist jetzt kein witz.

    www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23612/1.html

    die weiteren umstände sind mittelalter vor
    habeas corpus

    de.wikipedia.org/wiki/Habeas-Corpus-Akte

    folter, deportationen, entführungen, scheinprozesse, raubkriege..ratze bekommt feuchte augen, von dem kram hat er in seinen katakomben ja nur gelesen....
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#5 ChrisAnonym
  • 25.09.2006, 18:53h
  • @hw Danke für die Links. Was mich aber wirklich in den Wahnsinn treibt ist, dass ausgerechnet die rotgrüne Regierung ein Folteropfer vor 2 Jahren "nicht zurück wollte" und damit für eine Verlängerung um 2 Jahre gesorgt hat. Da kann man doch nur schreien. Joschka Fischer, Gerhard Schröder (naja - der ist ja nur zu gerne mit Wirtschaftsdelegationen nach China gereist und hat dann das Thema Menschenrechte vergessen), Claudia Roth... treten die Menschenrechte mit Füßen. Und wen wählt man dann?
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#6 JanAnonym
  • 25.09.2006, 20:28h
  • @Sven: Ja, klingt hevorragend. Soll es ja
    auch. Damit man es nicht merkt, bis es zu
    spät ist, wofür die Daten tatsächlich
    gesammelt werden. Und das die dann für
    nix anderes verwendet werden, das
    glauben wir dann einfach mal. Genau wie
    beim Mautsystem...
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#7 HampiAnonym
  • 25.09.2006, 23:01h
  • finde ich gut, die Idee, jeden auf HIV testen zu lassen, jedes Jahr einmal, am besten. In der Schweiz diskutieren wir schon weiter: Ein obligatorischer genetischer Fingerabdruck gleich bei der Geburt! Damit können Verbrechen in Zukunft nahezu lückenlos aufgeklärt werden, denn jeder Mensch hinterlässt überall DNA-Spuren. Es gibt weitere Gründe,zum Beispiel die Frauen, die ihrem Mann ein "Kuckuckskind" unterjubeln (Kind das angeblich vom Ehemann sein soll aber in Wirklichkeit vom heimlichen Lover gezeugt wurde),um dann nach der Scheidung, vom ahnungslosen "Kuckucks-Ex" Alimente für das untergejubelte Kind zu verlangen. Wenn wundert's bei solchen Weibern dass so mancher Heteromann nachts dann zum Stricher geht, denn dort ist der Sex ja bekanntlich problemloser zu haben und zeitigt keine weiteren Nachwuchs-Sorgen...
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#8 JanAnonym
  • 26.09.2006, 08:56h
  • @Hampi: Und deine Haare verteilt der
    Frisör deines Vertrauens dann an den
    Tatorten der Republik bitte.
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#9 SaschaAnonym
  • 26.09.2006, 10:36h
  • @Jan: Ist dir noch nicht aufgefallen, dass Hampi hier eine Parodie auf den kleinbürgerlich-spießigen, angepassten, sich vor der Heterowelt anbiedernden und noch dazu intellektuell minderbemittelten Schwulen gibt?
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#10 martinAnonym
  • 26.09.2006, 11:38h
  • traurig, aber viele aussagen aus "nicht der homosexuelle ist pervers..." stimmen über 30 jahre später häufig immer noch :
    Da die Schwulen vom Spießer als krank und minderwertig verachtet werden, versuchen sie noch spießiger zu werden, um ihr Schuldgefühl abzutragen mit einem Übermaß an bürgerlichen Tugenden. Sie sind politisch passiv und verhalten sich konservativ als Dank dafür, dass sie nicht totgeschlagen werden. Schwule schämen sich ihrer Veranlagung, denn man hat ihnen in jahrhundertelanger christlicher Erziehung eingeprägt, was für Säue sie sind. Deshalb flüchten sie weit weg von dieser grausamen Realität in die romantische Welt des Kitsches und der Ideale. Ihre Träume sind Ilustriertenträume, Träume von einem Menschen, an dessen Seite sie aus den Widrigkeiten des Alltags entlassen werden in eine Welt, die nur aus Liebe und Romantik besteht. Nicht die Homosexuellen sind pervers, sondern die Situation, in der sie zu leben haben.
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